Bin ich schwanger? Anzeichen einer Schwangerschaft

Bin ich schwanger? Anzeichen für eine Schwangerschaft

Bin ich schwanger? Das ist die entscheidende Frage, die entweder in freudiger Erwartung oder mit Sorge gestellt wird. Frauen, die sich ein Baby wünschen, möchten am Zyklusende wissen, ob sie schwanger sind. Sie können die Antwort ebenso wenig erwarten, wie Frauen, die eine Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt nicht geplant hatten und nun Gewissheit haben wollen.

Bin ich schwanger? Woran erkenne ich eine Schwangerschaft?

Es gibt einige Schwangerschaftsanzeichen, die einzeln oder gemeinsam auftreten können – aber nicht müssen. Sie können dir gegebenenfalls eine Antwort darauf geben, ob du schwanger bist. Doch neben solchen Symptomen gibt es auch Frauen, die berichten, sie hätten ein warmes Glühen im Unterbauch gehabt. Manche meinen, sie hätten es einfach von Anfang an gespürt. Ebenso gibt es auch Fälle in denen Frauen erst nach mehreren Wochen oder gar am Ende der 40. SSW gemerkt haben, dass sie schwanger sind.

Was letztendlich die Frage „Bin ich schwanger?“ beantwortet, kann von Frau zu Frau verschieden sein. Es variiert sogar bei einer Frau von Schwangerschaft zu Schwangerschaft. Dennoch sollen hier einige häufige Gemeinsamkeiten genannt werden, die darauf hinweisen können, dass du schwanger bist:

Körperliche Anzeichen für eine Schwangerschaft:

  • Die Menstruation bleibt aus. Sobald sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, wir das Schwangerschaftshormon hCG (Humanes Choriongonadotropin) gebildet und die Eierstöcke bekommen das Signal, dass ab sofort keinen Eisprung mehr stattfinden muss. Ein Eisprungkalender kann dir dabei helfen, deinen Zyklus und deinen Eisprung besser im Blick zu haben.
  • Die Basaltemperatur ist über einen längeren Zeitraum erhöht. Dabei handelt es sich um die morgentliche Körpertemperatur direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen. Bist du schwanger, ist diese über mindestens zwei Wochen leicht (0,2 bis 0,6 Grad) erhöht. Dafür sorgt das Hormon Progesteron, das der Körper bei einem Eisprung ausschüttet. Wird die Eizelle befruchtet, bleibt der Hormonwert weiterhin erhöht.
  • Die Brüste werden durch den Anstieg von Östrogen, Progesteron und HCG größer und empfindlicher, evtl. ist eine dunklere Färbung der Brustwarzen erkennbar.
  • Der Geruchssinn ist sensibler, Abneigungen gegen Gerüche können auftreten.
  • Übelkeit am Morgen oder am gesamten Tag tritt auf, evtl. auch ausgelöst durch Gerüche. Bist du schwanger, ist dafür ebenfalls das Hormon hCG verantwortlich.
  • Starke Müdigkeit und besonders großes Schlafbedürfnis mit wenig Erholungswert.
  • Stärker durchblutete Schamlippen, dadurch kann eine livide (bläuliche) Färbung der inneren Schamlippen entstehen.
  • Schwindel, Reizbarkeit und übermäßiger oder geringer Appetit
  • Ziehen im Unterleib, durch die vermehrte Durchblutung und das Wachstum der Gebärmutter
  • Häufiges Wasserlassen bzw. verstärkter Harndrang

Dies alles sind Symptome, die der Körper aussendet, aber nicht zwingend eine Schwangerschaft zur Ursache haben müssen. Es sind also Anzeichen, die ebenso auf einen Infekt, Stress oder ein Hormonungleichgewicht hinweisen könnten. Es kann genauso sein, dass du schwanger bist, ohne dass eines dieser Symptome auftritt.

Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest?

Nachweis einer Schwangerschaft: Bin ich wirklich schwanger?

Der Bluttest beim Arzt (kann auch der Hausarzt sein) ermittelt ein sicheres Ergebnis über den hCG -Wert (= Humanes Chorion-Gonadotropin-Wert), da dieses Hormon beim gesunden Menschen nur vorkommt, wenn eine Schwangerschaft vorliegt. Ob du schwanger bist, kann dein Arzt bereits acht Tage nach der Befruchtung in deinem Blut feststellen. Außerdem ist ein Ultraschallbild, auf dem der Embryo zu erkennen ist, ein sicherer Beweis für eine bestehende Schwangerschaft.

Du bist schwanger: Das solltest du jetzt beachten

Wenn der Schwangerschaftstest zuhause also ein positives Ergebnis zeigt und die oben genannten Symptome auftreten, solltest du zügig einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren, denn es gibt noch ein paar wichtige Dinge abzuklären, z.B.:

  • Hat sich das Ei an der richtigen Stelle eingenistet? Eine Eileiterschwangerschaft (Häufigkeit ist 1:1000 Schwangerschaften) muss ausgeschlossen werden.
  • Gibt es Anzeichen für eine Mehrlingsschwangerschaft?

Auch der körperliche Zustand der Mutter muss untersucht werden, z.B. ob Fehlbildungen im Becken oder bei der Gebärmutter vorliegen oder ob Myome vorhanden sind. Die Überprüfung von körperlichen Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und Krampfadern ist ebenso wichtig, wie die Frage nach Vorerkrankungen, regelmäßiger Medikamenteneinnahme, kürzlich erfolgten Röntgenuntersuchungen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit und anderen Faktoren, die Mutter oder Kind gefährden könnten.

Auch die Schwangerschaftswoche (SSW) muss ermittelt werden, um den voraussichtlichen Geburtstermin zu errechnen. Unser Schwangerschaftskalender zeigt dir, wie sich dein Baby in den kommenden Wochen bis zur Geburt entwickelt.

Bei einigen Frauen ist die berufliche Beschäftigung in der Schwangerschaft nicht möglich, weil die Tätigkeit dem Kind schaden könnte (z.B. bei stark körperlichen Tätigkeiten, bei Umgang mit Chemikalien oder Strahlung) – hier spricht der Frauenarzt ein Beschäftigungsverbot aus.

Außerdem muss der Verlauf zunächst in der Akte und bald auch im Mutterpass dokumentiert werden. Regelmäßige Blutuntersuchungen, Gewichtkontrollen, Blutdruckmessungen und Urinkontrollen werden dich bis zur Geburt begleiten.

Konflikte mit der Schwangerschaft

Auch in Zeiten zuverlässiger Verhütung kommt es immer wieder vor, dass Frauen unbeabsichtigt schwanger werden. Nicht selten wird die Nachricht dennoch positiv aufgenommen.

Doch bei manchen Frauen ist die Ausgangssituation besonders schwierig und der Gedanke das Kind auszutragen, ist mit Angst, Sorge oder Ablehnung belegt. Oft sind es Probleme in der Partnerschaft, eine unklare Vaterschaft, finanzielle Sorgen, geringes oder hohes Alter der Frau, hohe Belastung durch bereits vorhandene Kinder, psychische oder berufliche Gründe, fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten als Mutter oder vorangegangene traumatische Erlebnisse.

Für Frauen mit Kinderwunsch ist eine Ablehnung einer Schwangerschaft meist unverständlich, doch hat jede Frau in Deutschland die Möglichkeit, sich auch gegen ein Kind zu entscheiden. Kaum einer Frau fällt eine solche Entscheidung leicht und oft trägt sie lange an der seelischen Belastung. Auch ein Kind hat ein Recht darauf, gewünscht zu sein und bei seiner Geburt Eltern vorzufinden, die bereit sind, es mit Liebe und Geduld aufzuziehen. Eine Schwangere mit solchen inneren Konflikten findet Rat und Hilfe bei Beratungsstellen wie z.B. Pro Familia. Dort werden alle Möglichkeiten erklärt: Von finanziellen Hilfen, wenn das Kind ausgetragen wird, über Adoptionsverfahren bis hin zur Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs. Dabei wird kein Druck auf die Frau ausgeübt, die Entscheidung bleibt ganz bei ihr.

Weitere Hilfsangebote für Schwangere in Not, findest du hier.

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Ich bin schwanger: Wann sollte man vom Baby erzählen?

Der Erste der von der Schwangerschaft erfahren sollte, ist für gewöhnlich der Vater des Kindes. Wem und wann man es dann erzählt, kann jeder selbst entscheiden. Tatsache ist jedoch, dass einige Schwangerschaften durch eine Fehlgeburt in den erste 12 Wochen zu Ende gehen. Diese Sorge veranlasst viele Paare, die gute Nachricht erst nach der 12. SSW zu verkünden. Doch bei starken Beschwerden wie Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen, ist es meist schwer das Geheimnis so lange für sich zu behalten.Wir haben auch schon ein paar Ideen, wie du deine Schwangerschaft verkünden kannst.

Den Arbeitgeber solltest du früh genug einweihen, sodass er sich auf deinen Mutterschutz einrichten kann. Auch hast du während der Schwangerschaft einen besonderen Kündigungsschutz. Sollte eine Kündigung ausgesprochen werden, bevor der Arbeitgeber von der Schwangerschaft weiß, kannst du ihm noch 14 Tage nach dem Kündigungsschreiben die Schwangerschaft bekannt geben und somit die Kündigung unwirksam machen.

Mutterschutzgesetz: Welche Rechte habe ich?

Während der Schwangerschaft und in den 4 Monaten danach hast Du Kündigungsschutz, ebenso im gesamten Zeitraum in dem du Elternzeit nimmst. Allerdings kann der Arbeitgeber in bestimmten Fällen Ausnahmen erwirken.

Grundsätzlich sind Frauen nicht verpflichtet, den Arbeitgeber sofort zu informieren, aber er sollte aus Fairness die Möglichkeit haben, rechtzeitig Ersatz zu finden, das Mutterschaftsgesetz einzuhalten und Rücksicht auf den Zustand der Schwangeren zu nehmen. Dies gilt auch für Arbeitskollegen, deren Rücksicht und Verständnis in den nächsten Wochen sicher wichtig ist.

Bin ich schwanger? Die erste von vielen Fragen

Du siehst, die Frage „Bin ich schwanger?“ ist nur die erste, die du dir bei einer möglichen Schwangerschaft stellen wirst. Solltest du schwanger sein, wirst du dich in den kommenden Wochen regelmäßig auf die Suche nach Antworten begeben müssen – aber dafür warten ein großes Abenteuer auf dich und deinen Partner.