Chiropraktik in der Schwangerschaft

Chiropraktik in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, … die Liste der körperliche Beschwerden in der Schwangerschaft ist lang und die Liste der möglichen Behandlungen denkbar kurz. Fast alle Medikamente dürfen zum Schutz des Babys in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Selbst natürliche Mittel sind nicht ohne Risiko und längst nicht immer harmlos. Schon alltägliche Kräuter können Blutungen oder Wehen auslösen. Was kann man also tun? Chiropraktik verspricht bei einigen Beschwerden Abhilfe.

Schwangere Frau steht am Bett ihres Kindes
©Twenty20/Vanessa Aline

Der Körper – ein Kartenhaus

Wer schon mal ein Kartenhaus gebaut hat, weiß, wie gut jede Karte platziert sein muss, damit die Balance stimmt. Ähnlich verhält es sich mit dem Körper: Jeder Knochen, jedes Gelenk hat seinen Platz und alle sind auf einander angewiesen und abgestimmt. In der Schwangerschaft wird nun aber der Bandapparat gelockert (besonders am Ende der Schwangerschaft), der Bauch wächst und die werdende Mutter muss diese Last durch ein Hohlkreuz kompensieren. Dies hat Auswirkungen auf andere Gelenke und Muskeln, welche wiederum das Hohlkreuz kompensieren müssen. Schnell kommt es zu Schmerzen und Verspannungen, die den Alltag belasten und nachts nicht schlafen lassen.

Was kann der Chiropraktor tun?

Ein Chiropraktor behandelt die Funktionsstörungen des Bewegungsapparates durch einen leichten Impuls auf Gelenke oder Wirbelsäule. Dabei werden die Flächen der Gelenke von einander gelöst. Die positiven Auswirkungen der Behandlung auf Bänder, Muskeln, Sehnen und Gelenke führt dabei zu einer verbesserten Funktion des Nervensystems und lindert nicht nur Schmerzen, sondern wirkt sich auch auf Organe, Enzyme und Hormone aus.

Je nachdem wie schwerwiegend die Schmerzen sind, wird der Chiropraktor die Anzahl der Behandlungen festsetzen. Zwischen drei und sechs Wochen dauert es meist, bis die Schwangere durch Chiropraktik stabilisiert ist. Danach sind monatliche Behandlungen bis zur Geburt meist anzuraten.

Während der Behandlung werden Blockaden gelöst und das Nervensystem kann wieder Impulse übertragen, die dafür sorgen, dass der Körper einwandfrei funktioniert. Somit besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Morgenübelkeit bessert, Kopfschmerzen verschwinden, der Schlaf erholsamer wird und sich sogar Stress verringert.

Mit speziellen Manövern kann außerdem dem Sodbrennen vorgebeugt werden.

Am Ende der Schwangerschaft kann Chiropraktik zudem mehr Platz im Becken schaffen wenn die Hüfte verdreht ist und somit die u.U. Geburt erleichtern.

Schon zu Beginn der Schwangerschaft lohnt es sich, den Gang zum Chiropraktor zu machen – bevor Beschwerden überhaupt entstehen. Und auch nach der Schwangerschaft kommt Chiropraktik zum Einsatz, wenn der Körper sich zurückbildet, das Baby viel weint oder andere Anpassungsprobleme zeigt.

Wo finde ich einen Chiropraktor?

Unterschieden wird zwischen Chiropraktikern und Chiropraktoren. Das Studium zum Chiropraktor ist in Deutschland nicht möglich und erfolgt daher im Ausland (z.B. in der Schweiz, den USA, Dänemark oder Frankreich). Sie beträgt 4 bis 7 Jahre und endet mit dem „Doctor of Chiropractic„. Die Ausbildung richtet sich nach internationalen Standards und den Richtlinien der WHO.

Einen Chiropraktor in Deiner Nähe findest Du unter:http://www.chiropraktik.de/