Geburtsvorbereitungskurs - den richtigen Kurs finden

Geburtsvorbereitungskurs – Was lernt man da eigentlich?

Es geht auch ohne, aber Vorbereitung hilft! Denn ein Geburtsvorbereitungskurs ist mehr als lehrreicher Unterricht für werdende Mütter. Vielmehr bietet er die Möglichkeit, sich mit anderen Schwangeren über Ängste, Sorgen und Erfahrungen auszutauschen, die jede Frau mit Babybauch begleiten. Gleichzeitig findet sich in der Hebamme eine professionelle Ansprechpartnerin für Schwangerschaftswehwehchen und sonstige Fragen.

Ein Kurs, der auf die Geburt vorbereitet

Nicht nur Erstgebärende profitieren von einem Geburtsvorbereitungskurs. Frauen, die bereits Kinder haben, nutzen die Stunden meist gerne, um Erfahrungen weiterzugeben und sich eine Auszeit für sich und ihren Kugelbauch zu gönnen. Wer welche Art von Geburtsvorbereitung sich anbietet, darüber sollte man sich schon frühzeitig informieren und bis zur 20. SSW anmelden. Der ideale Startpunkt liegt im 6. bis 7. Monat, je nach Kursdauer. In der Regel umfasst ein „normaler“ Geburtsvorbereitungskurs zehn bis 14 Wochenstunden. Angeboten wird er von Kliniken und Hebammenpraxen. Auch speziell geschulte Geburtshelfer, Einrichtungen wie Profamilia oder Krankengymnastinnen bieten manchmal solche Kurse an, doch werden die Teilnahmekosten für die Schwangere von den Krankenkassen meist nur dann übernommen, wenn eine Hebamme den Kurs hält.

Was gibt es da noch zu lernen?

Ein Geburtsvorbereitungskurs sollte alle Fragen rund um die Geburt beantworten:

  • Woran merke ich, dass es jetzt wirklich losgeht?
  • Wann ist der beste Zeitpunkt in die Klinik zu fahren?
  • Wie atme ich richtig und was passiert in den einzelnen Geburtsphasen?
  • Welche Vorteile bieten Geburtshocker und –wanne?
  • Welche Arten der Schmerzmedikation gibt es?
  • Welche Geburtspositionen gibt es und wie kann ich die Wehen fördern?
  • Welche Komplikationen können auftreten?
  • Wann ist ein geplanter Kaiserschnitt sinnvoll?

Wenn die Zeit es zulässt werden auch oft die Bereiche Wochenbett, Stillen und Babypflege behandelt. Auch Schwangerschaftsgymnastik spielt bei der Geburtsvorbereitung eine wichtige Rolle.

Das Ziel des Kurses ist, die werdenden Eltern optimal auf die Wehen und die Geburt vorzubereiten und Ängste zu nehmen. Bestenfalls vermittelt er alle nötigen Fähigkeiten und genügend Selbstvertrauen, um die Geburt für die Frau und ihren Partner zu einem positiven Erlebnis werden zu lassen.

Klinik oder Hebammenpraxis?

Ist man nicht örtlich in den Möglichkeiten begrenzt, sollte man sich gut überlegen, wo man den Kurs besucht. Vielleicht können Bekannte von Erfahrungen berichten und eine Hebamme oder Klinik empfehlen. Wer sich für die Geburt eine Beleghebamme oder eine Geburtshaus ausgesucht hat, wird den Kurs wohl auch jeweils dort besuchen. Die Vorbereitung in der Klinik bietet dagegen die Möglichkeit, den Kreißsaal und die Wochenbettstation zu besichtigen, was aber in der Regel auch ohne Kursteilnahme zu festgelegten Terminen möglich ist. Auch erfährt man beim Klinikbesuch, nach welchen Grundsätzen dort gearbeitet wird, wie der Kreißsaal gestaltet und ausgestattet ist oder ob es eine Geburtswanne gibt.

Paarkurs oder nette Frauenrunde?

Möchte der Partner bei der Geburt dabei sein, ist es sinnvoll einen Paarkurs zu belegen. Denn so lernt der werdende Papa, wie er seine Frau beim Geburtsvorgang optimal unterstützen kann. Viele Frauen genießen es aber, nur unter sich zu sein oder dem Partner ist es nicht möglich bei jeder Stunde dabei zu sein, deshalb beinhalten auch Einzelkurse oft ein oder zwei Paareinheiten. Die Kosten für den Mann werden von den Krankenkassen aber oft nicht übernommen. Dies sollte man einfach im Vorfeld kurz abklären.

Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Neben dem gängigen Geburtsvorbereitungskurs gibt es auch, je nach Wohnort, Angebote wie:

  • Schwangerenschwimmen
  • Gymnastik für Schwangere
  • Säuglingspflegekurse
  • Geschwisterkurse
  • Yoga für Schwangere
  • Akupunktur zur Geburtsvorbereitung
  • Erste Hilfe am Kind

Welchen Kurs man wahrnehmen möchte, muss jede werdende Mutter selbst entscheiden. Doch neben den sozialen Kontakten hilft eine gute Vorbereitung auf jeden Fall Ängste abzubauen und offene Fragen zu beantworten. Und so gestärkt kann man mit froher Erwartung an den Tag der Geburt herangehen, der ja schließlich in positiver Erinnerung bleiben soll.