Geburtsangst - die Angst vor der Geburt des Babys (5)

Hypnose Geburt: Ganz ohne Angst und Schmerzen?

Hypnose wird häufig mit Bewusstlosigkeit oder Willenlosigkeit assoziiert. Doch stattdessen ist Hypnose ein Trancezustand, der nur mit eigener Einwilligung erreicht werden kann. Jeder kennt diesen Zustand der Trance aus eigener Erfahrung: Tagträume, die Phase kurz vor dem Einschlafen oder auch der Zustand des Verliebtseins sind Trancezustände, in denen die Wahrnehmung sich verändert.

Baby liegt schlafend in eine Decke gehüllt
©Unsplash/Carlo Navarro

Immer mehr Hebammen entdecken die alte Tradition der Trance wieder. In wenigen Sitzungen ab der 32. Schwangerschaftswoche kann eine hierin ausgebildete Hebamme oder eine klinische Hypnotiseurin der Frau die Methode der Selbsthypnose vermitteln und ihr somit ein Mittel an die Hand geben, das ihr hilft die Angst und Anspannung bei der Geburt zu überwinden.

Durch die Selbsthypnose kann sich die Frau zuhause auf die Entbindung vorbereiten. Bei der Anwendung während der Geburt, kann Hypnose bewirken, dass sich die Muskeln entspannen, Blutdruck und Herzfrequenz auf ein gutes Maß sinken, weniger Stresshormone ausgeschüttet werden und die Atmung ruhig und gleichmäßig ist. Angst und Schmerzen werden überwunden und das alles ganz frei von Nebenwirkungen und bei voller Erlebnisfähigkeit.

In einer Studie der Diplom-Psychologin Helga Hüsken-Janßen unter Mitwirkung der Universität Tübingen und dem Westfälischen Institut für Hypnose und Hypnotherapie, wurden an acht deutschen Krankenhäusern knapp 200 Frauen mit Hypnose auf die Geburt vorbereitet. Knapp 40 Prozent der hypnotherapeutisch vorbereiteten Frauen gaben vor der Geburt an, keine Geburtsangst zu haben. In der nicht vorbereiteten Kontrollgruppe, konnten das nur 12 Prozent der Frauen von sich behaupten.

Außerdem ergab die Studie, dass die Geburten der durch Hypnose vorbereiteten Mütter im Schnitt 2 Stunden kürzer war und diese Frauen die Geburt als weniger dramatisch empfanden.