Weshalb bringen manche Frauen riesige Babys zur Welt?

Weshalb bringen manche Frauen riesige Babys zur Welt?

Immer mal wieder werden Babys geboren, bei denen man sich fragt: „Wie hat es die Mutter nur geschafft, ihr Kind auf natürlichem Weg zur Welt zu bringen?!“ Bei einem sechs Kilo Wonneproppen drängt sich einem so eine Frage schon einmal auf. Aber wie kommt es überhaupt dazu, dass manche Babys überdurchschnittlich groß auf die Welt kommen?

Makrosomie bei Babys
©OksanaKozak via Bigstock

Als eine Frau in Florida ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt brachte, staunte sie nicht schlecht: Das Kind wog stolze 13,5 Pfund! Wie sie gegenüber ABC-News berichtete, kam es ihr fast so vor, als würde ein Kleinkind aus ihrem Bauch gehoben.

Auch in Australien brachte eine Frau ein knapp sechs Kilo schweres Kind auf die Welt – und im Gegensatz zur Dame aus Florida, gebar die Australierin ihr Kind auf natürliche Weise. Warum werden manche Babys in neun Monaten fast doppelt so groß wie andere?

Die Risiken eines Riesenbabys

Makrosomie nennt sich das Phänomen der beeindruckenden Wonneproppen. Sie ist definiert als ein Geburtsgewicht über 4.350 Gramm. Normalerweise liegt das Gewicht eines Kindes in der 40. Schwangerschaftswoche bei etwa 3.600 Gramm.

Übersteigt der Fötus die magische Grenze von 4.350 Gramm, werden die Ärzte äußerst aufmerksam, denn vaginale Geburten werden damit zunehmend risikoreicher – sowohl für die Mutter, als auch für das Kind.

So können der Geburtskanal der Mutter sowie die Gebärmutter schwer verletzt werden, woraufhin es zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen kann. Auch der Dammriss kann schwerwiegender als bei normalgewichtigen Babys sein.

5 Dinge, die bei Kindern zu Übergewicht führen können

Doch auch das Baby läuft Gefahr, bei der Geburt eine Schulterdystokie zu erleiden. Das bedeutet: Das Baby bleibt mit den Schultern hinter dem Schambein stecken. In dieser Zeit bekommt das Kind keinen Sauerstoff und so müssen Ärzte und Hebammen in diesem Fall schnell handeln, sprich:

  • Du sollst mit dem Pressen aufhören
  • Sie holen Unterstützung wie weitere Hebammen, Geburtshelfer oder einen Kinderarzt
  • Eventuell sollst du eine andere Geburtsposition einnehmen
  • Eine Hebamme oder ein Arzt drückt auch deinen Bauch, um die eingeklemmte Schulter deines Kindes zu befreien

Wie entsteht Makrosomie?

Mögliche Risikofaktoren für makrosome Feten sind laut Studien Mütter, die

Eine frühe Diagnose ist für Ärzte relativ schwierig. Es gibt ein paar Anzeichen, die auf einen übernatürlich großen Fötus hinweisen, wie zum Beispiel der Abstand zwischen Gebärmutter und Schambein oder eine außergewöhnlich große Menge an Fruchtwasser. Doch selbst Ultraschallaufnahmen seien laut Ärzten unzuverlässige Methoden, um das Gewicht des Kindes zu schätzen.