Schwanger - Medizin + Diagnostik

Diagnostik und Medikamente in der Schwangerschaft

Wir geben dir einen kleinen Einblick, welche Diagnostikverfahren und Medikamente in der Schwangerschaft erlaubt sind – der welche du besser meiden solltest.

Der Bauch einer Schwangeren
©Pixabay

Medizin und Diagnostik

„Alles rein pflanzlich!“ – Heilkräuter & Co

Hausmittel, die rein pflanzlich sind (Baldrian, Johanniskraut, …) werden von Schwangeren oft als ungefährlich eingestuft. Jedoch ist nicht jede Pflanze für Schwangere unbedenklich. Sie sollten bei natürlichen Mitteln, Extrakten und Ölen genauso kritisch sein wie bei Medikamenten. Lesen Sie dazu auch unsere Seite „Öle und Kräuter in der Schwangerschaft“ mit einer Liste kritischer Mittel aus der Natur. Zugelassene Heilpraktiker und Hebammen können oft beraten welche Substanzen auch in der Schwangerschaft verwendet werden können.

Schmerzmittel

Man kann natürlich keine Medikamentenstudien mit schwangeren Frauen machen. Daher weiß man eigentlich auch nicht genau, was die Einnahme von Paracetamol, Aspirin, Ibuprofen, etc. beim Kind bewirkt. Fest steht jedoch, dass Ihr Kind diese Medikamente über Ihr Blut aufnimmt.

Eine Studie aus dem Jahr 2014 hat vermutlich einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS beim Kind gefunden, jedoch ist die Beweislage noch etwa vage.

Die für Erwachsene bekannten Nebenwirkungen und Risiken gelten generell auch für das Ungeborene, welches einen viel empfindlicheren und noch unfertigen Organismus hat. Vermeiden Sie Medikamente besonders in der Zeit zwischen der dritten und dreizehnten Schwangerschaftswoche: In dieser Zeit werden die Organe des Kindes gebildet. Lies dazu auch „kritische Phasen der Organentwicklung

Wenn Sie regelmäßig auf die Einnahme von Medikamenten (Insulin, Hormone, …) angewiesen sind, sollten Sie diese nicht einfach absetzen. Besprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen ob und in welcher Dosierung Sie Ihre Medizin weiternehmen sollen. Manchmal ist es sinnvoll auf ein anderes Präparat umzusteigen.

Röntgen

Hier ist die Angst von Schwangeren besonders groß. Inzwischen ist die Strahlendosis bei modernen Röntgengeräten sehr gering. Sollte eine Aufnahme also unumgänglich sein, können Sie bei modernen Geräten und mit einer Bleischürze die Strahlung gering halten. Im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten Röntgenaufnahmen möglichst vermieden werden.