Schwanger sein in anderen Ländern

„Schwanger sein“ in anderen Ländern

Andere Länder, andere Sitten – so ist „schwanger sein“ in anderen Kulturen.

Schwangere Frau steht am Bett ihres Kindes
©Twenty20/Vanessa Aline

Guatemala:

Schwangerschafts-Tabus:

Die Schwangeren – insbesondere die Maya – bleiben die gesamte Schwangerschaft über zuhause. Der Grund: Sie fürchten sich vor Krankheiten, bösen Geistern und bösen Einflüssen wie z.B. vor der Missgunst anderer Personen.

Geburt:

Eine in Bier gekochte rote Zwiebel – das Rezept für den Sud, der von der Entbindenden getrunken wird und angeblich die Geburt beschleunigt.

Wochenbett:

Verwandte und enge Freunde übernehmen für die Dauer von 40 Tagen alle Haushaltsaufgaben, so dass Mutter und Kind sich näher kommen und die Wunden der Mutter heilen können.

Griechenland:

Geburtsgeschenke:

Nach der Geburt werden dem Kind von der Familie Geschenke gebracht. Darunter auch Silbermünzen und spezielle Steine, die das Kind vor dem „bösen Blick“ schützen sollen.

Erst nach 40 Tagen haben früher griechische Mütter das Haus verlassen, um sich vor dem „Bösen Auge“ zu schützen – bis dahin durften auch nur Verwandte ins Haus.

Namensgebung:

Bei der traditionellen Namensgebung stammt der erste Vorname von einem der Großväter und der zweite Vorname von einem Elternteil des Babys.

Kambodscha:

Die Plazenta wird nach der Geburt in ein Bananenblatt gewickelt und drei Tage neben das Neugeborene gelegt. Dann wird sie vergraben.

Neu Guinea:

Schwangerschafts-Tabus:

Hier gibt es statt eines „Tabus“ ein „Muss“, denn der Stamm der Hua glaubt, dass regelmäßiger Sex die Gesundheit des Ungeborenen fördert. Somit ist häufiger Geschlechtsverkehr fester Bestandteil der Schwangerschaft.

Japan:

Namensgebung:

Sieben Tage nach der Geburt findet eine Zeremonie der Namensgebung statt. Nur die engsten Familienangehörigen sind anwesend.

Wochenbett und  Geburtsgeschenk:

Die Nabelschnur wird zunächst gesäubert und dann zur Erinnerung in ein spezielles Aufbewahrungs-Kästchen gelegt. Dies soll auch für eine lebenslange gute Beziehung zwischen Mutter und Kind sorgen.

Mutter und Baby haben einen Monat, um sich kennen zu lernen und bevor auch entferntere Verwandte und Freunde zu Besuch kommen und Geschenke bringen dürfen.

Korea:

Geburt:

Koreanische Frauen folgen meist der Tradition und entbinden ohne Schmerzmittel und ohne zu schreien. Auch ist es koreanischen Väter nicht erlaubt, der Geburt beizuwohnen. Statt dessen steht die Schwiegermutter der Schwangeren während der gesamten Geburt zur Seite.