Schwangerschaft nach Fehlgeburt -2-

Schwangerschaft nach Fehlgeburt – das kann dir helfen

Ich bin schwanger aber ich denke immer daran, was beim letzten Mal passiert ist. Wie kann ich mich beruhigen?

©Pexels/Kristin Vogt

Versuchen Sie, sich klar zu machen, dass diese Schwangerschaft und auch diese Erfahrung eine andere ist. Es ist wichtig, daran zu denken, was alle hätte sein können, jedoch ebenso wichtig ist es, an das kommende Baby zu denken. Viele Frauen finden kein Vertrauen in die neue Schwangerschaft doch wenn die Schwangerschaftswoche des vergangenen Verlustes verstrichen ist, beginnen Sie glückliche Gefühle zu entwickeln. Mit jedem Meilenstein wie z.B. das Hören des Herzschlags oder Fühlen der Kindsbewegungen werden Sie daran erinnert, dass dieses Mal die Schwangerschaft positiv verläuft.

Hier sind ein paar Tipps, die Ihnen vielleicht helfen, mit der Situation zurecht zu kommen:

Betrachten Sie immer nur einen Tag. Leicht gesagt aber es funktioniert wirklich. Wenn Sie ängstlich in die Zukunft blicken sagen Sie HALT und denken Sie nur an heute.

Finden Sie heraus, was passiert ist. Lassen Sie sich den Grund für die Fehlgeburt nennen (sofern es sich medizinisch nachvollziehen lässt) und lesen Sie darüber so viel wie möglich, so dass Sie das Geschehene verstehen können. Dies gibt Ihnen das Gefühl, mehr Kontrolle über Ihre aktuelle Situation zu haben. Leider lassen sich die meisten Fehlgeburten nicht erklären aber die guten Nachricht ist, dass bei ein oder zwei vorangegangene Fehlgeburten die Wahrscheinlichkeit ein Kind zu haben steigt. Eine beträchtliche Mehrheit der Frauen, die eine Fehlgeburt hatten, erleben später ganz normale, gesunde Schwangerschaften.

Machen Sie Entspannungsübungen. Viele Experten meinen außerdem, dass der „Bindungs-Prozess“ durch Gespräche mit dem Baby gefestigt wird.

Teilen Sie Ihre Ängste mit Ihrem Partner. Denken Sie nicht, Sie müssten allein durch diese schwierige Zeit  gehen. Ihr Partner hat ebenfalls den Verlust erlebt, Sie sollten sich nun gegenseitig helfen und Mut machen.

Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme. Regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen können Ihnen die Sicherheit geben, dass Ihr Baby sich gut entwickelt. Fragen Sie, ob es möglich ist, zwischen den normalen Terminen zu kommen und den Herztönen des Kindes zu lauschen, damit Sie sich besser fühlen. Inzwischen gibt es im Handel sogar Geräte, mit denen Sie selbst zu Hause die Herztöne des Kindes hören können!

Suchen Sie Unterstützung. Tauschen Sie sich mit andere Frauen/Mütter, die Ähnliches erlebt haben, in Foren aus. Vielleicht fällt es Ihnen am Anfang noch schwer, mit Fremden über solch persönlichen Dinge zu reden, doch es hilft oft, die eigenen Gefühle zuzulassen und zu verstehen.

Fragen Sie außerdem Ihren Arzt oder Ihre Hebamme nach Kontaktadressen für Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe.