Schwangerschaftsrisiko durch Vitamin-D Mangel

Schwangerschaftsvergiftung durch Vitamin D Mangel

Forscher an der University of Pittsburgh haben einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D Mangel in den ersten 26 Schwangerschaftswochen und Präeklampsie (auch als Schwangerschaftsvergiftung bekannt) festgestellt. Präeklampsie ist eine lebensbedrohliche Schwangerschaftskomplikation, von der laut der „Preeclampsia Foundation“ etwa 5% bis 8% der Schwangeren nach der 20. Woche oder kurz nach der Geburt betroffen sind.

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Was ist eine Präeklampsie?

Präeklampsie tritt meist erst nach der 20. Schwangerschaftswoche auf und macht sich durch Bluthochdruck und vermehrtes Eiweiß im Urin bemerkbar. Kopfschmerzen, starke Wassereinlagerungen an Händen, Füßen und Gesicht, sowie Sehstörungen und Schmerzen unterhalb der Rippen gehören zu den weiteren Symptomen. Die genauen Ursachen der Präeklampsie sind bisher unklar und man geht bislang von einer Überlastung des mütterlichen Körpers durch die Schwangerschaft aus.

Einzeln genommen sind die genannten Symptome meist harmlose Schwangerschaftsbeschwerden, treten jedoch mehrere davon auf, sollte ein Arzt möglichst zeitnah aufgesucht und eine Abklärung der Symptome durchgeführt werden.

Vitamin D in der Schwangerschaft

Vitamin D ist für die Regulation und Aufnahme von Kalzium und Phosphor wichtig. Es wird überwiegend durch Sonnenlicht und Nahrungsmittel wie z.B. Fischöl und Eier aufgenommen. In der Schwangerschaft kommt es jedoch häufig zu Vitamin-D Mangel. Frühere Untersuchungen ließen die Vermutung zu, dass ein solcher Mangel zu Schwangerschaftsdiabetes, einem erhöhten Infektionsrisiko, Kaiserschnitt und geringem Geburtsgewicht führen kann.

Die aktuelle Studie

Um einen Zusammenhang zwischen Präeklampsie und Vitamin-D Mangel herzustellen, wurden 700 Blutproben von Schwangeren, die später an einer Präeklampsie erkrankten, untersucht. Dem gegenüber standen die Blutproben von 3000 Frauen, die nicht daran erkrankten.

Ein wenig überraschend ist, dass alle Blutproben aus den Jahren 1959 bis 1965 stammen, jedoch weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass alle Proben hervorragend konserviert waren und auch nach all den Jahren problemlos der Vitamin-D Gehalt ermitteln konnte.

40% höheres Risiko

Die Analyse der Blutproben ergab, dass Frauen, die in den ersten 26 Schwangerschaftswochen einen unzureichende Vitamin-D Versorgung hatten, im Vergleich zu Frauen mit ausreichender Vitamin-D Versorgung ein 40% höheres Risiko hatten, an einer schweren Präeklampsie zu erkranken.

Es wurde jedoch kein Zusammenhang zwischen einer milden Präeklampsie und Vitamin-D Mangel festgestellt. Dr. Lisa Bodner von der University of Pittsburgh ist Hauptautorin der am 28.01.2014 veröffentlichten Studie und empfiehlt, dass, sofern sich diese Ergebnisse auch bei frischen Blutproben bestätigen,  weiter in diese Richtung geforscht werden müsse. „Bis dahin,“ fügt sie hinzu,“ sollten Frauen als Konsequenz aus dieser Studie von sich aus Vitamin-D Präparate zu sich nehmen.“

Vitamin-D und stärkere Muskelkraft beim Kind

Eine weitere Studie von Anfang Januar 2014 sagt zudem aus, dass ein Zusammenhang zwischen einer höheren Vitamin-D Versorgung bei Schwangeren und einer höheren Muskelstärke ihrer Kinder festgestellt wurde.

Quelle: http://www.medicalnewstoday.com/articles/271768.

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