Schwangerschaftswoche 1 bis 4

Schwangerschaftswoche 1 bis 4

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Schwangere Frau steht am Bett ihres Kindes
©Twenty20/Vanessa Aline

Schwangerschaftswoche 1

Zur Berechnung der Schwangerschaftsdauer wird der erste Tag der letzten Menstruation verwendet. Dieser Tag ist also im Falle einer Schwangerschaft der offizielle Beginn der 40 Wochen und dient der Berechnung des Entwicklungsstandes und Alters Ihres Ungeborenen. Das eigentlich unspektakuläre Ereignis Ihrer Menstruation gilt also als Schwangerschaftsbeginn, obwohl Sie noch gar nicht schwanger sind. Am Ende des ersten Monats ist der Embryo etwa 3 mm lang. Das Herz hat angefangen zu schlagen.

Schwangerschaftswoche 2
In Ihren Eierstöcken reifen Eizellen heran, welche die Hälfte der Gene liefern, die zur Bildung eines neuen Menschen benötigt werden. Wenn Sie nun eine Schwangerschaft planen, ist es hilfreich den Zeitpunkt des Eisprungs zu ermitteln. Die fruchtbaren Tage sind zwei Tage bevor und der Tag an dem der Eisprung stattfindet.

Haben Sie zu diesem Zeitpunkt Geschlechtsverkehr, werden etwa 350 Millionen Spermien auf Ihre Eizelle losgelassen. Doch davon schaffen es nur etwa 1 Prozent bis zu den Eileitern, wo die Eizelle bereit ist. Der Weg der Spermien zur Eizelle dauert etwa 10 Stunden. Während die Spermien zwei bis fünf Tage im Körper der Frau am Leben bleiben können, ist die Eizelle nur für einen Zeitraum von 12 bis 24 Stunden lebensfähig. Es kommt also auf das richtige Timing an, damit das Zeitfenster der Empfängnis ausgenutzt werden kann. So ist es auch nicht verwunderlich, dass selbst die gesündesten Paare nur eine Chance von 15 – 20 % für eine Empfängnis haben.

Schwangerschaftswoche 3

Ihre Bemühungen, ein Baby zu zeugen haben Sie nun vielleicht beendet aber wenn Sie erfolgreich waren, fängt nun eine Reihe von Aktivitäten in Ihrem Körper an. Von den Spermien haben nur 250 den Weg zur Eizelle geschafft. Wenn ein Spermium die Hülle der Eizelle durchstößt (dieser Vorgang dauert etwa 20 min.), ist das Ei befruchtet und das Abenteuer beginnt:

In den folgenden 11 Stunden verschmilzt der Zellkern des Spermiums mit dem der Eizelle. Bei dieser Verschmelzung werden die vererbten Eigenschaften des Kindes festgelegt. Das Ei wird eine Zygote und der erste Schritt zum Kind ist vollbracht.

Die Zygote wandert nun durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter und aus der einzelnen Zelle werden auf diesem Weg durch Teilung zwei Zellen, dann vier, dann acht. Die Teilung findet etwa alle 12 Stunden statt.

Ungefähr vier Tage nach der Befruchtung sind bereits etwa sechzehn Zellen entstanden und kommen in der Gebärmutter an. Ein Hormonmix aus Östrogen und Progesteron hat dort das Wachstum einer nahrhaften, gut durchbluteten Schleimhaut bewirkt, in der sich der Embryo später gut einnisten kann.

Schwangschaftwoche 4

Seit der Befruchtung hat das Ei schon viele Veränderungen durchlebt doch in dieser Woche verändert es sich weiter: Eine Aushöhlung formt sich im Zentrum und zwei Arten von Zellen bilden sich: eine bildet den Embryo, die andere die Plazenta. Nun sammelt sich das Fruchtwasser und der Dottersack entsteht, welcher den „Blastozyt“ zunächst nährt.

Ungefähr sechs oder sieben Tage nach der Befruchtung schlüpft der Blastozyt aus seiner Membran, so dass er sich besser mit dem Uterus verbinden kann. Der ideale Ort zur Einnistung befindet sich an der Hinterwand der Gebärmutter, etwa beim Rückrat. Jetzt kann man von einem Embryo sprechen und Mutter und Kind werden mit einander verbunden. Von nun an teilen Sie Hormone und andere lebensnotwendige Flüssigkeiten mit dem Baby.

Weil nun auch Hormone des Embryos in Ihren Blutstrom gelangen, kann eine Schwangerschaft jetzt bereits durch einen Bluttest festgestellt werden – und das obwohl es noch 7 Tage sind, bis Ihre Menstruation ausbleibt.

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