Schwangerschaftszubehör: Umstandsmode, Bauchbänder und Co.

Schwangerschaftszubehör: Was brauchst du und was nicht?

Zu Beginn der Schwangerschaft stehen gerade Erstschwangere dem riesigen Angebot an Schwangerschaftszubehör oft etwas hilflos gegenüber. Allzu schnell verliert man den Überblick bei Umstandsmode, Pflegeölen, Stützgürteln und Bauchbändern. Ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu stellen, möchten wir hier einen groben Überblick darüber geben, was wirklich sinnvoll ist und was Sie sich getrost sparen können.

©Debb Alba via Twenty20

Umstandskleidung

Umstandsmode ist kein Muss, aber sinnvoll. Zu Anfang der Schwangerschaft lässt sich das wachsende Bäuchlein noch in etwas weiter geschnittene Kleidung oder den Hemden des Partners verpacken. Doch gegen Ende der neun Monate wird das meist schwierig. Je nach Figur und Gewichtszunahme wird es dann nicht nur am Bauch eng, sondern auch an Oberweite und Hüfte.

Wie viel Gewicht nehme ich in der Schwangerschaft zu?

Gute Umstandskleidung sorgt nicht nur dafür, dass Sie sich bequem kleiden können, sondern sich auch wohl fühlen in Ihrer Haut. Gerade wenn man in der Schwangerschaft schließlich aus der gewohnten Form gerät, kann das verunsichern und dann hilft es, auch in der Schwangerschaft seinen eigenen Kleidungsstil weitgehend umsetzen zu können und sich gern im Spiegel anzusehen. Möchte man dabei nicht so viel ausgeben, kann man auf gebrauchte Schwangerschaftsmode zurückgreifen oder auch normale Kleidung in größeren Größen tragen.
Bei Oberteilen ist es wichtig, dass sie lang genug geschnitten sind, Hosen sollten einen weichen, flexiblen Bund haben. Möchte man nach der Geburt stillen, sollte man auch gleich auf deren Stillfreundlichkeit achten denn die alte Figur hat man auch nach der Entbindung meist erst nach Monaten zurück.

Eine gute Lösung sind auch Kleider. Im Sommer sind sie luftig und der Bauch wird nicht eingeschnürt, im Winter können sie mit langärmligen T-Shirts und Leggins bzw. Strumpfhose weiter getragen werden (oder auch anders herum).

Unterwäsche

Auch Unterwäsche für werdende Mamas gibt es zu kaufen. Für die wachsende Oberweite werden die alten BH´s schon bald ausgedient haben, bei manchen Frauen ist dies bereits zu Beginn der Schwangerschaft, bei anderen erst nach der Geburt der Fall. Statt normale größere BH´s zu kaufen, lohnt es sich, gleich Still-BH´s zu wählen (sofern Sie vorhaben zu stillen). Diese sind praktisch zu öffnen und erleichtern das spätere Stillen, ohne dass dabei Milchkanäle abgedrückt werden.

Umstandsunterhosen können Sie sich getrost sparen. Greifen Sie lieber auf günstigere Modelle in einer größeren Ausführung zurück, achten Sie aber auf einen breiten weichen Bund, damit es nirgends am Kugelbauch kneift. Auch sollten Unterhosen aus Baumwolle bestehen, da es in der Schwangerschaft leicht zu Pilzinfektionen kommen kann, die durch Synthetikwäsche noch gefördert werden würden.

Sportkleidung

Schwimmen ist sehr gesund in der Schwangerschaft, auch hierfür gibt es die passende Kleidung. Wer möchte, kann dabei einen normalen Bikini tragen, sodass das wachsende Bäuchlein nicht im Weg ist. Viele Frauen mit Babybauch fühlen sich jedoch in Einteilern wohler, für diese gibt es Umstands-Badeanzüge. Hat man vor häufiger Schwimmen zu gehen, lohnt sich die Anschaffung von solch einem Schwangerschafts-Badeanzug durchaus, auch bei gebrauchter Schwangerschaftsmode auf Basaren oder Online-Auktionen sind meist welche zu finden.

Wer auch in der Schwangerschaft noch Sport treiben möchte, findet in Yoga-Kleidung meist eine angenehme, flexible Kleidung, die sich auch gut für den Geburtsvorbereitungskurs eignet.

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Bauchbänder

Ein beliebtes Accessoire für Schwangere sind Bauchbänder. Diese gibt es in allen erdenklichen Farben zu kaufen, teils mit niedlichen Bildern und witzigen Sprüchen versehen. Will man den Bauch stolz präsentieren und individuell in Szene setzen, sind die Bauchbänder ein echter Blickfang. Sie bieten aber auch den Vorteil, dass man dadurch normale Oberteile schwangerschaftstauglich machen kann, indem man sie über ein normales T-Shirt zieht.

Hosen-Kit

Mit den Hosen-Kits lassen sich Ihre normalen Hosen und Röcke mit Knopfverschluss in Schwangerschaftsmode „umbauen“. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Stofffarben, sie sind elastisch und wachsen dadurch lange mit. Super für alle, die nicht so viele Umstandshosen kaufen möchten oder können, da man damit die gewohnte Kleidung weiter tragen kann.

Stützgürtel/Bauchstütze

Mit wachsendem Bauchumfang steigt auch das Gewicht, dass Schwangere vor sich her tragen müssen. Nicht selten kommt es dadurch zu einer falschen Körperhaltung und Rückenschmerzen. Abhilfe können Stützgürtel schaffen, die unter der Kleidung rund um den Bauch „geschnallt“ werden und die Kugel sanft anheben. Besonders bei Symphysenschmerzen tut ein solcher Gurt gut, da er den Druck vom Schambein nehmen kann. Bei einer richtigen Beckenringlockerung kann der Arzt einen speziellen Symphysengürtel gegen die Beschwerden verschreiben.

Autogurt für die Schwangerschaft

Auch für Schwangere gilt die Anschnallpflicht. Sie sollten auf keinen Fall wegen den Sicherheitsgurt weglassen! Die erhältlichen Autogurte für werdende Mütter lenken den normalen Sicherheitsgurt um den Bauch herum, sodass im Falle eines Unfalls oder einer Vollbremsung das Ungeborene geschützt wird. Doch zwingend erforderlich ist dieses System nicht, es geht auch ohne. Frauen in anderen Umständen sollten nur darauf achten, dass sie den Autogurt möglichst tief unter dem Bauch entlang führen und dieser nicht auf dem Babybauch positioniert ist. Mit einem kleinen untergelegten Sitzkissen kann man die optimale Gurtführung noch unterstützen.

Schuhe

Nein, es gibt keine „Schwangerschaftsschuhe“ aber das Risiko von Krampfadern und Besenreisern steigt in der Schwangerschaft, ebenso das Risiko für eine Thrombose. Schon aus diesen Gründen sollten schwangere Frauen ab einer gewissen Gewichtszunahme von Pumps auf flachere Schuhe umsteigen.

Auch kann es – bedingt durch Wassereinlagerungen oder ernährungsbedingter Gewichtszunahme – dazu kommen das die Schuhe nicht mehr passen und ein größeres Paar angeschafft werden muss. Nicht selten steigt übrigens mit der Kinderzahl auch die Schuhgröße auf Dauer.

Literatur für Schwangerschaftsfragen

Der Markt ist voll mit Ratgeber-Literatur für Schwangere. Gerade Erstschwangere sehen sich während der neun Monate mit vielen Fragen und Unsicherheiten konfrontiert. Ein guter Ratgeber kann da schon Vieles beantworten, hilfreiche Tipps geben und die Zeit bis zur Geburt verkürzen. Doch man muss nicht alles kaufen, was es gibt. In der Praxis von Frauenarzt oder Hebamme, beim Gesundheitsamt oder bei Einrichtungen wie zum Beispiel ProFamilia sind zahlreiche Broschüren erhältlich, die kostenlos fast alle Fragen abdecken.

Ein netter Zeitvertreib für Schwangere sind spezielle Schwangerschaftskalender und Tagebücher, die Sie durch die neun Monate begleiten.

Pflege-Öle

Regelmäßiges Eincremen von Bauch, Hüfte, Busen und Po wird empfohlen, um das Bindegewebe zu kräftigen, die Haut vor dem Austrocknen zu schützen und Dehnungsstreifen vorzubeugen. Eine Garantie, dass Sie dadurch keine Streifen zurückbehalten, sind die Öle aber nicht. Es muss aber keine spezielle Lotion für Schwangere sein, normale Creme oder Öl tut es auch, denn das eigentliche Eincremen und Massieren ist wichtig.

Für die Massage der Dammregion empfehlen sich Naturöle oder spezielle Dammmassage-Öle. Ab der 34. Schwangerschaftswoche raten Hebammen, damit regelmäßig den Damm dehnbar und weicher zu machen, um Verletzungen unter der Geburt vorzubeugen.

Seitenschläferkissen/Schwangerschaftskissen

Durch den wachsenden Bauch sind die möglichen Schlafpositionen deutlich eingeschränkt, gegen Ende der Schwangerschaft ist meist nur noch die Seitenlage möglich. Angepriesen werden die sogenannten Schwangerschafts- oder auch Seitenschläferkissen, die mehr Schlafkomfort versprechen. Alternativ kann man sich aber auch ein Stillkissen zulegen, dass auch später beim Stillen noch gute Dienste leistet.

Nachhaltige Erinnerungen schaffen

Eine tolle Erinnerung an die 40 Wochen bekommen Sie mit professionellen Schwangerschaftsfotos, einem Abdruck des Bäuchleins oder mit Bildern von einer kreativen Bauchbemalung.
Einen Gipsabdruck können Sie entweder machen lassen oder mit den erhältlichen Bauchabdruck-Sets selbst fabrizieren, wenn Ihnen jemand dabei hilft.

Den einfallsreichen Bemalungen des Babybauches sind keine Grenzen gesetzt, gestalten Sie Ihn doch zum Beispiel liebevoll mit einem süßen Bild und dem Namen des Ungeborenen oder lassen Sie sich von jemand anderem eine Wassermelone oder ein Überraschungs-Ei auf die Kugel zaubern. Der Spaßfaktor ist dabei inklusive, vor allem wenn das Geschwisterchen auch seine persönliche Note hinterlassen darf. Auf keinen Fall die Erinnerungsfotos von der Malstunde und dem fertigen Kunstwerk vergessen! Normale Wasserfarben tun es übrigens auch, wichtig ist nur, den Bauch vorher gut einzucremen.