Stillberaterin: Bei diesen Stillproblemen kann sie Müttern helfen

Wieso braucht man eine Stillberaterin?

Bei Stillproblemen kann eine Stillberaterin helfen. Doch was passiert bei einer Stillberatung genau – und was kostet sie?

Bei welchen Probeme kann mir eine Stillberaterin wirklich helfen?
Bei welchen Probeme kann mir eine Stillberaterin wirklich helfen? ©Hilllander via Bigstock

Stillen ist gut für Mutter und Kind, denn es hat im Grunde nur Vorteile. Aber leider hat Stillen auch einen großen Nachteil: Es ist nicht immer einfach. Egal, ob Brustentzündung, Milchstau oder zu wenig Milch – beim Stillen gibt es einen großen Haufen Probleme, bei denen viele Mütter nicht wissen, wie sie diese lösen sollen. Bevor die Stillbeziehung von Mutter und Kind aber deswegen in die Brüche geht, gibt es Hilfe: die Stillberaterin.

Eine Stillberaterin – was tut sie?

Als meine Tochter drei Monate alt war, hatte ich keine Lust mehr auf das Stillhütchen, das ich schon im Kreißsaal von den Hebammen aufgedrängt bekommen hatte. Und ich hatte das Gefühl, dass Stillen einfacher sein müsse, als es das bei uns war. Deswegen ging ich zu einer Stillberaterin. Man macht ganz einfach einen Termin aus, dieser ist erst einmal völlig unverbindlich. Ist man dann bei der Stillberaterin, nimmt sich diese sehr viel Zeit, um mit der Mutter das Problem zu besprechen. Hemmungen oder Scham braucht dabei keiner zu haben, denn die Stillberaterin ist ähnlich wie ein Arzt: Sie geht verständnisvoll und professionell vor. Um zu sehen, woher die Probleme beim Stillen kommen, wird sie zuerst ein längeres Gespräch mit der Mutter führen und einige Fragen stellen: Wie verlief das Stillen bisher? Wie ernährt sich die Mutter? Wie ist ihr Leben zu Hause mit Kind und Familie? Danach sieht sich die Stillberaterin auch die Brüste an, um zum Beispiel beurteilen zu können, ob mit den Brustwarzen alles in Ordnung ist.

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Stillsprechstunden bei der Stillberaterin

Individuelle Beratung bei Stillproblemen kann unglaublich hilfreich sein. So können Mütter entweder zu einem persönlichen Einzelgespräch gehen oder sich mit einer telefonischen Stillsprechstunde helfen lassen. Stillberaterinnen helfen Müttern vor allem bei folgenden Problemen:

  • bei wunden Brustwarzen, Milchstau, Brustentzündung, Stillstreik, schweren Krankheiten
  • bei Babys mit einer Spaltfehlbildung
  • wenn das Baby nicht ausreichend Gewicht zunimmt
  • wenn es notwendig ist, die Milchbildung zu steigern
  • beim Einsatz des Brusternährungssets
  • bei Stillen von Adoptivkindern
  • bei einer Umgewöhnung von der Flasche zur Brust (nach einer Stillpause oder bei einem Baby, das nie gestillt wurde)
  • bei einer eingeschränkten Zungenbeweglichkeit (zu kurzes anteriores oder posteriores Zungenband)
  • bei einer Gedeihstörung

Für die Stillberaterin steht die Mutter-Kind-Beziehung im Vordergrund, sie wird also auf jeden Fall versuchen dir bei all deinen Problemen zu helfen. Die Kosten einer Stillberatung übernimmt übrigens sehr oft die Krankenkasse. Dafür einfach bei deiner Krankenkasse anrufen und nachfragen. Manchmal sollst du eine Bescheinigung deines Arztes mitbringen – das ist aber eigentlich nie ein Problem.