Erstausstattung [11] - Stillzubehör

Stillzubehör: Stillkissen, Milchpumpe und mehr

Was benötigt man eigentlich wirklich an Stillzubehör? Wir gehen der Frage auf den Grund.

Baby liegt eingewickelt auf einer Decke
©Unsplash/Tim Bish

Stillkissen + Stillbuch

Ein Stillkissen ermöglicht eine entspannte Haltung beim Stillen. Die Schultern entspannen sich, weil sie nicht das Gewicht des Kindes tragen müssen, dadurch wird der Milchfluss verbessert und Verspannungen im Nackenbereich der Mutter vorgebeugt. Außerdem eigenen sich Stillkissen schon in der Schwangerschaft hervorragend beim Sitzen als Stütze im Rücken und beim Schlafen zum Lagern der Beine bzw. Stabilisieren der Seitenlage. Das Baby kann später im zusammengeklappten Stillkissen schlafen und so gegen Wegrollen gesichert werden.

Bei Stillkissen gibt es verschiedene Größen. Ein großes Kissen bietet viele Möglichkeiten ist jedoch auch sperrig und evtl. sehr warm am Körper. Ein kleineres Kissen ist handlicher, evtl. aber nicht so bequem und vielseitig.

Achten Sie beim Kauf auf die Füllung: Es gibt Kissen die mit Dinkel oder anderen Naturstoffen gefüllt sind. Das muss nicht immer bedeuten, dass sie besser sind als solche mit Kunststoffkügelchen denn auch natürliche Stoffe können mit Pestiziden und Schadstoffen belastet sein.Egal womit auch immer Ihr Kissen gefüllt sein soll, vergewissern Sie sich, dass es auf Schadstoffe geprüft ist (Ihr Kind liegt direkt auf dem Kissen und atmet dort ein), sich leicht reinigen lässt (Bezug) und evtl. nachgefüllt werden kann, wenn die Füllung durch die Benutzung verdichtet ist.

Ein Stillbuch gibt immer dann Rat, wenn sich Situationen verändern, das Kind nicht richtig trinken mag, die Brust entzündet ist usw. Wie stillt man z.B. ein Kind, das Schnupfen hat nicht durch die Nase atmen kann? Was hilft gegen wunde Brustwarzen? usw. Diese Fragen treten bevorzugt am Wochenende oder nachts auf – da ist es gut, wenn man einen Ratgeber zur Hand nehmen kann. Der Klassiker unter den Stillbüchern ist „Das Stillbuch“ von Hannah Lothrop.

Milchpumpe

Die meisten Apotheken verleihen elektrische Milchpumpen. Leider sind die Modelle oft veraltet. Neuere Geräte sind den aktuellen Erkenntnissen über Stillen, Milchproduktion usw. angepasst und meist auch schonender für die Brustwarzen – manchmal verleihen Stillberaterinnen gute Geräte.

Manuelle Handpumpen sind in Apotheken und oftmals bei Hebammen und Stillberaterinnen zu auszuleihen. Bewährt haben sich die Pumpen von Medela und Avent. Man kann die Milch auch ohne Pumpe einfach mit der Hand ausstreichen. Dies dauert evtl. etwas länger und muss mit entsprechenden hygienischen Vorkehrungen einhergehen, ist aber mit etwas Übung ebenso effektiv.

„Notfallzubehör“

Kaum zu Hause, können schon die ersten Probleme auftreten. Am Besten rufen Sie dann die Hebamme an, die bei Ihnen die Nachsorge durchführt oder in Ihrer Entbindungsklinik. Ist diese nicht zu erreichen oder die Tageszeit sehr ungünstig, sollten Sie einen Ratgebern über Kinderpflege und Kinderkrankheiten zu Rate ziehen können. Schaffen Sie sich ein solches Buch rechtzeitig an, außerdem sollten Sie ein digitales Fieberthermometer, sowie „Windsalbe“ & Fencheltee und ein kleines Dinkelwärmekissen (beides gegen Baby-Bauchweh) im Haus haben.