15. Schwangerschaftswoche (15. SSW)

15. Schwangerschaftswoche bauch 
Erste Übungswehen und sogar ein wenig Milchproduktion - nein, "es" geht noch nicht los, aber manche Frauen bekommen dies schon früh. Da fällt es einem noch leichter, sich schon mal nach Hebammen, Vorbereitungskursen und Klinken bzw. Geburtshäusern umzusehen.

Zu Beginn der 15. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch:
26 Wochen bzw. 182 Tage
man spricht von SSW 14 +0 

 

 

 

Dein Körper in der 15. SSW

Dein Bauch

Bild: shutterstock.com

Einen hübschen kleinen Bauch hast Du nun wahrscheinlich schon. Der Fundus Stand ist nun ca. 8 cm unter dem Bauchnabel zu ertasten.

Zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft spüren einige Frauen bereits sogenannte "Braxton-Hicks-Kontraktionen". Dabei handelt es sich um eine Art "Übungswehen". Frauen beschreiben sie als "schmerzloses hart oder fest werden des Bauches". Diese Kontraktionen bewirken ein Strecken und Dehnen der Gebärmutter, so dass diese sich dem größer werdenden Baby anpasst. Zugleich trainieren diese Verhärtungen die Gebärmutter für die Geburt. Besonders nach körperlichen Aktivitäten und nach Geschlechtsverkehr sind solche Kontraktionen vermehrt zu spüren, aber sie sollten sich verringern, wenn Du ein Glas Wasser trinkst, Dich ausruhst oder zumindest Deine Sitzposition oder Lage veränderst. Stärkere Kontraktionen, verbunden mit Schmerzen, sollten durch einen Arzt abgeklärt werden. 

Schwangerschaftsbeschwerden

Bei manchen Schwangeren beginnen die Brüste schon früh mit der Milchproduktion. Keine Sorge, Du musst noch keinen Abnehmer dafür finden, es sind nur geringe Mengen wässriger Flüssigkeit, die vielleicht gelegentlich an den Brustwarzen austreten. Wenn Du sicher sein möchtest, dass nichts durch Deine Kleidung dringt, lege "Stilleinlagen" (Drogeriemarkt) in Deinen BH.

 

Wie sich Dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist Dein Baby jetzt?

shutterstock

Babys Wachstum überschreitet die 10 cm Marke! Vor 10 Wochen (in der 5. SSW) war es gerade etwas mehr als 1 cm groß! Es wiegt ungefähr 50 g und damit so viel wie eine halbe Tafel Schokolade.

 

Was in dieser Woche wächst und sich entwickelt

Dein Baby trinkt Fruchtwasser, welches den Geschmack von Deiner Nahrung annehmen kann - vielleicht kein guter Zeitpunkt für Spargel oder Rosenkohl?

  

Bild: shutterstock.com 

Seine Gesichtsmuskeln haben sich gebildet und es trainiert sie mit Grimassen.

Aus Deinem Blut kann es in seinem Körper jetzt Aminosäuren herstellen, die beim Aufbau von Muskeln und Organen nötig sind.

Die Bauchspeicheldrüse produziert das Hormon Insulin, welches Zucker zu Energie umwandelt.

 

Alle Organe beginnen allmählich zu arbeiten und die Struktur seines Gehirns befindet sich jetzt am vorgesehenen Platz.

 

Was kannst Du tun?

Ungefähr in dieser und bis zur 18. SSW produziert Dein Baby AFP (Alpha Fetoprotein) in seiner Leber. Das AFP gelangt in Dein Blut und kann zur Untersuchung auf ein mögliches Down-Syndrom verwendet werden. Wenn Du eine solche Untersuchung durchführen lassen möchtest, muss Du bzw. dein Frauenarzt den richtigen Zeitpunkt dafür wählen. Das Ergebnis liefert einen Hinweis auf ein mögliches Down Syndrom - jedoch keine Diagnose desselben.

 

Hebamme

Falls Du Dich noch nicht umgeschaut hast: Es wird jetzt Zeit einen Geburtsvorbereitungskurs zu finden. Er beginnt im 6. oder 7. Monat und oft gibt es Wartelisten oder es dauert, bis man die richtige Hebamme für sich gefunden hat.

 

Wenn Dir die Zeit bis zum Kurs zu lang wird und Du gern schon früher etwas für Dein Baby und Dich tun oder einfach andere Schwangere treffen möchtest, dann hör Dich mal nach Schwangerschafts-Yoga-Kursen oder Schwangeren-Wassergymnastik-Kursen um.

 

Klinik oder Geburtshaus

Es ist eigentlich nie zu früh, sich nach einem passenden Geburtsort umzusehen. Sofern Du keine Hausgeburt planst, kannst Du zwischen Krankenhaus (ambulante Entbindung oder stationäre Aufnahme) und Geburtshaus wählen. Der Unterschied liegt darin, dass ein Krankenhaus mit Ärzten, Kreißsaal, Operationssaal, Notfallmedizin und evtl. einer Kinderklinik ausgestattet ist. Ein Geburtshaus wird in der Regel von Hebammen geführt und verfügt nur über einen Kreißsaal und begrenzte Möglichkeiten für den Notfall.

 

Während im Krankenhaus die dort herrschende Routine mit Schichten und medizinischen oder organisatorischen Gegebenheiten die Geburt beeinflussen können, ist die Betreuung in einem Geburtshaus oft individueller, persönlicher und selbstbestimmter. In welche Richtung Du tendierst, hängt zum einen von Deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab und zum anderen von Deiner Schwangerschaft bzw. davon, ob irgendwelche Risiken bestehen.

 

Wer sich rechtzeitig umschaut, wird bei einer zu frühen Geburt zumindest wissen, in welche Richtung zu fahren ist. Außerdem sind die Kreißsaal-Besichtigungen meist nur ein Mal im Monat und das schränkt die möglichen Termine deutlich ein.

 

 

 

 

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