2. Schwangerschaftswoche (2.SSW)

2. ssw 
Ebenso wie in der ersten Schwangerschaftswoche, bist Du bei normalem Zyklus tatsächlich auch jetzt noch nicht schwanger. Dennoch: Dein Körper stellt gerade die Weichen für eine Empfängnis und Du kannst einiges tun, um die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu erhöhen.

Was passiert im Körper?

Der Zyklus nimmt seinen Lauf: Nachdem die Gebärmutter bei der letzten Menstruation ihre Schleimhaut verloren hat, beginnt sie nun, eine neue Gebärmutterschleimhaut zu bilden, welche die Einnistung eines befruchteten Eis ermöglicht. Wie ein Zyklus genau abläuft, haben wir HIER einmal verständlich erklärt.
Bei einem 28-Tage-Zyklus wirst Du voraussichtlich gegen Ende dieser 2. Woche nach der Menstruation fruchtbar sein. Manche Frauen spüren ihren Eisprung im Unterbauch wie ein kleines Ziehen auf der rechten oder linken Seite.

 

 

Mit Hilfe unseres Eisprungkalenders kannst Du feststellen, an welchen Tagen Du vermutlich Deine fruchtbaren Tage hast und schwanger werden kannst. Achte einmal darauf, ob Du den Eisprung spürst.
Manche Paare verwenden auch einen Ovulationstest, um die fruchtbaren Tage zu ermitteln. Besonders bei unregelmäßigem Zyklus versprechen sich Paare davon Hilfe für das richtige Timing. Dabei sollte man die Zuverlässigkeit dieser Tests nicht überschätzen und lieber auch andere Hinweise wie "dünnflüssiger, klarer Zervixschleim" beachten. 

 

Habt Ihr an den fruchtbaren Tagen Geschlechtsverkehr, werden etwa 350 Millionen Spermien auf Deine Eizelle losgelassen. Doch hiervon schaffen es nur etwa 1 Prozent bis zu den Eileitern, wo die Eizelle bereit ist.
Bei manchen Frauen werden beim Eisprung mehr als eine Eizelle zur Verfügung stehen - zweieiige Zwillinge sind dann evtl. die Folge. Nicht immer schaffen es beide befruchtete Eizellen, sich weiter zu entwickeln.

 

Was kann ich tun?

Die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen

Gesund leben, gesund essen - das haben wir ja letzte Woche schon erklärt und natürlich gilt das auch weiterhin.

Da das Zeitfenster für die Befruchtung eines Eis recht klein ist (es stirbt nach 24 Stunden, wenn es nicht befruchtet wurde), die Spermien aber 72 Stunden leben, ist der Verkehr vor dem Eisprung sinnvoll. Jedoch kann trotz Eisprungkalender und Ovulationstest niemand den ganz genauen Zeitpunkt vorher sagen. Am effektivsten ist es daher, in dieser und der nächsten Woche etwa alle zwei bis drei Tage miteinander zu schlafen, sodass sich immer lebende Spermien vor Ort befinden, und das Ei befruchten können sobald der Eisprung erfolgt.
Beim Verkehr zur Zeugung solltest Du auf jeglichen Oralverkehr verzichten, denn Speichel hat eine spermienhemmende Wirkung. Das gleiche gilt auch für Gleitmittel.

Um den Spermien den Weg zur Eizelle ein wenig leichter zu machen, kannst Du nach dem Verkehr auf dem Rücken liegen bleiben, ein Kissen unter das Gesäß legen und die Beine hoch halten - somit wirkst Du der Schwerkraft entgegen. Ob's hilft, weiß allerdings niemand, aber was kann es schon schaden?

 

Fit für die Schwangerschaft?

Hast Du genug Eisen? Sind deine Schilddrüsenwerte in Ordnung? Falls Du in der vergangenen Woche beim Arzt warst, solltest Du nun die nötigen Testergebnisse haben und evtl. entsprechende Präparate empfohlen bekommen haben.

Wie bereits in der Vorwoche empfohlen: Täglich 30 Minuten Ausdauersport helfen Dir, dich in der Schwangerschaft gut zu fühlen und die erhöhten körperlichen Anforderungen zu meistern.

 

Wie geht es der Psyche?

Wenn Du zu Depressionen neigst oder in der Familie zuvor Depressionen aufgetreten sind, dann ist es ratsam, vor einer Schwangerschaft mit einem Arzt darüber zu reden.
Nimmst Du bereits Medikamente gegen Depressionen ein, muss überprüft werden, ob ein anderes Medikament verordnet werden sollte, sobald eine Schwangerschaft besteht. Setze die Medikation aber nicht auf eigene Faust ab, sondern halte mit Deinem Arzt Rücksprache. Depressionen können sowohl während als auch nach der Schwangerschaft verstärkt auftreten.

Aber auch für Frauen ohne Vorgeschichte besteht besonders in den ersten Schwangerschaftswochen eine Neigung zu starken Stimmungsschwankungen mit Zweifeln und Traurigkeit. Schuld sind meist die Hormone.

Wenn Du schon längere Zeit versuchst, schwanger zu werden, spürst du vielleicht eine innere Anspannung und einen hohen Druck, erfolgreich zu sein. Versuche, Dir klar zu machen, dass es in diesem oder einem späteren Zyklus klappen wird und es nur eine Frage der Zeit ist. So lässt die Anspannung nach und der innere Stress verschwindet. Sorge und Frustration sind zwar verständlich, jedoch ändern sie nichts. Nimm die Situation an, wie sie ist und denke daran, dass es in der heutigen Medizin unzählige Möglichkeiten gibt, den Kinderwunsch zu erfüllen, wenn die Natur gerade mal nicht mitspielt.

 

 

 

 

 

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