39. Schwangerschaftswoche (39. SSW)

39. SSW
Fast geschafft! Doch vielen werdenden Eltern steht die Geburt seelisch bevor, vermutlich seid Ihr beide jetzt reichlich nervös und leicht reizbar.

Zu Beginn der 39. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch:
2 Wochen bzw. 14 Tage,
man spricht von SSW 38 +0

Dein Körper in der 39. SSW

Dein Bauch

Bild: shutterstock.com

Du hast vermutlich zwischen 11 kg und 16 kg zugenommen und der Uterus steht bis 16 cm bis 20 cm über dem Bauchnabel.

 

 

 

 

 

 

 

Schwangerschaftsbeschwerden

Ambivalente Gefühle

Du fühlst Dich kugelrund und schwankst zwischen "Wann ist es endlich soweit" und "Ich will nicht in den Kreißsaal"?

Stell Dir eine Geburt als Theater-Premiere vor: 40 Wochen hast Du dafür geprobt und nun ist es Zeit, voller Stolz das Resultat zu präsentieren. Ein bisschen Lampenfieber gehört natürlich dazu, und bis sich der letzte Vorhang schließt und Du statt eines großen Blumenstraußes ein wunderschönes Baby in den Armen hältst, musst Du noch etwas leisten - aber Du hast eine Souffleuse (die Hebamme) und einen (Bühnen-)Partner, die Dir beide durch jeden "Hänger" helfen! Nur eine Zweitbesetzung gibt es nicht ... Du bist nun mal die Idealbesetzung für diese Rolle!

 

Wehen auslösen

Wenn Du es eilig hast, die Geburt zu erleben, dann werden Dir einige Leute Tipps wie diese geben:

 

  • geh spazieren und steige Treppen
  • hab Sex mit Deinem Partner
  • trink einen Wehen Cocktail

Diese Maßnahmen können evtl. wirklich den Beginn der Geburt beeinflussen, vielleicht aber auch nicht. Erspare Deinem Baby also vielleicht den Alkohol im Wehen Cocktail und Dir selbst das Rizinusöl, welches darin ist und lass es einfach kommen, wie es kommt. Eine Geburt, die auf natürliche Weise beginnt, endet weniger häufig in einem Kaiserschnitt als Geburten, die eingeleitet wurden.

Bewegung an der frischen Luft ist immer eine gute Sache. Bedenke aber bei einem Spaziergang auch, dass der Rückweg noch zu bewältigen ist, sollten die Wehen unterwegs losgehen.

 

Wehen

Übungswehen oder Senkwehen kennst Du längst und sie sind keine Überraschung mehr. Doch wenn die Wehen regelmäßig werden, dann kommt die Stoppuhr ins Spiel: Wie häufig kommen die Wehen und bleibt es bei der Regelmäßigkeit oder geht es wieder vorüber? Lies alles darüber, wie man Geburtswehen erkennen kann.

 

Wird die Geburt gut gehen?

Eine Sorge die viele Schwangere haben, betrifft die Nabelschnur: Kann sie sich um den Hals wickeln?

Tatsächlich haben etwa 25% aller Babys die Nabelschnur um den Hals gewickelt, doch nur in wenigen Fällen ist das eine Gefahr. Problematisch ist es nur, wenn die Nabelschnur sehr eng um den Hals des Babys liegt oder sich verknotet hat. Eine solche Komplikation zeichnet sich aber für gewöhnlich rechtzeitig bei der Geburt ab. Die Hebamme, die über das CTG die Herztöne des Babys überwacht, wird in der Regel schon vor der Austreibungsphase bemerken, wenn die Herztöne bei den Wehen verringert sind und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Die meisten Geburten verlaufen normal, und stellen sich dennoch Komplikationen ein, zeichnen sich diese fast immer lange vorher ab, so dass die Hebamme genügend Zeit hat, einzugreifen bzw. einen Kaiserschnitt in die Wege zu leiten.

Vertraue auf Deinen Körper, vertraue darauf, dass alles gut verläuft und vertraue auf Deine Hebamme!

 

Wie sich Dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist Dein Baby jetzt?

shutterstock

Größe: ungefähr 36 cm vom Scheitel bis zum Steiß bzw. 50 cm vom Scheitel bis zur Ferse

Gewicht: ca. 3300 g

 

 

 

Was in dieser Woche wächst und sich entwickelt

Bild: shutterstock.com

Dein Baby wird noch ein bisschen schwerer, es setzt weiterhin Fett an. Zum Bewegen bleibt ihm nicht mehr viel Platz.

Die Wochen der spannenden Entstehung und rasanten Entwicklung sind nun vorbei und alle Systeme sind auf "go" - Dein Baby wartet auf den idealen Zeitpunkt für seine Geburt. Ob der Zeitpunkt auch für Dich ideal ist, wird sich zeigen.

Mach Dir noch einmal bewusst, wie wunderbar es ist, einen Menschen in sich zu tragen. Deine Kinder sind die einzigen Menschen, die Dein Herz im Inneren Deines Körpers schlagen hören und fühlen konnten.

Alles, woraus Dein Baby besteht, jede Zelle, jeder Knochen - alles ist in Dir entstanden und hat seinen Ursprung in zwei Zellen, die kleiner sind, als Du es Dir bildlich vorstellen kannst. Was für ein Wunder!

 

Was kannst Du in der 39. SSW tun?

In Deiner Brust hat sich bereits Kolostrum gebildet, eine sehr nährreiche Vormilch, die voller Immunglobuline ist. Immunglobuline sind wichtig für die Immunabwehr Deines Babys. In gewisser Weise ist das Füttern von Kolostrum die erste Impfung Deines Kindes und wird es in den ersten Lebenstagen schützen. Egal ob Du beschlossen hast zu stillen oder nicht, versuche, Deinem Baby das Kolostrum zu geben, sobald es geboren ist. Dieser Vorgang ist auch für das Bonding - die Herstellung einer emotionalen Bindung zwischen Eltern und Kind - hilfreich.

Ernähre Dich in den letzten Tagen der Schwangerschaft vitamin- und eiweißreich, sodass Ihr beide gute Voraussetzungen für die Geburt habt.

 

Wenn Dich Langeweile treibt, dann ruf jetzt noch mal Freunde an, Omas, ... alle, die gern von Dir hören und sich kaum verkneifen können, Dich anzurufen, ob das Baby schon da ist. Komme ihnen einfach mit einem Anruf zuvor!

 

 

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