Ab wann sitzen Babys? Nicht zu früh eingreifen

Ab wann sitzen Babys? Nicht zu früh eingreifen

Wenn das Baby sitzen kann, entdeckt es die Welt aus einer neuen Perspektive. Eltern sollten das trotzdem nicht zu früh erzwingen. Ab wann Sitzen Babys nicht mehr schadet, erfährst du hier.

Eine Mutter sitzt mit ihrem Kind auf dem Boden
Ab wann sitzen Babys? Eine Frage die sich alle Eltern irgendwann stellen. © Unsplash / Katie Emslie

Wenn die Kleinen sich das erste Mal an Mamas und Papas Hand aus dem Liegen hochziehen und sich aufrichten, liegt die Frage auf der Hand: Will mein Baby sitzen? Irgendwann wird Babys das Liegen zu langweilig. Doch um aufrecht sitzen zu können, braucht dein Baby starke Muskeln – vor allem im Rücken und im Nacken. Erst dann ist es bereit zum Sitzen. Greifen Eltern zu früh ein und setzen ihr Kind zu oft hin, kann das der Wirbelsäule sogar schaden.

Ab wann sitzen Babys?  Der perfekte Zeitpunkt

Im Normalfall schaffen es Babys, ab dem sechsten oder siebten Monat für eine kurze Zeit ohne Hilfe zu sitzen. Als nächsten Schritt wird es lernen, die Balance zu halten: Erst, indem es sich mit den Händen abstützt, später freihändig. Mit sieben Monaten wird es vermutlich ohne Armstütze auskommen.

Dabei gibt aber ganz klar dein Baby das Tempo vor. Achte deshalb darauf, dein Kind beim mobil werden nicht zu viel zu unterstützen. Erst, wenn du merkst, dass es dein Baby will, dann ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, ab wann Sitzen Babys Spaß macht und nicht schadet.

Dass es dafür bereit ist, wird dir dein Kind deutlich zeigen. Schon Monate bevor Baby sitzen kann, wird des dafür trainieren: Es lernt, seinen Kopf zu heben und zu halten, macht Mini-Liegestützen und dreht sich selbstständig vom Rücken auf den Bauch. Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie du dein Kind optimal beim Sitzen lernen unterstützen kannst.

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Baby sitzen: So kannst du unterstützen

  • Nackenmuskulatur stärken:
    Die stabilisierende Muskulatur im Nacken ist für das Sitzen extrem wichtig. Stärken kannst du sie, indem du dein Kind auf den Bauch drehst und es beispielsweise mithilfe eines Spielzeugs dazu bringst, seinen Kopf zu heben.
  • Aufmerksamkeit ist das A und O:
    Gerade wenn dein Baby die ersten Male versucht, sich von alleine aufzurichten, solltest du darauf achten, seine Umgebung so zu gestalten, dass das Verletzungsrisiko gering bleibt. Kissen und weiche Decken können helfen.
  • Tragetuch oder Babytragen:
    Wird das Baby im Tragetuch oder in der Babytrage getragen, unterstützt das die optimale Entwicklung der Hüfte. Das ist nicht nur für das Sitzen wichtig, sondern auch für das Krabbeln und später das Laufen lernen.

Wenn das Baby nicht sitzen will

Zeigt dein Kind auch mit einem halben Jahr noch kein Interesse zu sitzen und kann auch den Kopf noch nicht ruhig halten, oder sich auf seinen Armen abstützten, solltest du das bei der nächsten Untersuchung beim Kinderarzt unbedingt ansprechen. Zwar entwickeln sich alle Babys unterschiedlich, doch motorische Auffälligkeiten sollten frühzeitig abgeklärt werden.