11. Lebenswoche: Entwicklung eines Babys

Entwicklung: Baby 11 Wochen alt

Wenn dein Baby 11 Wochen alt ist, macht es oft erste Anstalten, mobil zu werden. Außerdem steht ein weiterer Wachstumsschub bevor – der bringt diese Woche ganz besondere Herausforderungen. Lies hier alle Infos, die jetzt wichtig sind oder schau dir die Kurzzusammenfassung im Video an:

Die wichtigsten Infos über dein 11 Wochen altes Baby

Baby 11 Wochen alt: Größe, Gewicht und Konfektionsgröße

Keine Angst, wenn dein kleiner Schatz auf einmal zu einem Wonneproppen heranwächst – das ist ganz normal. Hier findest du einen Überblickstabelle, wie groß und schwer Babys mit 11 Wochen im Schnitt sind:

. Mädchen Jungs
Größe 60 Zentimeter (+/- vier Zentimeter) 65 Zentimeter (+/- vier Zentimeter)
Gewicht  5.600 Gramm (+/- 800 Gramm) 6.100  Gramm (+/- 800 Gramm)
Kleidung/ Strampler Größe 62, manche Babys brauchen auch schon 68 Größe 62, manche Babys brauchen auch schon 68
Mützen Größe 37 – 39 Größe 37 – 39
Socken Größe 15-17 Größe 15-17

Wie du die Schuhgröße deines Babys berechnest, liest du hier.

Baby 11 Wochen: Wachstumsschub

Wenn dein Baby 11 Wochen alt ist, steht ein neuer Wachstumsschub kurz bevor. Ein Umbauprozess findet in der 12. Woche statt und dein Kind verlangt wieder nach mehr Zuwendung. Es schläft nun vielleicht weniger beziehungsweise bleibt längere Phasen wach als zuvor. In dieser Zeit wird dein Baby wahrscheinlich zunehmend fordernd. Vermeide in dieser und der nächsten Woche zu viele Aktivitäten, sodass Ihr nicht zusätzlich in Stress geratet.

Übrigens: Manche Babys scheinen keine erkennbaren Wachstumsschübe zu haben. Sie verhalten sich in den angekündigten Wochen nicht anders als sonst. Das muss kein Anlass zur Sorge sein. Sofern dein Kind sich entwickelt und neue Fähigkeiten erlangt, ist das in Ordnung.

Entwicklung: Baby 11 Wochen

Dein Baby hält seine Hände nun immer häufiger offen. Der Greifreflex verschwindet und es ist sich seiner Hände bewusst: Es beobachtet sie und spielt mit ihnen.
Beginne mit Fingerspielen, berühre seine Hände mit weichen, rauen, warmen, kalten oder glatten Gegenständen – so lernt es verschiedene Eindrücke kennen. Dein Baby wird sich seines Körpers immer mehr bewusst – zeige und benenne beim Wickeln seine Körperteile.

Manche Babys machen jetzt erste Übungen fürs Drehen. Sie rollen sich auf die Seite oder aus der Seitenlage zurück in die Rückenlage. Nun wird es besonders wichtig, beim Wickeln immer eine Hand am Kind zu haben, um das Herunterfallen zu vermeiden. Dein Baby wird sich nun vielleicht schon für einen Babytrainer interessieren. Platziere den Trainer über deinem Baby, sodass es die Gegenstände, die daran hängen, gut sehen kann. Über dem Wickeltisch kann ein Schwingvogel-Mobile für gute Unterhaltung sorgen – das wird besonders dann wichtig, wenn dein Baby beginnt, sich zu drehen, und das Wickeln schwieriger wird.

Lass dich nicht davon irritieren, wenn dein Baby jetzt etwas quengliger ist als die Wochen davor oder mit deiner Auswahl an Beschäftigung nicht immer einverstanden ist. Vielleicht dreht es sogar den Kopf weg, um dir zu signalisieren, dass es nicht interessiert ist. Das ist ganz normal: Es zeigt eben schon langsam deutlich einen eigenen Willen.

Weitere Infos zur Entwicklung von Babys: Interaktiver Entwicklungs-Kalender

Video-Empfehlung

Baby 11 Wochen: Stillkrisen

Wenn du dein Baby stillst, dann sind gerade die Wochen um die Wachstumsschübe anstrengend. Dein Baby möchte vielleicht öfter an die Brust als sonst, und du hast das Gefühl, dass es nicht satt wird. Vielleicht fragst du dich, ob du mit Flaschennahrung zufüttern oder gar ganz abstillen solltest. Vielleicht beginnt es dich auch zu stören, dass dein Baby in einer solchen Abhängigkeit zu dir steht. Solche Stillkrisen sind normal und treten immer mal wieder auf. Wenn du nun zusätzlich Flaschennahrung gibst, solltest du bedenken, dass sich die Milchmenge beim Stillen reduzieren wird. Legst du dein Kind nun häufiger an, wird die Milchproduktion angekurbelt und schon bald alles wieder normal verlaufen.

Allergien in Babys 11. Woche vorbeugen

Bei Kindern, die allergiegefährdet sind, zum Beispiel wenn einer oder beide der Eltern Allergien haben, wird empfohlen, sechs Monate zu stillen und ab vier Monaten nach der Geburt (also dem 5. Lebensmonat) zusätzlich zum Stillen unter dem Schutz der Muttermilch mit der Einführung von Beikost zu beginnen. Prof. Dr. Torsten Schäfer weist in der Onlineausgabe der Ärzte Zeitung warnt aber vor einer zu langen Beikostverzögerung: „Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass eine Beikosteinführung ab Beginn des 5. Lebensmonats mit einer geförderten Toleranzentwicklung assoziiert ist.  Aus Gründen der Allergieprävention ist daher eine Verzögerung der Beikosteinführung über den Beginn des 5. Lebensmonats hinaus nicht sinnvoll.“

Eine schwedische Studie der Universität Uppsala will dagegen keinen Zusammenhang zwischen Allergieprävention und Stillen sehen. Sie werteten Daten von über 330.000 Menschen aus und kamen zu dem Ergebnis: Gestillte Kinder sind nicht weniger allergieanfällig als nicht gestillte. Studienleiterin Weronica Ek betont aber: „Stillen hat eine gesundheitsfördernde Wirkung für das Kind. Ob das aber auch für Allergien und Asthma gilt, wagen wir nach unserer Studie zu beweifeln. Trotzdem sollte man die Ergebnisse der Studie nicht verwenden, um Mütter vom Stillen abzuraten.“

Erinnerungen bewahren

Da dein Baby nun immer öfter die Hände geöffnet hält, ist es jetzt einfacher, einen Handabdruck zu machen. Du kannst einen Abdruck mit Fingerfarbe auf Papier machen oder Tonabdrücke beziehungsweise Sandabdrücke mit Abdruck-Sets aus dem Handel durchführen. Beliebt sind auch 3-D Abdrücke der Kinderhand.

Halte alle Ereignisse dieser Woche fest, indem du unsere kostenlosen Vorlagen verwendest – ein schönes Buch entsteht und kann später für Freunde und Verwandte sogar problemlos vervielfältigt und gebunden werden. Der Hallo-Eltern.de Baby-Kalender