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Baby 19 Wochen: Schub-Anzeichen & Entwicklung im Überblick

Wenn dein Baby 19 Wochen alt wird, steht euch eine aufregende Zeit bevor! Was sich vielleicht schon in den letzten Wochen angekündigt hat, zeigt sich jetzt deutlich: dein Baby steckt im 19-Wochen-Schub. Und der dauert für gewöhnlich fünf Wochen!

Einen kurzen Überblick über die 19. Entwicklungswoche deines Babys bekommst du auch in diesem Video:

19-Wochen-Schub: Anzeichen für einen neuen Entwicklungssprung

In dieser Woche hast du vermutlich ein besonders unzufriedenes Baby: Ein neuer Wachstumsschub bringt es aus seinem Gleichgewicht. Bei vielen Babys kündigt sich der sogar schon ein paar Wochen früher an. Bereits um die 14. bis 17. Woche wird es unruhiger, weil es spürt, dass sich etwas ändert. Das erkennst du zum Beispiel daran, dass dein Baby:

  • schlechter schläft
  • schlechter isst
  • häufiger schreit und launischer ist
  • mehr getragen werden will und viel Körperkontakt braucht
  • mehr fremdelt
  • teilnahmsloser wirkt
  • sich vielleicht weniger aktiv bewegt und
  • weniger Geräusche von sich gibt
  • seinen Kopf nicht mehr allein halten will

Diese Symptome beziehungsweise dieses Verhalten wird euch noch einige Wochen begleiten.

Bis wann geht der 4. Schub?

Der 19-Wochen-Schub kann länger dauern als die bisherigen – für gewöhnlich fünf Wochen. Er kann sich aber auch über sechs Wochen erstrecken. Richte dich also auf ein paar anstrengende Wochen ein.

Wahrscheinlich wird dich dein Baby mit 19 Wochen trotzdem schon mit den ersten neuen Fähigkeiten überraschen. „Um die 19. Woche kann man beobachten, dass die Fähigkeiten, sogenannte Ereignisse wahrzunehmen und selbst zu schaffen, durchbricht“, schreiben Herry van de Rijt und Frans X. Plooij in ihrem Ratgeber „Oje, ich wachse!“. Was heißt das genau?

Baby 19 Wochen: neue Fähigkeiten

Ein neuer Schub, das bedeutet neue Fähigkeiten. Was also kann ein Baby, wenn es 19 Wochen alt ist? Die Frage ist während des 4. Wachstumsschubs besonders interessant. Es lässt sich nämlich beobachten, dass Kinder in dieser Phase verschiedene Fähigkeiten individuell entwickeln – je nachdem, woran sie besonders interessiert sind. Einige Kinder reagieren besonders auf Musik, Töne und Klänge interessieren sich aber weniger für optische Reize. Andere haben besonders Spaß an Bewegung und üben schon fürs Krabbeln, zum Beispiel indem sie immer wieder den Po in die Luft strecken und sich abstützen wollen.

Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass sich Babys während des 19-Wochen-Schubs in diesen sechs Bereichen weiterentwickeln. Vor allem entdecken sie, dass die Welt voller sogenannter „Ereignisse“ steckt.

  1. Zusammenhänge begreifen
    Babys lernen den Zusammenhang von Ursache und Wirkung. Strecke ich meinen Arm nur weit genug aus, kann ich mein Spielzeug greifen und es dann zu mir heranholen. Wenn ich die Rassel bewege, dann klappert sie. Herrlich ist auch das Runterschmeiß-Spiel: Lass ich mein Spielzeug los, fällt es herunter und Mama oder Papa heben es wieder auf. So erschaffen sie sich eine neue Welt voller Ereignisse.
  2. Beweglichkeit
    Wer seine Umwelt immer besser begreift, hat natürlich auch mehr Interesse daran, sie zu entdecken. Nur liegen zu können, ist dafür aber hinderlich. Ein 19. Wochen altes Baby ist daher deutlich aktiver. Jetzt kann es auch ein guter Zeitpunkt sein, mit dem Baby Drehen zu üben. Daraus lässt sich ein lustiges Spiel machen: Lege das Baby auf den Rücken und halte neben ihn ein interessantes Spielzeug. Es muss sich so danach strecken, dass es sich selbst herumrollt. Schnell wird es verstehen, wie es das Herumrollen selbst steuern kann. Mache Babys setzen sich aus eigener Kraft aufrecht hin, wenn es schräg gegen sie gelehnt ist. Warum du es mit dem Hinsetzen aber nicht übertreiben solltest, erklärt eine Physiotherapeutin hier:
  1. Greifen, Tasten, Fühlen
    Ist ein Baby 19 Wochen funktioniert die Hand-Augen-Koordination bereits so gut, dass es kaum noch danebengreift, wenn es etwas anfasst. Auch kann es Dinge von der einen zur anderen Hand wechseln. Es versucht nach Spielzeug zu greifen, dass außerhalb seiner Reichweite liegt.
  2. Sehen
    Ereignisse zu begreifen bedeute auch, seine Umwelt genau zu beobachten. Daher entwickelt sich bei Babys während des Schubs auch der Sehsinn weiter. Bilderbücher sind jetzt besonders spannend, aber auch das eigene Spiegelbild.
  3. Hören
    Geräusche üben jetzt auf viele Kinder eine neue Faszination aus. Vor allem, dass Mama, Papa oder man selbst diese mit dem Mund beziehungsweise den Lippen erzeugen kann.
  4. Sprechen
    Dein Baby experimentiert mit neuen Lauten und setzt dabei schon gezielt Lippen und Zunge ein: fft-fft-fft, sss-sss, grr. Typisch sind jetzt auch erste „Worte“ wie mummum, mamamama, baba oder dada.

Grundsätzlich kannst du dein Baby während dieser Entwicklungsphase gut unterstützen, wenn du es ermutigst, Dinge selbst zu tun und zu entdecken. Aber Achtung: Wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert, protestieren unsere Kleinen gerne. Da wird gemeckert und gekreischt. Übrigens auch, wenn die Eltern nicht sofort reagieren.

Entwicklung von Größe und Gewicht: Baby 19 Wochen

Dass der 19-Wochen-Schub vor allem im Gehirn des Babys passiert sieht man auch daran, dass der Kopfumfang des Babys in den letzten Wochen besonders schnell gewachsen ist. Aber natürlich sollten sich auch Gewicht und Körpergröße kontinuierlich steigern.

Laut den Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollten Kindern im vierten bis sechsten Lebensmonat pro Woche etwa 70 bis 140 Gramm zunehmen. In dieser Übersichtstabelle findest du die wichtigsten Eckdaten für ein 19. Wochen altes Baby:

. Mädchen Jungs
Größe 63 cm 65 cm
Gewicht rund 6.400 Gramm rund 6.800 Gramm
Zunahme 70 bis 140 Gramm 70 bis 140 Gramm
Kleidung Größe 68 Größe 68
Mützen Größe 41 – 43 Größe 41 – 43
Socken Größe 15-17 Größe 15-17

Bitte beachte: Das sind nur Durchschnittswerte! Wenn du dir unsicher bist, ob sich dein Kind altersgerecht entwickelt, frage auf jeden Fall deinen Kinderarzt um Rat.

Erste Beikost für das Baby mit 19 Wochen? Schub macht Essen interessanter

Nach allgemeine Ernährungsempfehlungen für Säuglingen sollte die Beikost nicht vor dem 5. Lebensmonat eingeführt werden. Das heißt, mit 19. Wochen ist dein Baby gerade alt genug. Achte am besten darauf, wie interessiert dein Baby am „anderen“ Essen schon ist. Mit dem Schub kommt meist eine gewisse Faszination für das, was die Eltern auf dem Teller haben. Trotzdem gilt: Wenn das Stillen oder das Füttern mit der Flasche für euch nach wie vor gut funktioniert, ist keine Eile geboten, mit der Beikost zu beginnen. In nachfolgendem Video haben wir typische Anzeichen zusammengefasst, wie dein Baby dir zeigt, dass es Lust auf seinen ersten Brei hat:

Ist mein Baby bereit für den ersten Brei?

Wenn du in den nächsten Wochen mit dem Zufüttern beginnen willst, ist jetzt also eine gute Zeit, dich zu informieren. Wichtig ist verschiedene Lebensmittel nur schrittweise einzuführen. Der erste Brei sollte ein Gemüsebrei sein und altersgerecht zubereitet sein. Vermeide Zucker oder Süßmittel, Salz, Geschmacksverstärker und Stabilisator-Zusätze in Babys Nahrung. Ausführliche Infos dazu liest du auch hier:

Nicht mehr lange und die ersten Zähne kommen

Wenn dein Baby 19 Wochen alt ist, können sich schon jetzt erste Anzeichen fürs Zahnen bemerkbar machen, auch wenn es vermutlich noch bis zum 6. Monat dauert, bis sich der erste kleine Milchzahn zeigt. Typische Anzeichen fürs Zahnen sind:

  • vermehrter Speichelfluss
  • empfindliches Zahnfleisch
  • beißen und kauen auf Dingen oder auch an der Brust
  • Nahrungsverweigerung
  • Unruhe und Weinen scheinbar ohne Grund
  • Schlafprobleme

In unserem kostenlosen Zahnkalender kannst du notieren, wann welcher Zahn durchbricht. Damit behältst du den Überblick. Falls der Kinderarzt danach fragt und für später ist es eine schöne Erinnerung an die Babyzeit.

Quellen