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Entwicklung: Baby 3 Wochen alt

Wenn dein Baby 3 Wochen alt ist, kommt so langsam ein wenig Routine in euren neuen Alltag. Wieviel dein Nachwuchs jetzt wiegen sollte und alle weiteren Infos, die in Babys 3. Woche für die Entwicklung wichtig sind, erfährst du hier. 

Was dein Baby jetzt schon alles kann und welche Dinge du berücksichtigen solltest, zeigen wir dir im Video.

Baby 3 Wochen: Größe, Gewicht und Kleidergrößen

Langsam wird dein Baby wieder mehr auf die Waage bringen, nachdem es nach der Geburt zunächst Gewicht verloren hat. Ist dein Baby 3 Wochen alt, sollte es sein Geburtsgewicht wieder erreicht haben. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZfgA) nehmen Babys ab jetzt etwa 125 Gramm pro Woche zu. Eine weitere Faustregel der BZfgA: Mit fünf Monaten verdoppelt dein Baby in etwa sein Geburtsgewicht. Mit einem Jahr verdreifacht es sich es sogar.

Mädchen Jungs
Größe 47 bis 60 Zentimeter 47 bis 60 Zentimeter
Gewicht rund 4.200 Gramm rund 4.500 Gramm
Zunahme 170 bis 330 Gramm 170 bis 330 Gramm
Kleidung/ Strampler Größe 50, manche brauchen schon 56 Größe 50, manche brauchen schon 56
Mützen Größe 35 – 37 Größe 35 – 37
Socken Größe 15-17 Größe 15-17

Wie du die Schuhgröße deines Babys berechnest, liest du hier.

Bitte beachte: Das sind nur Durchschnittswerte! Wenn du Bedenken hast, dass dein Kind nicht richtig wächst oder zunimmt, wende dich unbedingt an deinen Kinderarzt um etwaige Entwicklungsstörungen untersuchen zu lassen.

Babys 3. Woche


Was kann ein Baby, wenn es 3 Wochen alt ist?

Schreitreflex

Der Schreitreflex ist ein angeborener Reflex, der mit der Zeit verloren geht. Wenn du dein Baby aufrecht hältst, so dass seine Füße ganz leicht den Untergrund berühren, dann wird es die Knie anziehen und Schreit-Bewegungen machen, als könnte es schon laufen.

Dieser Reflex hilft Babys schon im Bauch, seine Lage zu verändern und sich zum Beispiel in die Geburtsposition zu drehen. Wegen der noch fehlenden Kopfkontrolle solltest du das Testen dieses Reflexes deinem Kinderarzt überlassen. Er wird ihn bei den Vorsorgeuntersuchungen standardmäßig prüfen. Mit circa 12 Wochen ist dieser Reflex nicht mehr vorhanden.

Sehvermögen steigt

Das Baby nimmt nun immer mehr Farbnuancen wahr. Allerdings bleiben Gegenstände zu diesem Zeitpunkt noch verschwommen. Nur was das Baby aus einer kurzen Distanz (etwa 20 cm) betrachtet kann es schon erkennen. Bis es richtig sehen kann, dauert es noch bis etwa zum 8. Monat.

Bewegungsspielraum

Dein Baby beginnt sich mehr und mehr zu strecken. Auch das Drehen des Köpfchens geht nun schon viel leichter. Den Kopf anheben schafft es allerdings noch nicht. Wie du die Muskulatur stärken kannst, liest du im nächsten Abschnitt.

Babyentwicklung in der 3. Woche fördern

Es gibt verschiedene Dinge, die du machen kannst, um die gesunde Entwicklung deines Babys in der 3. Woche zu unterstützen:

1. Sprachentwicklung

Erzähle deinem Baby, was du gerade tust, singe ein Kinderlied oder probiert ein paar Fingerspiele aus – ganz egal! Dein Kind lernt so deine Stimme kennen – das gibt ihm Geborgenheit und Sicherheit. Falls du dabei in Babysprache verfällst – super! Der Sprachwissenschaftler Dr. Mitsuhiko Ota von der University of Edinburgh hat mit Studien herausgefunden, dass Kinder, die häufiger einfache, sich wiederholende Sprache wie „da-da-da“ oder Wörter, die auf -i beziehungsweise -y enden (also etwa „Mami“, „Didi“ etc.) schneller sprechen lernen, als Kinder, die ohne Babysprache aufwachsen.

2. Motorische Fähigkeiten fördern

Lege dein Baby auf einem festen Untergrund auf den Bauch und animiere es mit Bewegungen, den Kopf zu heben. Ein Baby kann mit drei Wochen den Kopf meist nur ein bis zwei Sekunden heben und halten, trotzdem fördern solche Übungen seine Muskelentwicklung. Dehn- und Turnübungen können ebenfalls unterstützend wirken. Nimm dafür die Hände oder Füße deines 3 Wochen alten Babys in die Hände und bewege sie vorsichtig. Die Bewegungen werden noch sehr unkoordiniert sein, was aber völlig normal ist. Ein positiver Nebeneffekt der Turnübungen: die Verdauung wird ebenfalls angeregt.

3. Vertrauen stärken

„Nimm es doch nicht immer hoch, wenn es weint, du verwöhnst es noch“ – solche und ähnliche Kommentare kannst du getrost ignorieren. Wenn dein Baby dich braucht, sollst du für es da sein. Dein Instinkt wird dir helfen, seine Bedürfnisse zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. So stärkst du sein Vertrauen in dich und eure Beziehung – das ist ein wichtiger Punkt bei der Persönlichkeitsentwicklung.

Wie viel schlafen 3 Wochen alte Babys? 

Wundere dich nicht, wenn dein Baby immer noch viel schläft. 15-17 Stunden Schlaf pro 24 Stunden sind in diesem Alter völlig normal. Wenn dein Baby vier Monate alt wird, wird es wahrscheinlich schon etwas weniger Schlaf benötigen. Achte darauf, dein Baby in Rückenlage schlafen zu legen. Das senkt das Risiko für den plötzlichen Kindstods. Außerdem kannst du einmal weißes Rauschen ausprobieren. Die bestimme Frequenz soll Babys zum Schlafen bringen.  

Bedürfnisse erkennen

Dein Baby kann einige seiner Bedürfnisse gut deutlich machen, indem es weint oder schreit. Doch gerade, wenn das Baby erst 3 Wochen alt ist, sind sich viele Mütter unsicher, wie sie das Weinen ihres Kindes richtig interpretieren. Die häufigsten Gründe, warum dein drei Wochen altes Baby weint:

1. Hunger

Wenn ein Baby viel weint, dann kommt schnell der Verdacht auf, dass es hungrig ist. Tatsächlich dauert es ein wenig, bis sich ein guter Milchfluss eingestellt hat und das Baby kräftig genug saugen kann. Aber Babys sind auf diese Übergangsphase eingestellt und kommen in der Regel mit einer ausreichenden Fettschicht zur Welt, die den kleinen Körper mit zusätzlicher Energie versorgt. Laut den Kinder- und Jugendärzten im Netz ist acht bis zwölf Mal Stillen pro 24 Stunden der normale Wert.

2. Emotionaler Stress

Und oft genug ist es nicht Hunger, der das Baby weinen lässt, sondern Anpassungsprobleme: Diese große, helle, manchmal zu kalte oder zu warme Welt mit den vielen Geräuschen und Eindrücken muss erst noch kennengelernt werden. Auch das Erlebnis der Geburt muss noch verarbeitet werden. Babys schreien ihren emotionalen Stress heraus und Eltern sollten ihnen dies in einer sicheren Weise (von jemandem gehalten und getröstet) ermöglichen.

3. Bedürfnis nach Nähe

Streichle dein Kind, wann immer sich die Gelegenheit bietet: Beim Wickeln, beim Kuscheln oder nach dem Baden. Streicheln ist wichtig für eine gesunde, emotionale Entwicklung. Eine Babymassage (z.B. in Kursen) wird von vielen Babys gern angenommen und hilft oft auch bei den gefürchteten 3-Monats-Koliken.

Kannst du die Ursache für das häufige Schreien trotzdem nicht finden? Schreit dein Baby mehr als drei Stunden täglich und besonders häufig in den frühen Abendstunden, kann es sein, dass dein Kind ein Schreibaby ist. Schon ab der 2. Woche kann diese Phase beginnen. Zum Glück ist diese Situation nicht von Dauer. Bei etwa 2/3 der betroffenen Babys endet die Phase im 4. Monat, so die deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin e.V. auf ihrer Webseite. Hier findest du Tipps und Beratungsstellen für Schreibabys.

Checkliste: Termine in der 3. Baby-Woche

Hast du an alle Behördengänge und Formalitäten gedacht? Hier eine kleine Checkliste:

  • Geburt beim Standesamt melden, Namen eintragen lassen (erste Lebenswoche)
  • Kindergeld beantragen
  • Elterngeld beantragen
  • Kind bei der Krankenkasse melden
  • Lohnsteuerklasse ändern bzw. Kind eintragen
  • Termin für U3 ausmachen
  • Für Baby-Kurse anmelden
  • evtl. Vaterschaft anerkennen, Sorgerecht regeln (unverheiratete Eltern)

Weitere Wohlfühltipps für dein Baby

Wahrscheinlich ist in der dritten Woche der Rest der Nabelschnur bereits eingetrocknet und sogar schon abgefallen. Dein Baby kann nun also sein erstes Mal richtig baden. Babys lieben das Gefühl im Wasser zu sein.

Stelle einen Föhn auf niedrige Stufe und lass den warmen Luftstrom nach dem Baden über Babys Körper gleiten. Diese Luftmassage wird deinem Baby vielleicht gefallen. Achte aber immer darauf, dass die Temperatur weder zu warm noch zu kalt ist, und pusten ihm nicht ins Gesicht. Vorsicht auch vor Urin-Fontänen bei kleinen Jungs – sie sollten nicht den Föhn treffen!

Quellen