5. Lebenswoche: Wenn das Baby 5 Wochen ist

Baby-Entwicklung: 5 Wochen alt

Ist das Baby 5 Wochen wird es zunehmend aktiver und interessierter an seiner Umgebung. Seine Bewegungen waren in den ersten Wochen sehr unkoordiniert und werden nun zunehmend koordinierter und kontrollierter. Dies sind Anzeichen seiner Anpassung an die neue Umgebung. Hier findest du mehr Informationen über dein 5 Wochen altes Baby und welche Herausforderungen euch erwarten.

Für einen schnellen Überblick kannst du dir auch das folgende Videos anschauen: Die wichtigsten Entwicklungen deines Babys in der 5. Woche

Kurzüberblick: Baby Entwicklung 5 Wochen

Baby 5 Wochen: Was mit 5 Lebenswochen wichtig ist

Ein Baby ist von Geburt an mit einer ganzen Reihe von Reflexen und Reaktionen ausgestattet, die sein Überleben sichern. Es reagiert auf seine Umwelt und auf Veränderungen, auch wenn wir das gar nicht so recht bemerken.

Dazu gehört zum Beispiel auch das faszinierende Phänomen des sogenannten „Breast Crawl“. Kaum auf der Welt finden Babys instinktiv dank des Suchreflex die Brust der Mutter. Wie das genau aussieht, siehst du im nachfolgenden Video. Ist das Baby 5 Wochen nimmt es immer mehr bewusst wahr. Deswegen zeigt es auch immer mehr Reaktionen.

Breast Crawl: So stark sind die Reflexe eines Neugeborenen

Wichtige Termine in Babys 5. Woche

Rund um Babys 5. Woche macht es seinen ersten großen Entwicklungsschub. In dieser Phase ist dein Baby zeitweise mit der Situation überfordert. Zu viele neue Reize müssen verarbeitet werden und manches macht ihm Angst. Es wird vermutlich unruhig sein, mehr weinen, mehr essen und dich deutlich mehr fordern. Wichtig ist, dass dein Baby weiß, dass es nicht allein ist. Tröste es, lass den Haushalt liegen und mache es zu deiner Priorität, dass dein 5 Wochen altes Baby sich sicher und geborgen fühlt. Hier findest du mehr Informationen über diesen „5-Wochen-Schub“ und welche weiteren großen Wachstumsschübe dein Baby im ersten Lebensjahr erwarten.

Herausforderungen für dich und dein 5 Wochen altes Baby

Wenn das Baby 5 Wochen ist und besonders zum Abend hin unruhig und unleidlich wird, sind die Dreimonatskoliken eine häufige Erklärung dafür. Als Anzeichen von diesen typischen Koliken gelten das ruckartige Anziehen der Beine und Abgang von Blähungen. Bei stillenden Müttern werden dann verschiedene Nahrungsmittel verantwortlich gemacht. Man sagt, was bei der Mutter Blähungen auslöst, ist auch für das Baby problematisch. Milch, Schokolade, Hülsenfrüchte und Kohl stehen auf der schwarzen Liste ganz oben. Wärmekissen (z.B. Dinkelkissen), Fliegergriff, Fencheltee und evtl. Medikamente sollen helfen. Nach drei Monaten ist der Spuk dann meistens vorbei.

Lies hier mehr über die 3-Monats-Koliken.

Du hast vielleicht das Gefühl, dass dein 5 Wochen altes Baby dich völlig für sich einnimmt. Schlafmangel und generelle Erschöpfung machen sich zunehmend bemerkbar. Fast alle Frauen kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie zeitweilig Aggressionen gegen ihr Baby empfinden. Diese Erkenntnis ist erschreckend und beunruhigend zugleich. Doch Mütter sind auch nur Menschen und es ist normal, Wut zu empfinden, wenn wir uns überfordert fühlen. Wichtig ist, wie man damit umgeht! Auf keinen Fall darf man diese Gefühle am Baby auslassen. Schütteln, schlagen und ähnliche Handlungen können ein Baby nachhaltig oder sogar lebensgefährlich verletzen. Vor allem, in dieser frühen Lebensphase! Ist das Baby 5 Wochen, ist der Schädel wegen der offenen Fontanellen noch empfindlich und die Nackenmuskulatur ist schwach und instabil.

Video-Empfehlung

Um diesem emotionalen Tiefpunkt vorzubeugen, ist es für frisch gebackene Eltern wichtig, sich die Aufgaben zu teilen beziehungsweise auch Hilfe von Großeltern oder Freunden anzunehmen. Neuste Studien zeigen deutlich, wie wichtig für Eltern regelmäßige „Babypausen“ sind. Dabei reichen schon einmal in der Woche wenige Stunden um ernsthaften psychischen Krankheiten wie etwa einer Wochenbettdepression vorzubeugen. Das wichtigste Mantra für dich und deinen Partner sollte daher lauten: „Du musst nicht alles alleine schaffen!“. Und das gilt für das gesamte Leben mit Baby: 5. Woche oder 52. Woche, es wird immer wieder anstrengende Phasen geben.

Was kann ein 5 Wochen altes Baby?

Wenn das Baby 5 Wochen ist, also im Alter von einem Monat, kannst du bei deinem Baby beobachten, dass es versucht, den Kopf zu heben, wenn du es auf den Bauch legst. Dies liegt am Labyrinth-Stellreflex. Dein Baby versucht sich im Raum zu orientieren und widersteht dabei erstmals der Schwerkraft. Natürlich hält dieser Reflex in Babys 5. Woche zunächst nur wenige Sekunden an und nach wie vor muss der Kopf in aufrechter Position noch festgehalten werden. Doch diese Reaktion ist für dein 5 Wochen altes Baby der Beginn der aufrechten Haltung und wird sich in den nächsten Wochen verbessern.

Sanfte Bewegungen zum Beispiel durch Herumtragen oder durch sanftes Schaukeln zur Musik stimulieren das Gehirn deines Babys und fördern seine Entwicklung.

Babys wollen und dürfen getragen werden – mach dir sich keine Sorgen, dass du dein Baby verwöhnst. Diese Sorge ist ein Relikt aus einer anderen Generation, welches aus falschen Annahmen resultierte. Neuere Forschungen belegen: Das Vermitteln von Sicherheit und die Förderung und Stimulation der Entwicklung sind eine wichtige Basis, auf der sich dein Baby zu einem selbstbewussten und gesunden Menschen entwickeln kann. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lies den Artikel „Kann man Babys verwöhnen?

Mehr über die Entwicklung eines Babys findest du im interaktiven Entwicklungskalender

Erinnerungen bewahren

Wie die Zeit vergeht! Schon ist dein Baby 5 Wochen auf der Welt und hat damit schon den ersten Lebensmonat hinter sich. Damit du die Babyzeit als schöne Erinnerung bewahren kannst, mache immer zu Beginn eines neuen Lebensmonats ein Foto von deinem Baby. In einem gesonderten Album oder im Babytagebuch kann man dann die Veränderungen im ersten Lebensjahr deutlich nacherleben. Es gibt auch spezielle Baby-Bilderrahmen für zwölf Bilder und Fuß- oder Handabdruck.

Weitere Tipps für Babys 5. Woche

Wenn du noch weitere Kinder hast, achte darauf, dass sie weiterhin durch dich und Freunde oder Verwandte ausreichend Beachtung finden und sich nicht alles nur noch um das neue Geschwisterchen dreht, auch wenn das Baby erst 5 Wochen ist. Im Baby-Glück beziehungsweise Baby-Stress vergisst man leicht, dass auch die „Großen“ noch ihre Portion Elternliebe benötigen. Beginnen die Geschwister, sich auffällig zu verhalten, ist das ein deutliches Signal, dass sie sich nicht ausreichend beachtet fühlen. Das muss nicht unbedingt in Form von Eifersucht oder Aggression gegen das Baby ausgelebt werden, oft ist es ein Rückfall in frühere Kindheitsphasen oder streitbares Verhalten mit Eltern oder weiteren Geschwistern.

Achte darauf, dass du zum Beispiel beim Stillen nicht sagst „Das geht jetzt nicht, ich stille gerade“. Das Geschwisterkind fühlt sich durch solche Äußerungen ausgeschlossen. Versuche es lieber mit „Hol doch mal ein Buch und dann lese ich dir etwas vor, während das Baby trinkt“. Gib Geschwistern beim Wickeln einen „Job“, etwa den frischen Strampelanzug aussuchen, die Feuchttücher zu reichen oder Ähnliches. Und stelle vielleicht auch einen Schemel neben den Wickeltisch, sodass ein kleineres Geschwisterkind auch sehen kann, was da oben passiert.

Die letzten Tage von Babys 5. Woche sind angebrochen? Dann schau hier nach, wie es in der nächsten Woche weitergeht. Der Hallo-Eltern Baby-Entwicklungskalender begleitet euch auch weiterhin. Herausforderungen und wichtige Termine für die nächste Entwicklungswoche findest du in diesem Artikel „Baby-Entwicklung: 6 Wochen alt“.