Ist es gefährlich, mein schlafendes Baby aufzuwecken?

Ist es gefährlich, mein schlafendes Baby aufzuwecken?

Diskussionen in Internetforen und Gespräche unter befreundeten Müttern zeigen deutlich: Bei der Frage, ob man sein Baby wecken darf oder nicht, herrscht Uneinigkeit. Argumente gibt es auf beiden Seiten. Doch was stimmt nun?

Baby schläft auf dem Arm von Papa
©Pexels

Schadet es der Gesundheit des Kindes, wenn es geweckt wird?

„Ein schlafendes Baby soll man nicht wecken, sondern nur genießen.“, meint ein User im Forum von babycenter.de. Doch wieso eigentlich nicht?

Manche Eltern glauben, dass es ungesund ist, das Kind zu wecken, weil es „sich den Schlaf holt, den es braucht“. Doch stimmt das? Laut Katrin Simon, Kinderkrankenschwester und Expertin für Baby und Kleinkindpflege, ist das so nicht ganz richtig: „Selbstverständlich“ dürfe man sein Kind tagsüber wecken und die Schlafenszeit begrenzen, wenn es dadurch eine „gute Nachtruhe hat“, schreibt sie.

Muss ich mein Baby zum Stillen wecken?

Das Ausbildungszentrum Laktation und Stillen der Uni-Frauenklinik Tübingen behauptet in einem Artikel zum Thema „Wecken eines schläfrigen Neugeborenen“: „Neugeborene müssen mindestens acht bis zwölf Mal in 24 Stunden gestillt werden“.

Video-Empfehlung

Wird das Baby nicht von alleine wach, sollten die Eltern es aufwecken. Glaubt man den Experten, ist es also nicht nur okay, sein Baby zum Stillen zu wecken, sondern auch notwendig, damit es die Nahrung bekommt, die es unbedingt für seine Entwicklung braucht.

 

Eine kleine Einschränkung in dieser Sache gibt die Infoseite still-lexikon.de. Dort heißt es: „Meldet sich das Neugeborene alle zwei bis drei Stunden und trinkt dabei ausdauernd und effektiv, dann kann es den Rest der Zeit ruhig schlafen.“

Wie wecke ich mein Kind?

Und wie weckt man sein Baby am besten? Auch darauf gibt das Stillzentrum Antwort: „Stimulieren Sie alle Sinne Ihres Babys“. Die Methoden sind variantenreich: Windel ausziehen, massieren, Licht anmachen, sprechen oder sanft streicheln. Am Ende ist es aber natürlich deine Entscheidung, ob du dein Kind weckst oder nicht.