Baby baden: Das solltest du beim Badespaß beachten

Baby baden: Das solltest du beim Badespaß beachten

Dein Baby zu baden kann ziemlich aufregend sein und genauso verwirrend. Wo? Wie? Wann? Wir helfen dir weiter.

Blondes Kind hat Spaß beim Baden
So gelingt der Bade-Spaß ©Unsplash/Sharon McCutcheon

Das Baby baden: Ab wann und wie oft?

Die ersten Wochen nach der Geburt solltest du noch darauf verzichten, dein Baby zu baden. Mit dem ersten Bad solltest du warten, bis die Nabelschnur abgefallen und der Nabel gut verheilt ist. „Der Nabelrest muss überhäutet sein, damit sich nichts entzünden kann“, empfiehlt auch der Kinder- und Jugendarzt Ulrich Fegeler, ehemaliger Pressesprecher der Kinder- und Jugendärzte im Netz. Am besten besprichst du mit deiner Hebamme, ab wann du dein Baby baden darfst. Sie kann die Wundheilung des Nabels gut einschätzen. Bis dahin solltest du das Baby nur mit einem feuchten Waschlappen waschen.

Wie oft das Baby baden?

Wie oft du dein Baby badest bleibt schlussendlich dir überlassen, aber ein bis zwei Mal die Woche reichen hier absolut aus. Grundsätzlich gilt aber: Baden dein Baby nur, wenn es schmutzig ist. In der ersten Zeit wird dies nur der Fall sein, wenn es oft Milch spuckt oder die Windeln zu schwach waren. Sobald dein Kind größer ist, wird das Baden öfter notwendig sein. Außerdem trocknet zu häufiges Baden die Haut deines Kindes aus. Dies ist besonders der Fall, wenn du in einer Gegend wohnst, in der das Wasser sehr hart ist.

Babybadewanne, Baby-Badeeimer oder Waschbecken

Ist die Babybadewanne ein Must-Have für die Erstausstattung? Zumindest für die ersten Male kannst du auch im Waschbecken sehr gut das Baby baden: Für dich hat es eine angenehme Höhe und du kannst dein Kind die ganze Zeit gut im Arm halten. Aus diesem Grund eignet sich die normale Badewanne eher weniger, da du dich hinknien musst und stets vornübergebeugt bist.

Hebammen empfehlen für kleine Babys Badeeimer. Ob du damit oder doch mit einer Babybadewanne besser zurechtkommst, ist letztendlich Geschmackssache. Und natürlich auch eine Frage des Platzes: eine Wanne verstaut sich nicht so leicht wie der Baby-Badeeimer.

Wenn dein Baby schon etwas größer ist kannst du sogar mit deinem Kind gemeinsam in die Wanne steigen. Auch kleine Badeverweigerer finden das gemeinsame Baden mit Mama oder Papa meistens gar nicht so schlecht. Pass aber hier auf, wenn du wieder aus der Wanne steigst. Das kann mit einem Baby auf dem Arm ganz schön schwierig werden. Am besten du fragst deinen Partner um Hilfe. Wenn sich beide Elternteile beim Baby Baden gegenseitig unterstützen, entspannt das die Situation zusätzlich.

Baby baden: Der richtige Griff ist wichtig

Wenn du dein Baby baden möchtest, ist der richtige Griff ganz wichtig: Lege deinen linken Arm (Linkshänder: rechter Arm) unter die Schultern des Babys, sodass du die Achseln und den linken Oberarm gut im Griff hast. Der Kopf liegt nun auf deinen Unterarm. Mit der rechten Hand fasst du unter den Po und lässt die Füße langsam ins Wasser gleiten. Achte hier darauf, dass du der Kopf deines Babys immer über Wasser hältst. Keinen Protest? Gut, warte nun einen Moment bevor du anfängst dein Baby zu waschen. So kann es sich an die Situation gewöhnen. Um eine Hand frei zu haben, kannst du nun den Po deines Babys loslassen.

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Baby baden: Wie Bade ich ein Baby richtig?

Das Babybaden sollte nicht länger als fünf Minuten dauern, um die empfindliche Haut nicht zu sehr zu reizen. Achte darauf, die Badetemperatur für Babys sollte zwischen 37° und 38° Celsius liegen. So kann dein Baby weder auskühlen noch überhitzen. Die Raumtemperatur sollte angenehm warm sein und nicht unter 22° Celsius liegen. Fenster und Türen solltest du schließen, um Zugluft und eine Auskühlung zu vermeiden.

Wasche dein Baby sanft aber gründlich vom Oberkörper bis zu den Füßen und achte vor allem auf Hautfalten und weniger gut zu erreichenden Stellen wie etwa zwischen den Zehen oder hinter den Ohren. Gesicht und Kopf am Besten zum Schluss waschen, damit dein Baby nicht auskühlt.

WICHTIG: Wenn du dein Baby badest, lass es niemals alleine, auch nicht für ein paar Sekunden. Suche dir deswegen eine Tageszeit aus, an der du ungestört bist. Sollte es doch mal an der Tür klingeln oder das Telefon läuten, trockne dein Baby ab, wickle es in ein warmes Handtuch und nehme es mit. Am Anfang, wenn du noch ungeübt und unsicher bist, ist es daher sinnvoll, wenn auch dein Partner anwesend ist.

Baby baden: 5 Tipps, damit es besser klappt

Besonders am Anfang kann es nervenaufreibend sein, sein Baby zu baden. Deswegen hier fünf Tipps, damit sich nicht nur dein Baby, sondern auch du entspannen kannst.

  1. Lege dir vorher schon alles bereit, was du brauchst. Ob Waschschlappen, Schwamm, eventuell Babyshampoo, frische Windeln oder ein Strampelanzug. All diese Sachen sollten griffbereit sein.
  2. Nach dem Baden kannst du dein Baby mit einer milden Baby-Lotion oder einem Pflegeöl eincremen
  3. Mit vollem Bauch solltest du ein Baby nicht baden, da dein Kind sonst Bauchweh bekommen oder Erbrechen kann.
  4. Es ist nicht notwendig, dass du für das Baby Badezusatz ins Wasser gibst. Bei sehr trockener Haut kannst du ein paar Tropfen Mandelöl ins Badewasser mischen.
  5. Abtrocknen = Trockentupfen
    Starkes trocken „rubbeln“ gefällt deinem Baby nicht und ist außerdem noch schlecht für die zarte Babyhaut. Nimm am Besten ein großes Badetuch, in das du dein Kind komplett bedecken kannst und tupfe es so trocken.

 

Quellen:

Kinder- und Jugendärzte im Netz: Baby beim Baden auf den Unterarm legen, URL: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/baby-beim-baden-auf-den-unterarm-legen/ (Abrufdatum: 26.10.2018).

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: das baby – Informationen für Eltern über das erste Lebensjahr, Köln 2016.

Silke R. Plagge: Mami to go: Die wichtigsten Checklisten für Schwangerschaft, Geburt, Babyzeit, Gräfe Und Unzer, München 2018.

Silvia Höfer, Nora Szász: Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach,  Gräfe Und Unzer, München 2012.