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Baby beruhigen – 8 Beruhigungsmethoden & Infos

Dein Baby will nicht aufhören zu weinen? Hier findest du Methoden, mit denen du dein Baby beruhigen kannst. Außerdem klären wir die Frage: „Soll ich mein Baby schreien lassen?“

Hier findest du 8 bewährte Methoden zum Baby Beruhigen sowie weitere Tipps.
Hier findest du 8 bewährte Methoden zum Baby Beruhigen sowie weitere Tipps.
© Bigstock/ famveldman

Baby beruhigen: Finde heraus, warum dein Kind weint!

Wenn dein Baby weint, solltest du zuerst nachprüfen, ob es einen bestimmten Grund für das Weinen gibt. Babys schreien aus den verschiedensten Gründen: Hunger, volle Windel, Wunsch nach Aufmerksamkeit, Reizüberflutung und Müdigkeit sind nur einige der möglichen Gründe. Bevor du Techniken und Methoden versuchst, die dein Baby beruhigen können, solltest du nachsehen, ob vielleicht einfach eine volle Windel oder Bauchweh der Grund für das Schreien sein können.

Dein Baby lässt sich nicht beruhigen? Wenn alle Bedürfnisse gestillt sind, kannst du verschiedene Dinge versuchen, um dein Baby zu beruhigen.

Beruhigungstechniken: Wie kann man ein schreiendes Baby beruhigen?

#1 Beruhigen durch Schaukeln

Beim Schaukeln legst du dem Baby eine Hand auf die Schulter und eine Hand auf die Hüfte. Schaukle seinen Körper nun sanft in seinem Bettchen vor und zurück. Schaukle es nicht zu schnell oder zu abgehackt, sprich möglichst wenig und sanft. Leises wiederholen von „Formeln“ wie „ein-schla-fen“ kann beim Baby beruhigen helfen.

#2 Beruhigen durch klapsen bzw. klopfen

Lege mit sanftem, aber sicherem Griff eine Hand auf die Schulter des Babys. Klopfe mit der hohlen anderen Hand sanft und langsam auf den Po oder Oberschenkel, um es sanft zu beruhigen: Mache die Hand hohl, indem du die Finger eng zusammenlegst und krümmst, als wolltest du Wasser aus einem Eimer schöpfen. Dadurch klapst du kontrolliert und nicht zu fest.

Das Klapsen sollte so rhythmisch wie möglich erfolgen. Vielleicht hilft es dir, wenn du dabei zählst oder dir im Geiste ein Lied vorsingst.

Du kannst auch mit beiden Händen klapsen, wenn du dein Baby beruhigen willst: Mit einer Hand auf Po oder Oberschenkel mit der anderen an der Schulter. Klapse langsamer, wenn dein Kind beginnt, sich zu beruhigen und zu entspannen. Liegt es ruhig, kannst du die Hände einige Sekunden ruhen lassen, bevor du dich vom Körper des Kindes löst.

#3 Baby beruhigen durch Streicheln

Streichle den Bauch deines Kindes, seinen Kopf oder seine Stirn. Die Bewegung sollte auf jeden Fall gleichmäßig und in einem ruhigen Rhythmus erfolgen. Wenn dein Kind eher eine kräftige Berührung mag, lege ruhig ein klein wenig Druck in die Bewegung. Du kannst auch den Rücken streicheln, wenn du dein Kind in Seitenlage bringst. Lege dein Baby aber vor Verlassen des Raumes wieder in die Rückenlage.

#4 Beruhigen durch eine Massage

Massiere den Rücken, die Füße, den Bauch oder die Stirn deines Babys sanft mit etwas Öl oder Creme. Achte aber immer darauf, dass Cremes und Öle für Babyhaut geeignet sind und nicht zu stark riechen. Penetrante Gerüche können dein Baby irritieren.

#5 Hand auflegen kann dein Baby beruhigen

Vielen Babys genügt es auch, wenn du deine Hände sanft auf Schulter und Po legst (Seitenlage des Kindes) und dort mit sanftem Druck ruhen lässt. Lege dein Baby aber vor Verlassen des Raumes wieder in Rückenlage.

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#6 Singen oder Musik spielen

Manche Babys genießen lieber den Klang der Stimme von Mutter oder Vater. Leises Vorsingen, ein Gedicht oder leise Musik sind ebenfalls zum Baby beruhigen geeignet. Auch Hintergrundgeräusche wie weißes Rauschen können helfen, damit dein Baby zur Ruhe kommt.

#7 Körperkontakt

Dein Baby liebt es, dir nah zu sein. Wenn du dein Baby beruhigen willst, kannst du es auch ausziehen und auf deine Brust legen. Das rhythmische Klopfen deines Herzens wirkt da oft unterstützend.

#8 Pucken gehen Unruhe

Auch das Pucken kann dabei helfen, dein Baby zu beruhigen. Dabei ist dein Baby warm und eng eingepackt – es wird so an die Zeit im Bauch erinnert. Manche Babys lieben es, andere fühlen sich dabei eher unwohl. Auch hier sind Eltern sich oft uneinig. Im Artikel „Was spricht fürs Pucken, was dagegen?“ kannst du dir die Argumente anschauen und dir eine eigene Meinung bilden.

„The Hold“ – Griff zum Baby beruhigen

Lange Zeit wurde der Baby-Griff – auch als The Hold bekannt – als der ultimative Trick zur Beruhigung von Babys gehandelt. Obwohl die Wirkung umstritten ist, schwören einige Eltern doch darauf. In unserem Artikel siehst du, wie der Griff funktioniert.

Soll ich das Baby schreien lassen? Die Ferber-Methode

Immer noch wird Müttern oft geraten, das Baby ein bisschen schreien zu lassen. So sollen Kinder lernen, wie sie sich selbst beruhigen können. Die sogenannte Ferber-Methode wurde aber schon von vielen Experten stark kritisiert.

Tatsache ist: Wenn dein Baby schreit, dann will es dir damit etwas mitteilen. Wenn du es dann allein lässt, kann das Stress beim Baby auslösen und deinem Kind schaden. In unserem Artikel zur Ferber-Methode kannst du weitere Expertenmeinungen nachlesen.

Weitere Tipps

  • Die richtige Technik: Wichtig ist, dass du Techniken zum Baby beruhigen findest, die deinem Baby helfen. Du wirst schnell merken, welche der vorgestellten Methoden dein Baby am meisten gefällt.
  • Gönn dir eine Pause: Wenn du merkst, dass du gestresst wirst, gönn dir eine kurze Pause. Stelle sicher, dass jemand auf dein Baby aufpasst, oder es sicher im Babybett ist und gehe für ein paar Minuten aus dem Raum und atme tief durch. Dein Baby bemerkt sonst, dass du angespannt bist und übernimmt das.
  • Wechsle die Methoden: Wenn eine Beruhigungsmethode nach einiger Zeit keine Wirkung mehr zeigt, solltest du eine andere Methode versuchen.
  • Was heute funktioniert, muss morgen nicht auch funktionieren: Eine Beruhigungsmethode, die für dein Baby einmal funktioniert hat, muss nicht dauerhaft wirksam sein. Verlasse dich also am besten nicht auf nur eine Methode zum Baby beruhigen.

Das Baby beruhigt sich nicht! Was tun, wenn nichts hilft?

Jede Mama weiß, wie anstrengend es ist, wenn du dein Baby beruhigen willst, aber es einfach nicht klappt. Wenn dein Baby ohne Ende schreit und keine Beruhigungstechnik zu wirken scheint, dann darfst du nicht verzweifeln. Mache dir klar, dass du nicht versagt hast! Manche Babys weinen einfach mehr als andere. Vielleicht hast du auch ein Schreibaby? Scheue dich auch nicht davor, dir von deinem Kinderarzt Hilfe und Rat zu holen. Oder sprich mit anderen Müttern und hole dir Tipps. Du kannst dich auch an sogenannte Schreiambulanzen wenden. Eine Schreiambulanz in deiner Nähe findest du auf der Seite vom Nationalen Zentrum: Frühe Hilfen.

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Quellen