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Ab wann schlafen Babys durch?

Ab wann schlafen Babys durch, ist eine häufig gestellte Frage, die nur schwer eindeutig beantwortet werden kann, da Kinder individuelle Schlafbedürfnisse aufweisen. Aber keine Sorge: mit diesen Tipps wird es besser!

Ab wann schlafen Babys durch?

Wann Babys durchschlafen, hängt von der Gehirnentwicklung ab. Tiefschlafphasen bei Neugeborenen sind noch nicht ausgeprägt und Traumschlafphasen sind nur bis 50 Prozent entwickelt. Deshalb wirken sie oft unruhig.

Erst ab dem dritten Lebensmonat beginnen Babys langsam, nachts länger am Stück zu schlafen. Durchschlafen ist trotzdem eher eine Ausnahme als die Regel.

Das nächtliche Wach-werden deines Zwerges ist völlig normal, informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: „Dass Kinder in den ersten Lebensmonaten mehrmals nachts wach werden, ist nicht nur normal, sondern auch wichtig für ihre Entwicklung.“

„Wann schlafen Babys durch?“ lässt sich also gar nicht so pauschal beantworten. Wenn ein Baby durchschlafen kann, spricht man von vier bis fünf Stunden Schlaf am Stück.

Das Durchschlafen von bis zu zehn oder zwölf Stunden ist im ersten Lebensjahr so gut wie nicht möglich. Ab dem sechsten Lebensmonat verfügen Babys schon eher über ein geregeltes Schlafverhalten und einen Tag-Nacht-Rhythmus.

Ursachen fürs Aufwachen

Besonders im sechsten und zwölften Monat wachen Kinder nachts häufiger auf. Das kann an folgenden Ursachen liegen:

Übrigens ist das Schlafbedürfnis des Kindes von Geburt an individuell. So gibt es von Natur aus entweder Lang- oder Kurzschläfer und Nachteulen oder Frühaufsteher.

Die Frage: „Ab wann schlafen Babys durch?“ ist also abhängig vom individuellen Schlafbedürfnis und kann nicht am Alter des Kindes fest gemacht werden.

Dein Baby beim Durchschlafen unterstützen

Zwar ist es hauptsächlich sehr individuell, wie das Schlafverhalten ist, dennoch kannst auch du als Elternteil dein Kind zum Durchschlafen motivieren.

Ein Baby hat sein eigenes Schlafbedürfnis, was über den Tag befriedigt wird. Als Mama oder Papa kannst du herausfinden, um wie viel Schlaf es sich handelt:

  • Zu welchen Zeiten wird es müde?
  • Wie lange schläft es am Tag?
  • Wie lange in der Nacht?

Diese Zeiten kannst du dir aufschreiben und zusammenrechnen, damit du weißt, wie viel Schlaf dein Baby benötigt. So kannst du Nickerchen über den Tag streichen und dafür holt sich dein Baby den Schlaf dann nachts.

Wie Babys durchschlafen lernen?

Für die Nacht helfen dann weitere Tipps, wie du dein Baby beim Schlafen unterstützen kannst:

  • Saugfähige Windeln, damit sie nachts nicht mehr zu oft gewechselt werden müssen.
  • Entwickle Einschlafrituale vor dem Schlafengehen.
  • Benutze Einschlafhilfen, wie Schnuller, Kuscheltiere oder ein Fläschchen.
  • Auch Pucken kann als Einschlafhilfe dienen. Diese bestimmte Wickeltechnik gibt Babys ein Gefühl von Enge und Wärme, die sie noch aus dem Bauch kennen. Wichtig: am besten eine Hebamme fragen, wie die richtige Technik funktioniert.
  • Volle Mahlzeiten und langes Stillen halten die Kleinen eine Weile satt, sodass sie länger schlafen können, ohne vom Hunger oder Durst geweckt zu werden.
  • Das Bett nur zum Schlafen und nicht zum Spielen nutzen.
  • Tag-Nacht-Rhythmus beibringen. Es soll den Unterschied zwischen Tag und Nacht erkennen.

Beachte: Ziel ist es nicht, dass das Kind durchschläft – das wird es früher oder später von ganz allein – sondern, dass es lernt eigenständig einzuschlafen.

Schlaftraining

Es gibt zahlreiche Varianten vom sogenannten Schlaftraining. „Jedes Baby kann schlafen lernen“ ist ein beliebtes Buch unter Eltern, welches auf der Ferber-Methode basiert. Jedoch gibt es keine anerkannten Studien dafür, dass Schlaftrainings Erfolg versprechen.

Baby durchschlafen: Tricks für müde Eltern

Wenn das Kind nicht durchschläft ist es häufig eine starke Belastung für die Eltern. Sie müssen sich vorrübergehend mit dem Schlafmangel arrangieren. Aber trotzdem gibt es auch hier einige Tipps für Eltern, um bestmöglich durch die schlaflose Zeit zu kommen:

  • Mit dem Partner abwechseln
    Nach dem Abstillen sollten Eltern jeweils mindestens zwei Nächte pro Woche durchschlafen.
  • Schlaf nachholen
    Wenn dein Baby schläft, versuche auch abzuschalten oder zu schlafen.
  • Um Hilfe bitten
    Wenn große Verzweiflung aufkommt, ist es wichtig die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen und tief durchzuatmen. Verwandte, Freunde oder auch der Partner können hier eine große Hilfe sein.

Wenn der Schlafmangel dich und deinen Partner schwer belastet, solltet ihr euch professionelle Hilfe suchen. Wende dich am besten an „Nationales Zentrum frühe Hilfen“, Hebammen oder Kinderärzte.

Quellen