Bookmark

Bäuerchen machen: 6 Tricks, die dem Baby helfen

Lies hier einfache Tricks, wie du dein Baby beim Bäuerchen machen unterstützen kannst: die richtige Position, Haltung und wann das Baby aufstoßen sollte.

Sanftes Rückenklopfen oder Massieren kann dem Baby helfen, ein Bäuerchen zu machen.
Sanftes Rückenklopfen oder Massieren kann dem Baby helfen, ein Bäuerchen zu machen.
© Bigstock / Khunaspix

Bäuerchen machen: Warum das wichtig ist

Beim Stillen oder Füttern kann das Baby aus Versehen Luft verschlucken. Im Bauch zwickt und kneift sie dann und das Baby fühlt sich sichtlich unwohl. Ein Bäuerchen nach dem Trinken sorgt dafür Luft aus dem Magen zu entfernen und das hilft Blähungen loszuwerden. Ein Rülpser während und nach dem Essen tut deinem Baby also gut.

Baby Bäuerchen: Tricks machen es einfach

1. Eine aufrechte Haltung hilft beim Bäuerchen machen

Das Wichtigste, damit dein Baby aufstoßen kann, ist die richtige Haltung. Das sorgt oftmals ganz von selbst für das Bäuerchen beim Baby. Achte darauf, dass sein Rücken möglichst gestreckt und damit die Speiseröhre möglichst gerade ist. So findet die mitgeschluckte Luft besser ihren Weg nach draußen. Nachfolgende Bäuerchen-Positionen kannst du ausprobieren. Welche besser klappt, kommt immer auch auf dein Baby an.

2. Verschiedene bewährte Bäuerchen-Positionen

Nicht jedes Baby stößt automatisch auf, wenn es an die Schulter gelegt wird. Um das Bäuerchen dennoch anzuregen, kannst du die Position variieren und so ein Gefühl dafür entwickeln, welche Körperhaltung deinem Kind beim Aufstoßen hilft.

  • Über die Schulter legen
    Leg dein Baby über deine Schulter, am besten so, dass sein Magen an deiner Schulter liegt. Stütze den Po mit deinem Arm. Klopfe den Rücken leicht oder massiere ihn mit kreisenden Bewegungen und sanftem Druck. Ein Spucktuch über der Schulter fängt gegebenenfalls die erbrochene Milch auf. Dass dein Baby etwas Milch spuckt, ist durchaus normal.
  • Sitzend aufstoßen
    Ebenso bewährt hat sich diese Bäuerchen-Position: Setze dein Kind auf deinen Oberschenkel, neige es leicht nach vorne (Kopf stützen nicht vergessen!) klopfe und massiere wieder seinen Rücken. In dieser Position sollte das Spucktuch auf deinem Bein liegen.
  • Auf dem Bauch liegend aufstoßen
    Manche Kinder stoßen leichter auf, wenn sie kurz auf den Bauch liegen. Lege dein Baby dafür auf deinen Schoß oder nimm es im Fliegergriff. Achte darauf, dass der Kopf dabei etwas erhöht zum Körper liegt. Ältere Babys kann man auch seitlich auf den Schoß setzen und ihren Oberkörper leicht neigen.

3. Bäuerchen herbeiklopfen

Kreisende, reibende oder sanft klopfende Bewegungen auf den Rücken unterstützen das Aufstoßen. Oftmals kommt das Bäuerchen dabei ganz von selbst.

4. Nutze Trinkpausen für Bäuerchen

Damit Baby die überschüssige Luft im Bauch gleich wieder los wird, solltest du Trinkpausen nutzen. Wenn dein Kind von selbst absetzt oder du es von einer Brust zur anderen wechselst, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, es kurz hochzunehmen und das Bäuerchen mit sanftem Klopfen auf den Rücken zu locken. „Die Pause, sprich die Zeit, die du dir lässt, bis du das Baby weiter fütterst, ist fast so wichtig, wie das Bäuerchen selbst.“, sagt Kinderärztin Hammond. Sie empfiehlt zwei bis fünf Minuten zu warten, bis du das Baby wieder anlegst oder ihm wieder die Flasche gibst.

5. Bewegung hilft beim Aufstoßen

Versuche, ob sich dein Baby beim Bäuerchen machen leichter tut, wenn du es in aufrechter Haltung umher trägst und es schaukelst.

6. In der Ruhe liegt das Bäuerchen

Egal, ob dein Baby die Brust oder die Flasche bekommt, für die Milchmahlzeit solltet ihr euch immer ausreichend Zeit und Ruhe gönnen. Auf diese Weise klappt es auch mit dem Bäuerchen ganz von selbst und ohne Druck.

Ist es schlimm, wenn Baby kein Bäuerchen macht?

Das Bäuerchen klappt nicht? Mach dir keine Sorgen. Geht es deinem Baby nach dem Essen gut, wirkt es zufrieden und hat keine Bauchschmerzen, kann es gut sein, dass es gar nicht aufstoßen muss.

Meist bemerken Eltern recht schnell, ob ein Bäuerchen notwendig ist oder nicht. Zum einen erkennt man es daran, dass das Kind hastig trinkt und sich verschluckt. Zum anderen gilt die Regel: Hat das Kind nach etwa fünf bis zehn Minuten immer noch nicht aufgestoßen, scheint das Bäuerchen nicht notwendig zu sein.

Bäuerchen nachts?

Gerade, wenn das Baby nach dem Stillen eingeschlafen ist, will man es nicht unbedingt wecken – nur um ein Bäuerchen zu machen. Schläft dein Baby einfach seelenruhig weiter ist es unnötig das Kind extra zu wecken.

Quellen