Bäuerchen machen: 7 Tricks, wie du deinem Baby dabei helfen kannst

7 Tricks, wie du deinem Baby beim Bäuerchen machen helfen kannst

Ein Bäuerchen nach dem Trinken hilft deinem Baby Luft aus dem Magen loszuwerden und das hilft gegen Blähungen. Lies hier 7 einfache Tricks, wie du dein Baby beim Bäuerchen machen unterstützen kannst: die richtige Position, Haltung und wann das Baby aufstoßen sollte.

Mutter hat Baby für ein Bäuerchen an ihre Schulter gelegt
Sanftes Rückenklopfen oder Massieren kann es deinem Baby erleichtern, ein Bäuerchen zu machen. © Bigstock / Khunaspix

Bäuerchen machen: Warum das wichtig ist

Beim Stillen oder Füttern kann das Baby aus Versehen Luft mit schlucken. Im Bauch zwickt und kneift sie dann natürlich und das Baby fühlt sich sichtlich unwohl. Gegen Blähungen kann das Bäuerchen während und nach dem Essen also gut helfen.

Was hilft beim Bäuerchen machen? 7 Tipps

#1 Eine aufrechte Haltung hilft beim Bäuerchen machen

Das Wichtigste, damit dein Baby aufstoßen kann, ist die richtige Haltung. Das sorgt oftmals ganz von selbst für das Bäuerchen beim Baby. Achte darauf, dass sein Rücken möglichst gestreckt und damit die Speiseröhre möglichst gerade ist. So findet die mitgeschluckte Luft besser ihren Weg nach draußen. Nachfolgende Bäuerchen-Positionen kannst du ausprobieren. Welche besser klappt, kommt immer auch auf dein Baby an.

#2 Verschiedene, bewährte Bäuerchen-Positionen

Nicht jedes Baby honoriert es automatisch mit einem Bäuerchen, wenn es an die Schulter gelegt wird. Um das Bäuerchen dennoch anzuregen, kannst du die Position variieren und so ein Gefühl dafür entwickelt, welche Körperhaltung deinem Kind beim Aufstoßen hilft.

  • Über die Schulter legen
    Diese Bäuerchen-Position kommt den meisten in den Sinn, wenn es darum geht, das Baby aufstoßen zu lassen. Leg dein Baby über deine Schulter, am besten so, dass sein Magen an deiner Schulter liegt. Stütze den Po mit deinem Arm. Klopfe den Rücken leicht oder massiere ihn mit kreisenden Bewegungen und sanftem Druck. Ein Spucktuch über der Schulter fängt gegebenenfalls die erbrochene Milch auf. Dass dein Baby etwas Milch spuckt, ist durchaus normal.
  • Sitzend aufstoßen
    Ebenso bewährt hat sich diese Bäuerchen-Position: Setze dein Kind auf deinen Oberschenkel, neige es leicht nach vorne (Kopf stützen nicht vergessen!) klopfe und massiere wieder seinen Rücken. In dieser Position sollte das Spucktuch auf deinem Bein liegen.
  • Auf dem Bauch liegend aufstoßen
    Manche Kinder stoßen leichter auf, wenn sie kurz am Bauch liegen. Lege dein Baby dafür auf deinen Schoß oder nimm es im Fliegergriff. Achte darauf, dass der Kopf dabei etwas erhöht zum Körper liegt. Ältere Babys kann man auch seitlich auf den Schoß setzen und ihren Oberkörper leicht neigen.

Wie das dann in der Praxis aussieht, kannst du dir in diesem Video ansehen. Hier erklärt die Kinderärztin Blair S. Hammond vom Mount Sinai Hospital in New York, was du bei der jeweiligen Bäuerchen-Position beachten musst.

Baby Bäuerchen: Die richtige Haltung

#3 Bäuerchen herbeiklopfen

Kreisende, reibende oder sanft klopfende Bewegungen auf den Rücken unterstützen das Aufstoßen. Oftmals kommt das Bäuerchen dabei ganz von selbst. Nicht erschrecken: Manchmal kommt mit dem Babyrülpser ein Schwall Milch hoch. Das ist ganz normal. Lege dir also besser immer ein Stofftuch über die Schulter.

#4 Leichteres Bäuerchen durch weniger Luft

Egal ob du stillst oder die Flasche gibst, füttere dein Kind am besten in einer aufrechteren Position und lass dir und deinem Kind beim Füttern Zeit. Dadurch schluckt dein Kind automatisch weniger Luft und das Bäuerchen kann viel leichter kommen.

Video-Empfehlung

#5 Nutze Trinkpausen für Bäuerchen

Damit Baby die überschüssige Luft im Bauch gleich wieder los wird, solltest du Trinkpausen nutzen. Wenn dein Kind von selbst absetzt oder du es von einer Brust zur anderen wechselst, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, es kurz hochzunehmen und das Bäuerchen mit sanftem Klopfen auf den Rücken zu locken. „Die Pause, spricht die Zeit die du dir lässt, bis du das Baby weiter fütterst, ist fast so wichtig, wie das Bäuerchen selbst.“, sagt Kinderärztin Hammond. Sie empfiehlt zwei bis fünf Minuten zu warten, bis du das Baby wieder anlegst oder ihm wieder die Flasche gibst.

#6 Bewegung hilft beim Aufstoßen

Versuche, ob sich dein Baby beim Bäuerchen machen leichter tut, wenn du es in aufrechter Haltung umherträgst und es schaukelst.

#7 In der Ruhe liegt das Bäuerchen

Egal, ob dein Baby die Brust oder die Flasche bekommt, für die Milchmahlzeit solltet ihr euch immer ausreichend Zeit und Ruhe gönnen. Auf diese Weise klappt es auch mit dem Bäuerchen ganz von selbst und ohne Druck.

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Quellen:
Dr. med. Beck, Martin: Schreien stärkt die Lungen und 99 weitere Elternirrtümer, Gräfe und Unzer Verlag, München: 2012

Nolte, Stephan Heinrich; Nolden, Annette: Das große Buch für Babys erstes Jahr: Das Standardwerk für die ersten 12 Monate, Gräfe und Unzer Verlag, München: 2013