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Bett, Kissen, Technik und Co.: Das benötigst du wirklich, damit dein Baby ruhig schläft

Babys Schlaf ist ein ganz zentrales Thema für die ganze Familie, denn nur, wenn der Nachwuchs zur Ruhe kommt, haben auch die Eltern ein paar freie und ruhige Stunden. Es gibt zahlreiche Produkte und Hilfsmittel auf dem Markt, die den Schlaf des Kindes fördern und unterstützen sollen. Fragst du dich auch manchmal, was du davon eigentlich wirklich brauchst? Gerade Mamas ab 40, die bei der Vorbereitung auf den Nachwuchs häufig eine regelrechte Perfektion an den Tag legen und auch ein größeres Budget haben als jüngere Eltern, neigen dazu, das eine oder andere Teil zu viel zu kaufen. Manche Tools sorgen jedoch nur dafür, dass du dich mehr ängstigst, als es eigentlich nötig ist. Wir haben eine Minimal-Liste erstellt, mit der ihr alle entspannt bleiben könnt!

Das ist die ultimative Minimal-Liste für entspannte Eltern
Das ist die ultimative Minimal-Liste für entspannte Eltern
© Unsplash/ Minnie Zhou

Angst vor dem Plötzlichen Kindstod: Wie sinnvoll ist eine Überwachung?

Die Angst vor dem Plötzlichen Kindstod kennen alle Eltern, denn dieses Schreckgespenst hat schon die Generationen vor dir geängstigt. Was für ein Horror, dass der kleine Schatz einfach aufhört zu atmen und niemand weiß, woran es eigentlich lag. Das ist wohl die größte Sorge aller Eltern, weshalb es auch ausgefeilte Methoden der Überwachung gibt, die zum Beispiel die Atemfrequenz des Kindes im Schlaf dauernd überwachen. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass du von einem falschen Alarm nach dem nächsten aufgeschreckt wirst und sich eine extreme Unruhe im Haus ausbreiten wird. Du wirst dauernd an das Thema denken und mit deiner Angst dein Baby anstecken, das dadurch seinerseits immer unruhiger werden kann. Manche Geräte erzeugen sogar Elektrosmog, dem das Baby direkt ausgesetzt ist. Es gibt viele kritische Stimmen zu diesem Thema, das durch die moderne Technologie in immer mehr Haushalten zur Anwendung kommt. Es empfiehlt sich aber nur für Babys, bei denen es tatsächlich eine medizinische Indikation gibt.

Ursachen für den Plötzlichen Kindstod

Auch wenn noch nicht abschließend geklärt werden konnte, warum Babys überraschend im Schlaf versterben, haben Mediziner doch eine immer größere Kenntnis über die entscheidenden Risikofaktoren erlangen können. Wenn du diese ausschließt, dann schläft dein Baby in der Regel sicher.

  • Eltern sollten das Rauchen aufgeben. Nicht nur das Rauchen in der Wohnung selbst, auch der kalte Rauch in den Haaren und an Kleidung und Haut der Eltern kann ein Risiko für das Kind darstellen.
  • Die Überhitzung im Bett ist zu vermeiden. Besser schläft das Baby in einem leicht kühlen, frisch gelüfteten Raum.
  • Informiere dich hier über weitere Risikofaktoren.

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Diese Sachen haben im Babybett nichts verloren

Es gibt viele Accessoires, die zwar hübsch aussehen und im Kinderzimmer ein schönes Ambiente erzeugen, die jedoch im Babybett trotzdem nichts zu suchen haben. Das liegt daran, dass diese Dinge entweder dafür sorgen können, dass deinem Baby beim Schlafen zu warm wird oder dass es darunter gerät und im schlimmsten Fall ersticken kann. Verzichte also auf Folgendes:

  • Kopfkissen. Die braucht dein Baby nicht.
  • Nestchen im Bett. Falls du eines verwenden willst, um den Kopf deines Kindes vor den Gittern zu schützen, muss es perfekt angebracht und sicher verknotet sein.
  • Zu große Decken. Das Baby kann darunter geraten und schafft es dann nicht, sich allein zu befreien. Am sichersten schläft es in einem Schlafsack, der an die Wetterlage angepasst ist. Dieser sollte perfekt passen, damit es nicht hineinrutschen kann.
  • Felle und andere, kuschelige Unterlagen. Sie können einen Wärmestau erzeugen.
  • Plüschtiere
Babyfüße auf einem Babybett

© Unsplash/ Minnie Zhou

 

In einem solchen Bett fühlt Baby sich wohl

Dein Baby war im Mutterleib eng eingekuschelt und ist die umhüllende Nähe gewohnt. Darum schrecken viele Babys beim Wickeln zusammen, wenn sie nackt sind, denn ihnen fehlt die schützende Hülle. Aus diesem Grund lieben Babys Betten, die nicht zu groß sein dürfen, denn sie geben ihnen ein geborgenes Gefühl, das sie ein klein wenig an die schöne Zeit in Mamas Bauch erinnert. Für die erste Zeit ist es also am besten, du greifst zu einer Wiege oder einem Stubenwagen. Eine Wiege hat den Vorteil, dass sich das Baby durch das sanfte Schaukeln leichter beruhigen lässt. Wird zudem ein entspanntes, sanftes Wiegenlied angestimmt, wird das Kind noch ruhiger und kann noch besser schlafen. Der Hintergrund: Schon rund 22 Wochen nach der Befruchtung der Eizelle ist das Hörvermögen des Kindes im Mutterleib funktionsfähig und das Ungeborene nimmt die Stimme der Mutter als schützend wahr. Durch den Gesang eines Wiegenlieds wird die Erinnerung daran geweckt und das Baby entspannt sich.

Ein Stubenwagen ist in der Regel mit Rollen ausgestattet und lässt sich so leicht von einem Zimmer ins nächste schieben. So kann dein kleiner Schatz immer da sein, wo du gerade bist, was ihm ohnehin am besten gefällt. Solch eine Schlafgelegenheit für Babys musst du nicht kaufen, sondern kannst sie in speziellen Geschäften auch leihen. Vielleicht möchtest du aber auch eine Familientradition beginnen und eine ganz besondere Wiege anfertigen lassen? Vielleicht werden auch deine Enkel und Urenkel einmal darin schlafen.

Viele Eltern entscheiden sich heute auch für ein Anstellbett, das direkt am Bett der Eltern befestigt werden kann. Dadurch ist das Kind immer direkt in der Nähe, gerät aber nicht versehentlich unter die Decken der Eltern.

Wenn die ersten Monate vorbei sind, ist es Zeit für ein „richtiges“ Bett. Die klügste Entscheidung ist die für mitwachsende Baby- bzw. Kinderbetten, die in der Höhe verstellbar sind und abnehmbare Gitter haben. Dadurch wird das Babybett später ganz einfach zum Kinder- und dann sogar zum Jugendbett. Mehr braucht es gar nicht zum Schlafen.