Fetales Alkoholsyndrom - Wenn Mama in der Schwangerschaft trinkt

Fetales Alkoholsyndrom – Wenn Mama in der Schwangerschaft trinkt

Wenn du in der Schwangerschaft Alkohol trinkst, leidet dein Baby. Ein fetales Alkoholsyndrom ist die Folge. Wie schlimm das dein Kind beeinträchtigen kann, erfährst du hier.

Eine Schwangere hält ein Glas Rotwein
Alkohol in der Schwangerschaft kann schlimme Auswirkungen haben. © Bigstock / HighwayStarz

Fetales Alkoholsyndrom: Was versteht man darunter?

Ein fetales Alkoholsyndrom (FAS) bezeichnet eine Reihe von bleibenden körperlichen und geistigen Schäden, die bei einem Neugeborenen auftreten können, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat.

In Deutschland betrifft das jährlich etwa 3.000 Neugeborene. Weitere 3.000 kommen mit den Folgen des sogenannten partiellen fetalen Alkoholsyndroms zur Welt, einer leichteren Form des FAS.

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FAS-Syndrom: Auswirkungen

Kinder, die unter dem fetalen Alkoholsyndrom leiden, sind in ihrer Entwicklung eingeschränkt. Sie hängen ihren Altersgenossen körperlich und geistig um einiges hinterher. Optisch zeigen sich die Auswirkungen der Krankheit besonders im Gesicht- und Kopfbereich.

Körperliche Symptome:

  • Wachstumsstörungen
  • Gesicht mit schmalen Augen und schmaler Oberlippe
  • kurze, flache Nase
  • Herzprobleme
  • Gaumenspalte
  • Skoliose
  • kleine Zähne mit großem Abstand

Psychische Symptome:

  • Lernschwierigkeiten
  • Hyperaktivität
  • epileptische Anfälle
  • Schwierigkeiten beim Verstehen abstrakter Dinge und logischer Zusammenhänge

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Fetales Alkoholsyndrom: Das sind die Ursachen

Es gibt nur eine Ursache für diese Entwicklungsstörungen bei Kindern: Der Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft. Der Alkohol gelangt über die Nabelschnur bis zum Kind. Innerhalb kurzer Zeit hat das Ungeborene genau so viel Promille, wie seine Mutter. Das Fatale: Die Mutter baut den Alkohol im Blut zehnmal so schnell ab, wie ihr Kind.

Abhängig davon, wie viel Alkohol die werdende Mutter während ihrer Schwangerschaft konsumiert hat, unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Schweregraden des fetalen Alkoholsyndroms. Bisher kann jedoch kein linearer Zusammenhang zwischen der konsumierten Men

  • Grad 1: Das Kind hat Untergewicht und leidet an einem verminderten Wachstum. Die geistige Entwicklung hängt im Vergleich zu den Altersgenossen etwas zurück.
  • Grad 2: Das Kind hat ein auffälliges Aussehen, wie zum Beispiel einen besonders kleinen Kopf, eine enge Lidspalte oder eine flache Nasenwurzel. Auch unwillkürliche, unkontrollierbare Bewegungen (Hyperkinese) sind möglich.
  • Grad 3: Erst jetzt spricht man von einer eindeutigen körperlichen und geistigen Entwicklungsverzögerung. Das Kind leidet unter besonderen Herzfehlbildung, wie Scheidewanddefekte und Herzmuskelschädigungen. Außerdem sind die Überlebenschancen sehr gering.

Bisher kann jedoch kein linearer Zusammenhang zwischen der konsumierten Menge an Alkohol und dem Ausmaß an Schädigung nachgewiesen werden, jedoch spielt das Entwicklungsstadium des Ungeborenen eine wichtige Rolle. Auch kann davon ausgegangen werden, dass je höher der Alkoholkonsum ist, desto stärker auch die körperlichen Beeinträchtigungen des Kindes sein werden.

So verhinderst du Fetales Alkoholsyndrom

So eindeutig wie die Ursache ist auch die Prävention: Verzichte während deiner Schwangerschaft komplett auf Alkohol. Die neun Monate wirst du bestimmt auch mal auf das Gläschen Wein am Abend verzichten können, oder? Schließlich steht die Gesundheit deines Kindes auf dem Spiel.

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