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10 lustige Fingerspiele für Babys und Kinder

Forscher haben herausgefunden, dass Fingerspiele Baby klüger machen. Darum findest du hier niedliche Fingerspiele für Babys, wie „Das ist der Daumen“.  Und weil auch im Kindergartenalter Finger- und Bewegungsspiele Spaß machen und die Entwicklung fördern, findest du hier auch lustige Spiele für ältere Kinder: Himpelchen und Pimpelchen und zehn kleine Zappelmänner.

Fingerspiele fördern die Entwicklung von Babys und Kindern - und machen richtig viel Spaß!
Fingerspiele fördern die Entwicklung von Babys und Kindern - und machen richtig viel Spaß!
© Bigstock / Anna Kraynova

In diesem Artikel:

Im Folgenden findest du Fingerspiele für Babys mit den Reimen und den entsprechenden Bewegungen und danach lustige Finger- und Bewegungsspiele für Kindergartenkindern, bei denen keiner still sitzen bleiben kann. Viel Spaß!

Fingerspiele Babys: einfache Reime und Bewegungen

Die folgenden Fingerspiele kannst du überall mit deinem Baby spielen: Bei längeren Wartezeiten oder daheim? Die Finger sind immer dabei. Für die Fingerspiele Baby am besten auf deinen Schoß legen, oder in einer Trage oder ähnlichem vor dir.

In den Tabellen findest du jeweils die Reime und rechts daneben die jeweilige Bewegung, wie du für das jeweilige Fingerspiel Babys Fingerchen bewegen musst.

Wir starten mit einem der beliebtesten Fingerspiele für Babys: „Das ist der Daumen“.

#1 Das ist der Daumen

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Das ist der Daumen, Du nimmst einen Daumen (egal ob rechter oder linker) deines Babys zwischen deine Finger und schüttelst ihn.
der schüttelt die Pflaumen, Du nimmst den Zeigefinger deines Babys zwischen und schüttelst ihn.
der hebt sie auf, Du nimmst den Mittelfinger deines Babys zwischen und schüttelst ihn.
der trägt sie nach Haus. Du nimmst den Ringfinger deines Babys zwischen und schüttelst ihn.
Und der Kleine isst sie alle auf! Du nimmst den kleinen Finger deines Babys zwischen die Finger und schüttelst ihn.

#2 Hampel und Strampel

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Hallo Ihr Füße, wie heißt ihr denn ?
Ich heiße „Hampel“, und ich heiße „Strampel“
Ich bin das Füßchen Übermut …
… und ich das Füßchen Tunichtgut
Das Baby liegt auf dem Rücken (z.B. auf den Knien von Mutter/Vater), der Text wird theatralisch vorgetragen
abwechselnd die Füße hochnehmen
Übermut und Tunichtgut, gingen auf die Reise
Patsch in alle Sümpfe, nass sind Schuh‘ und Strümpfe!
Doch schaut die Mutter um die Eck, …
Schrittbewegungen mit den Beinen imitieren
… laufen die beiden ganz schnell weg! Beine ganz schnell strampeln lassen

Weiter geht es mit tierischen Fingerspielen: Baby spielt mit Schnecke, Hase und Bär.

Video-Empfehlung

#3 Schnecke, Hase, Zwerg und Floh

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Erst kommt die Schnecke und krabbelt um die Ecke. mit den Fingern den Arm hinauf und dann über das Gesicht krabbeln
Dann kommt der Hase und zwickt Dich in die Nase an die Nase stupsen
Jetzt kommt der Zwerg, der klettert über’n Berg mit den Fingern über den Kopf krabbeln
Nun kommt der Floh, und der macht so ! mit dem Finger über Bauch und Brust stupsen

#4 Der Wüstenhase sucht die Oase

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Ein Wüstenhase sucht die Oase Finger hüpfen über den Bauch
hinter den Dünen fragt er den Beduinen Finger malen ein „?“ auf den Bauch
der sagt :“Geh nach Westen da findest Du’s am Besten!“ Finger krabbeln über den Arm
Da hüpft der Hase fort und findet einen Ort Finger hüpfen über den anderen Arm
dort isst er viele Feigen, tanzt mit Kamelen Reigen, Hand streicht über den Bauch
dann schläft er schließlich ein und aus ist’s mit dem Reim. Hände streichen rechts und links über den Kopf zum Kinn

#5 Die Schnecke im Schneckenhaus

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Die Schnecke sitzt im Schneckenhaus
und streckt nur ihre Fühler aus. die Arme des Kindes über den Kopf strecken
Sie schwenkt sie hin, sie schwenkt sie her Arme nach rechts und links schwenken
und fragt ganz leise: „Ist da wer?“ an die Nase stupsen

#6 Erst kommt der Bär…

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Erst kommt der Bär, Mit der ganzen Handfläche Wort für Wort berühren
der geht so schwer.
Dann kommt die Katze sanft streicheln
mit der weichen Tatze
Da huscht ein Mäuschen mit Fingerspitzen, schnell über die Haut fahren und Armbeuge, Ohr oder Kinn kitzeln
sucht ein Häuschen
Zuletzt hüpft der Floh und zwickt dich in den Po. mit einem Finger öfter auftippen und ganz leicht zwicken.

Fingerspiele für Babys individuell gestallten

Du kannst mit deinem Baby auch selbst ausgedachte Spiele spielen und zum Beispiel Reime aufsagen, während du mit der flachen Hand auf seine Handflächen oder Fußsohlen klopfst. Solche Berührungsspiele fördern die Wahrnehmung und somit auch die Entwicklung des Babys. Nebenbei lernt es Rhythmus, Melodie und Sprache kennen.

Fingerspiele: Kindergarten- und Kita-Kinder

Aber auch Kleinkindern und Kindern im Kindergartenalter machen Bewegungs- und Fingerspiele viel Spaß. Dabei dürfen Reime und Bewegungsabläufe schon etwas ausgefeilter sein. Hier findest du drei Vorschläge, welche Fingerspiele Kindergarten- und Kita-Kinder Spaß machen: zum Mitsingen und Spaß haben. Beliebte Klassiker sind natürlich „Himpelechen und Pimpelchen“ und „Zehn kleine Zappelmänner“.

#7 Himpelchen und Pimpelchen

Himpelchen und Pimpelchen, die stiegen auf einen hohen Berg: Aber wie ging es weiter? Hier kommt eine Videoanleitung für das Fingerspiel.

Fingerspiel Himpelchen und Pimpelchen

#8 Zehn kleine Zappelmänner

Auch für die zehn kleinen Zappelmänner gibt es hier eine Videoanleitung. Aber vielleicht kennst du das Fingerspiel ja noch in und auswendig.

Fingerspiel Zehn kleine Zappelmänner

#9 Mit Fingerchen, mit Fingerchen

„Mit Fingerchen, mit Fingerchen, mit flacher, flacher Hand…“ Dieses Lied geht ins Ohr! Kinder können bei diesem Fingerspiel jede Menge Handstellungen ausprobieren. Das macht nicht nur richtig Spaß, sondern fördert auch die Konzentration und die motorische Entwicklung.

Mit Fingerchen, mit Fingerchen

#10 Das Fliegerlied

Beim sogenannte „Fliegerlied“ werden die Hände außnahmsweie mal etwas weniger gebraucht, dafür ist ganzer Körpereinsatz gefragt. Kinder und Erwachsene haben hier gleichermaßen Spaß und man kann sich so richtig schön auspowern und herumspringen. Das wird wirklich ein schöner Tag! Und eine lustige Idee für ein Spiel zum nächsten Kindergeburtstag.

So ein schöner Tag (Fliegerlied)

Mit Fingerspielen Babys und Kleinkinder spielerisch fördern

Es ist erwiesen, dass Fingerspiele Babys und Kinder in ihrer Entwicklung auf viele verschiedene Ebenen fördern kann. Kinder- und Entwicklungspsychologen haben herausgefunden, dass Bewegungs- und Fingerspiele Vorteile für die Sprachentwicklung, Feinmotorik, das Erinnerungsvermögen und sogar auf das soziale Verhalten von Kindern hat. Dafür sind vor allem die altersgerechten Reime der Fingerspiele und auch die Berührungen entscheidend. „Berührung in Verbindung mit Worten ist für das Baby ein Spracherlebnis, das sich tief einprägt. Es festigt die emotionale Beziehung zu Mutter, Vater, den Großeltern oder anderen Erwachsenen, die mit ihm spielen. Dabei werden Denkstrukturen ausgebildet, die für das weitere Sprachverständnis wichtig sind. Kinder lernen ja nicht nur mit dem Gehör, sondern mit allen Sinnen. Je mehr Sinne angesprochen werden, desto besser prägt sich das Gesagte ein.“ , erklärt die promovierte Sozialpädagogin Margarete Blank-Mathieu in dem Artikel „Spiel-Sprache, Sprachspiele… Zur Bedeutung von Reimen und Kinderliedern für das Erlernen der Sprache“ auf kindergartenpaedagogik.de. Und dabei genügen schon ein paar Minuten am Tag. Wenn du sich also wieder fragen solltest, was du heute mit deinem Kleinen machen kannst, lautet die Antwort ganz klar: Fingerspiele! Baby liebt sie und du unterstützt es beim Sprechen lernen. Das erste „Mama“ lässt dann sicher nicht mehr lange auf sich warten.

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Quellen:

Blank-Mathieu, Margarete: Spiel-Sprache, Sprachspiele… Zur Bedeutung von Reimen und Kinderliedern für das Erlernen der Sprache. In:kindergartenpaedagogik.de.https://kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/bildungsbereiche-erziehungsfelder/sprache-fremdsprachen-literacy-kommunikation/1270 (letzter Zugriff: 30.01.2019)

Dhom, Christel (2002): Spiel mit mir – Sprich mit mir.Spiele zur Sprachentwicklung vom Kleinkind bis zum Grundschulalter. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben

Hellrung, Uta (2016): Sprachentwicklung und Sprachförderung. Beobachten, verstehen, handeln. Herder. 3. Auflage. S. 115ff

Götte, Rose (1994): Sprache und Spiel im Kindergarten. Praxis der ganzheitlichen Sprachförderung in Kindergarten und Vorschule. Weinheim: Beltz, S. 33-34