Gewicht Baby: Zu viel oder zu wenig? Die Gewichtstabelle zeigt es

Gewicht Baby: Wann ist es zu viel oder zu wenig?

Wie viel sollte mein Baby wiegen? Das Gewicht deines Babys kannst du hier anhand der Baby-Gewichtstabelle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überprüfen. Ob sich dein Kind gesund entwickelt und seine Gewichtszunahme normal ist, kannst du mit Hilfe der Gewichtskurve herausfinden. Außerdem findest du weitere Infos zum Thema Baby-Gewicht, Übergewicht bei Babys und was du tun kannst, wenn dein Baby nicht zunimmt.

Baby Gewicht: Kind sitzt am Tisch vor einem Truthahn
Baby Gewicht: Wann ist es zu viel und wann zu wenig? ©Pinningnarwhals via Twenty20

In diesem Artikel: 

Gewicht Baby: schneller Überblick mit Gewichtstabelle

Welches Gewicht Babys wann haben sollten, siehst du hier: ab dem ersten Monat bis zu seinem 1. Geburtstag. Die nachfolgenden Werte in der Baby-Gewichtstabelle entsprechen den „Child Growth Standards“ der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Gewichtstabelle Baby: Wie viel sollte mein Baby wiegen?

Gewichtstalle: Babys durchschnittliches Gewicht sortiert nach Geschlecht und Alter

Alter Jungen Mädchen
1. Monat 4.500 Gramm 4.200 Gramm
2. Monat 5.600 Gramm 5.100 Gramm
3. Monat 6.400 Gramm 5.800 Gramm
4. Monat 7.000 Gramm 6.400 Gramm
5. Monat 7.500 Gramm 6.900 Gramm
6. Monat 7.900 Gramm 7.300 Gramm
7. Monat 8.300 Gramm 7.600 Gramm
8. Monat 8.600 Gramm 7.900 Gramm
9. Monat 8.900 Gramm 8.200 Gramm
10. Monat 9.200 Gramm 8.500 Gramm
11. Monat 9.400 Gramm 8.700 Gramm
12. Monat 9.600 Gramm 8.900 Gramm

Wichtig: Du brauchst dir keine Sorgen machen, wenn dein Baby in den ersten Tagen nach der Geburt zunächst an Gewicht verliert. Sein Stoffwechsel muss sich erst anpassen, was in der Regel recht schnell passiert. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt auf ihrem Informationsangebot kindergesundheit.info folgende Empfehlung, wie viel Gewicht Babys pro Woche etwa zunehmen sollten: „Bis zum Alter von acht Wochen sollte das Baby dann wöchentlich mindestens 125 Gramm zunehmen. Ab dann beträgt die Gewichtszunahme im ersten Halbjahr etwa 140 bis 170 Gramm pro Woche. Im zweiten Halbjahr sind es etwa 100 Gramm pro Woche.“

Gewichtskurve Baby: So erkennst du Normalgewicht

Beachte bitte, dass in der WHO-Gewichtstabelle Babys durchschnittliches Gewicht angegeben ist. Einen besseren Überblick, ob die Gewichtszunahme deines Babys normal ist, bietet nachfolgende Gewichtskurve. Babys Gewicht, seine Größe und der Kopfumfang des Babys werden nämlich bei jeder Vorsorgeuntersuchung in die sogenannte Perzentilenkurve im Vorsorgeheft eingetragen.

Egal ob leicht oder schwer, groß oder klein – dein Kind sollte bei dieser Kurve im ersten Jahr einer Tendenz folgen, die möglichst parallel zur Normallinie (50 Prozent) verläuft. Jede dramatische Veränderung (Abknicken der Kurve) im Gewicht – Baby springt zum Beispiel von sehr schwer zu sehr leicht – ist ein Signal für den Kinderarzt, die Entwicklung deines Kindes kritischer zu betrachten.

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Passt das Gewicht? Babys Gewichtszunahme in der Perzentilenkurve

Hier findest du zwei Gewichtskurzen fürs Baby: Gewicht von Mädchen und das Gewicht von Jungs. Damit kannst du auch zu Hause kontrollieren, ob Gewicht & Babys Alter zusammenpassen oder ob du dir Sorgen machen solltest.

Ist dein Kind eher klein und leicht, wird es sich zwischen drei Prozent und 50 Prozent in der Kurve ansiedeln, ist es eher groß und schwer, befindet sich seine Kurve zwischen 50 Prozent und 97 Prozent. Wachstumsstörungen zeichnen sich meist nach dem 2. bis 4. Lebensjahr ab.

Mädchen: Gewichtskurve – Babys Gewicht ab der Geburt

Gewicht Baby: Gewichtskurve Mädchen

© WHO

Jungen: Gewichtskurve – Babys Gewicht ab der Geburt

Gewicht Baby: Gewichtskurve Jungen

© WHO

Gewichtszunahme Baby: Ist mein Baby zu dick?

Zu viel Gewicht? Baby zu dick? Wir kennen alle die Statistiken und Berichte über die zunehmende Anzahl übergewichtiger Kinder: In Deutschland sind rund 15 Prozent aller 3- bis 17-Jährigen übergewichtig! Aber gerate deshalb nicht wegen deines sechsmonatigen Wonneproppens in Panik! Das Gewicht eines Babys deutet auf keine Veranlagung in späteren Jahren hin, solange es in Proportion zur Größe steh. Ob das der Fall ist, kannst du leicht in einer Gewichtstabelle fürs Baby nachschauen oder mit Hilfe der Gewichtskurve im Mutterpass überprüfen.

Babyspeck ist wichtig!

Und egal wie viel dein Kind wiegt: Lass es nicht hungern! Es braucht Kalorien und Fett damit sein Körper und sein Gehirn wachsen und sich altersentsprechend entwickeln können.

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Zu wenig Gewicht: Baby nimmt nicht zu!

Wenn dein Baby deutlich unter der Mittellinie der Gewichtskurve liegt beziehungsweise deutlich aus der Gewichtstabelle fällt, solltest du auf jeden Fall aufmerksam werden. Wenn du stillst und du das Gefühl hast, das Baby wird trotz häufigem Anlegen nicht richtig satt, solltest du mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt sprechen. Vielleicht reicht deine Milch nicht (mehr) aus. „Wenn die Mutter unsicher ist, ob ihr Kind genügend Nahrung erhält, kann sie es einige Tage lang vor und nach dem Stillen wiegen. Falls die Milchmengen zu klein sind, sollte das Kind häufiger gestillt werden. Stagniert das Gewicht über mehr als 3 Wochen, sollten Eltern das Kind dem Kinderarzt zeigen.“, empfiehlt zum Beispiel auch der Kinderarzt und Ratgeber-Autor Remo H. Largo in seinem Buch „Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren“.

Solange dein Kind aber keine Anzeichen zeigt, dass es hungrig ist und nicht deutlich an Gewicht verliert, solltest du es auch nicht zwingen, mehr zu essen. Es kann zum Beispiel auch sein, dass es gerade den nächsten Wachstumsschub vorbereitet und dich in den kommenden Wochen mit neuen Fähigkeiten und ein paar Zentimetern mehr überrascht. Während diesen Phasen ist es ganz normal, wenn dein Baby weniger Appetit hat. Das Gewicht des Babys kann dann natürlich auch stagnieren oder etwas sinken.

Solltest du dir aber unsicher sein, ob dein Kind zu dünn ist, frage am besten deine Hebamme oder einen Arzt, was du unternehmen kannst.

Gewicht Baby: Fakten zum Geburtsgewicht

Datum, Uhrzeit, Größe und Gewicht: Baby in Zahlen! Eltern kommen vom ersten Tag an meist kaum umhin, ihr Baby mit anderen Babys zu vergleichen, ob es größer oder kleiner, speckiger oder zarter ist. Aber all diese Vergleiche sagen nichts über den Zustand und die Entwicklung eines Kindes aus. Genauso wie bei Erwachsenen gibt es auch bei Babys eine Vielfalt von Größen und Gewicht.

Ein Anhaltspunkt, welches Geburtsgewicht typisch ist, ist eine Studie der WHO aus dem Jahr 2017. Diese vergleicht weltweit das durchschnittliche Gewicht von Babys bei ihrer Geburt. Das Ergebnis: In Deutschland wiegen Neugeborene bei ihrer Geburt durchschnittlich 3.480 Gramm. Die deutschen Babys liegen damit 180 Gramm über dem Durchschnitt und gehören im Schnitt zu den schwersten Babys der Studie. Noch schwerer sind mit 3.575 Gramm nur noch die Babys der Norwegerinnen.

Beeinflusst wird das Geburtsgewicht grundsätzlich durch mehrere Faktoren: Das Alter der Mutter, das wievielte Kind erwartet wird, oder der eigene familiäre, genetische Hintergrund spielen eine Rolle für das Baby-Gewicht.

Es gibt bei der Größe und beim Gewicht auch ethnische Unterschiede, so sind asiatische Kinder beispielsweise eher kleiner als europäische oder nordamerikanische.

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Quellen:

Jahn-Zöhren, Ursula; Deutscher Hebammen Verband: Entspannt erleben: Babys 1. Jahr: Alles Wichtige: Ernährung, Schlafen, gesunde Entwicklung, Pflege; Trias: Stuttgart 2011

Remo H., Largo: Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren, überarbeitete Neuausgabe, Piper: München/Berlin 2017

familienplanung.de ein Inforamtionsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Wachsen und gedeihen, URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/gewichtsentwicklung/ (Abrufdatum: 25.10.2018)

Kiserud T, Piaggio G, Carroli G, Widmer M, Carvalho J, et al. (2017) Correction: The World Health Organization Fetal Growth Charts: A Multinational Longitudinal Study of Ultrasound Biometric Measurements and Estimated Fetal Weight, URL: https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1002220 (Abrufdatum: 25.10.2018)