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Sanfte Helfer Globuli: Zahnen bei Babys erleichtern

Kann Homöopathie anhand von Globuli Zahnen bei Babys wirklich erleichtern? Hier erfährst du, welche homöopathischen Mittel sich für Babys bewährt haben.

Zufriedenes Baby dank Globuli: Zahnen erleichtern
Zufriedenes Baby dank Globuli: Zahnen erleichtern
© Unsplash/ Feliphe Schiarolli

Wann sind Globuli bei Babys geeignet?

Wenn sich der erste Milchzahn ankündigt, leiden die Kleinen und sind äußerst übel gelaunt. Es kann auch zu weiteren Symptomen wie Schlafstörungen, Fieber oder Schnupfen kommen. Als Mama ist man dann oft ratlos, wie man seinem Kind helfen soll. Was hilft beim Zahnen bei Babys?

Viele Eltern schwören zur Behandlung von Zahnungsschmerzen auf Globuli: Zahnen sanft fördern und Schmerzen lindern – das ist das erhoffte Ziel. Sie sind natürlichen Ursprungs und haben kaum Nebenwirkungen. Viele Babys und Kinder mögen die kleinen Kügelchen wegen des süßlichen Geschmacks.


Welche Globuli helfen beim Zahnen?

Bewährt haben sich als Hilfe beim Zahnen Globuli wie Chamomilla oder Belladonna. Aber auch Symphytum oder Calcium phosphoricum können bestimmte Beschwerden lindern.
Welches Globuli Zahnen für dein Kind erleichtern, kommt auch darauf an, welche Symptome es zeigt:

  • Treten die Schmerzen plötzlich auf?
  • Ist das Zahnfleisch angeschwollen oder eine Wange rot?
  • Hat das Baby zusätzlich Durchfall?

Wir stellen dir die beliebtesten Globuli beim Zahnen vor und in welcher Situation sie am besten geeignet sind:

Chamomilla (Kamille)

  • Baby ist schlecht gelaunt, wütend, schreit und will viel getragen werden
  • Eine Wange meist deutlich gerötet, die andere blass
  • Übelriechender Durchfall

Belladonna (Tollkirsche)

  • Plötzliche Beschwerden
  • Wenn Baby heftig schreit, roten Kopf hat und schwitzt
  • Wenn Zahnfleisch angeschwollen ist

Symphytum (Beinwell)

  • Wenn Zahn sich gerade durch Knochenhaut bohrt
  • Hemmt Schmerzen

Calcium phosphoricum

  • Baut Zahnmasse auf
  • Hilft beim Durchbruch

Calcium Carbonium

  • Beschleunigt Zahnen bei verspätetem oder erschwertem Zahnen beim Baby
  • Hilft bei Hautausschlägen, Durchfall und Erbrechen

Ferrum phosphoricum

  • Bei wenig Schmerzen, aber erhöhter Temperatur und geschwollenem Zahnfleisch
  • Auch bei leichtem Fieber, Durchfall, Unruhe und Schlaflosigkeit während des Zahnens

 

Hebammen Tipps: Wenn Babys zahnen

Tipp: Für Mamas, die sich mit Homöopathie fürs Baby noch nicht intensiv auseinandergesetzt haben, sind Präparate sinnvoll, die verschiedene homöopathische Wirkstoffe miteinander kombinieren. Eines der bekanntesten und von Hebammen häufig empfohlenes Kombipräparat sind die „Osanit“ Streukügelchen beim Zahnen. Sie sind nur in der Apotheke erhältlich.

Globuli beim Zahnen: Was ist in Osanit drin?

Die Osanit Streukügelchen bestehen aus folgenden Wirkstoffen: Chamomilla recutita D6, Calcium phosphoricum D12, Magnesium phosphoricum C6, Calcium carbonicum Hahnemanni C8 und Ferrum phosphoricum C8.

Zahnen Baby: Homöopathie richtig dosieren

Auch wenn Globuli Zahnen schmerzfreier machen kann, solltest du homöopathische Mittel nur im richtigen Maß geben. Gerade bei Säuglingen ist es wichtig auf die Dosierung zu achten. Für Kinder bis 6 Jahren sind Globuli mit den Potenzen D6 und C6 geeignet. Sie können bis zu sechs Mal pro Tag mit jeweils drei Stück gegeben werden. Du kannst auch homöopathische Mittel der Potenz D 12 oder C12 geben, dann aber nur zwei Mal am Tag drei Stück.

Wann zum Arzt?

Weißt du nicht genau, welches Mittel für dein Kind das richtige ist, dann suche bitte immer das Gespräch mit deiner Hebamme oder eurem Kinderarzt. Das gilt vor allem dann, wenn du dir noch nicht sicher bist, ob die wachsenden Zähnchen die Schmerzen verursachen oder ob vielleicht doch etwas anderes dahinter steckt.

Für eine erste Einordnung kannst du in unserem Artikel „Wenn Babys zahnen“ deutliche Anzeichen für das Zahnwachstum nachlesen und ab welchem Monat die meisten Kinder ihre Zähne bekommen.

Wenn die Beschwerden durch Globuli nur unzureichend gelindert werden und dein Baby durch das Zahnen sehr stark beeinträchtigt wird, ist ein Arztbesuch sehr zu empfehlen, insbesondere wenn weitere Begleiterscheinungen wie Fieber oder Erbrechen auftreten.

Wichtig: Der Begriff „Homöopath“ ist nicht geschützt. Das heißt, jeder kann sich so nennen. Verlasse dich daher besser auf Heilpraktiker oder Ärzte mit entsprechender Zusatzbezeichnung. Der Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte oder die Stiftung Homöopathie Zertifikat hilft dir dabei, einen vertrauenswürdigen Arzt zu finden.

Quellen