Kann Honig in der Schwangerschaft deinem Baby schaden?

Kann Honig in der Schwangerschaft deinem Baby schaden?

Wie gefährlich ist Honig in der Schwangerschaft? Bekannt ist, dass Babys unter einem Jahr keinen Honig essen dürfen, um Botulismus zu vermeiden. Daher fragen sich viele Schwangere: Ist Honig in der Schwangerschaft dann auch schädlich für mein ungeborenes Baby? Und was ist mit Listeriose und Toxoplasmose? Erfahre hier alle Infos.

Ist Honig in der Schwangerschaft gefährlich?
Kann Honig in der Schwangerschaft dem Ungeborenen schaden? © Unsplash / Amelia Bartlett

Honig in der Schwangerschaft: Was ist Botulismus?

Der Grund, warum die Landesärztekammer empfiehlt, deinem Baby oder Kleinstkind unter zwölf Monaten keinen Honig zu essen zu geben, ist das Bakterium Clostridium botulinum. Zwar ist es selten in Honig vorhanden, im Zweifelsfall siedelt es sich jedoch im kindlichen Darm an und entwickelt toxische Wirkung (Botulismus). In Folge kommt es zu Lähmungserscheinungen. Naheliegend, dass sich viele schwangere Frauen die Frage stellen, ob Honig in der Schwangerschaft dem Ungeborenen schadet und auch, wie es sich mit dem Genuss von Honig während des Stillens verhält. Ist das Baby auch hier in Gefahr?

Honig in der Schwangerschaft unbedenklich: Das ist der Grund

Zur Beruhigung: Honig in der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist absolut unbedenklich für die Gesundheit deins Babys. Selbst wenn das Bakterium Clostridium botulinum im Honig vorhanden sein sollte, was im Übrigen generell selten der Fall ist, richtet es im erwachsenen Organismus keinen Schaden an, da es durch die Magensäure und Bakterien im Verdauungssystem sofort unschädlich gemacht wird. Daher kannst du Honig in der Schwangerschaft bedenkenlos genießen – für dein geborenes Baby unter sechs Monaten ist die Nascherei allerdings tabu!

In der Schwangerschaft Honig essen: Wie ist das mit Listeriose und Toxoplasmose?

Doch nicht nur wegen Botulismus machen sich Schwangere Gedanken: Was ist mit Listeriose und Toxoplasmose in Honig?

Listeriose

Listeriose ist eine Infektionskrankheit, die gerade bei Schwangeren zu schweren Komplikationen führen kann und meist eine Folge einer Lebensmittelinfektion ist. Zwar kommen Listerien im Honig vor, wegen dem hohen Zuckergehalt und der antibakteriellen Wirkung von Honig, können sie sich allerdings kaum vermehren. Demnach ist Honig in der Schwangerschaft auch in Bezug auf Listeriose absolut ungefährlich.

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Toxoplasmose

Toxoplasmose-Bakterien kommen in Honig gar nicht vor, auch dahingehend kannst du als werdende Mama Honig in der Schwangerschaft ganz und gar bedenkenlos genießen. Einzig, wenn du an Allergien leidest, solltest du auf all jene Honigprodukte verzichten, die Pollen enthalten (Propolis, Bienenbrot, mit Blüten versetzter Honig und ähnliche Produkte).

Honig in der Schwangerschaft ist gesund

Endlich auch mal gute Nachrichten für alle werdenden Mütter mit Hunger: Honig in der Schwangerschaft und der Stillzeit ist Honig also absolut unbedenklich. Und nicht nur das, Honig ist nicht nur gesund und ein echtes Powerprodukt aus der Natur, er kann auch prima als alternatives Süßungsmittel zum Haushaltszucker herangezogen werden.

Da er kalorienärmer ist, vor allem der fruktosearme Frühlingshonig, beugt er so auch überflüssigen Schwangerschaftspfunden vor. Wenn du dir unsicher bist, ob du eventuell eine Lebensmittelunverträglichkeit hast, lass dich zur Sicherheit von einem Arzt beraten.