Kinderbuggy und die Frage: Welche Fahrtrichtung ist die richtige?

Kinderbuggy und die Frage: Welche Fahrtrichtung ist die richtige?

Soll mein Kind in Fahrtrichtung sitzen, oder mich anschauen? Eine britische Studie setzt der Diskussion ein Ende. Der wissenschaftliche Beweis: So rum ist es richtig.

Stress vermeiden, wenn Babys im Buggy in die richtige Fahrtrichtung sitzen © Pixabay / publicdomainpictures

Die Blickrichtung macht den Unterschied

Kann dein Baby schon von alleine sitzen, dann wird es Zeit den Kinderwagen gegen einen Buggy einzutauschen. Und damit stellt sich die Frage: Welche Fahrtrichtung ist die richtige?

Eine Gruppe Wissenschaftler von der britischen Universität Dundee hat sich zum Ziel gesetzt, diese Frage endgültig zu beantworten. Die Studie „What’s life in a baby buggy like? The impact of buggy orientation on parent-infant interaction and infant stress“ soll den wissenschaftlichen Beweis bringen. Unter der Leitung von Dr. Suzanne Zeedyk untersuchten sie, ob die Blickrichtung des Buggys Auswirkungen auf die Kommunikation und den Stresspegel des Babys haben.

In Fahrtrichtung sitzen = Reizüberflutung im Buggy

Die Babys, die in der Studie in Fahrtrichtung durch die Innenstadt transportiert wurden, waren viel gestresster und haben häufig geweint. Denn die Kleinen nehmen viel mehr Reize war, als wir Erwachsene. Jedes vorbeifahrende Auto, jeder Fußgänger, Vogel oder Baum wird begutachtet. Das kann schnell zu einer Reizüberflutung führen und das Baby zum Weinen bringen.

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Hingegen beobachtete Zeedyk, dass Babys, die Blickkontakt zu ihren Eltern im Buggy haben stressfreier sind. Eltern und Baby können in dieser Position auch viel besser miteinander kommunizieren. Das stärkt nicht nur die Bindung, sondern beruhigt das Baby zugleich.

Liegt dein Kind also mit Blickrichtung zu dir, ist es entspannter und schläft auch schneller ein. Das bedeutet für dich auch einen gemütlichen, ruhigen und entspannten Spaziergang.

Grundsätzlich ist es aber natürlich nicht falsch, wenn du dein Kind in einem Buggy in Fahrtrichtung transportierst. Du kannst selbst für dein Kind entscheiden, in welche Richtung es sitzen möchte. Je älter dein Kind wird, desto langweiliger wird es ohnehin, immer nur Mama anzuschauen. Perfekt sind daher Buggys, bei denen du die Richtung verstellen kannst. So kannst du deinem Kind die Welt zeigen, aber eine Reizüberflutung verhindern.