Ab wann krabbeln Babys? Entwicklungsschritte und Förderung

Ab wann krabbeln Babys?

Kann das Baby krabbeln, ist das ein wichtiger Meilenstein. Es ist der Beginn der effektiven, selbstständigen Fortbewegung und wichtig für eine gute Verknüpfung der linken und rechten Hirnhälfte. Durch das Krabbeln werden außerdem die Muskeln des Babys für das spätere Laufen gestärkt. Und ab wann krabbeln Babys? Das erfährst du hier.

Baby krabbelt
So lernen Babys krabbeln © Unsplash/ picsea

Krabbeln: Ab wann lernen Kinder das?

Bevor dein Baby krabbeln kann, lernt es zunächst auf Händen und Knien zu balancieren. Dann findet es bald heraus, wie es sich aus dieser Position durch Verschieben der Knie nach vorn und hinten bewegen kann. Dies passiert schrittweise. Endgültig Krabbeln lernen die meisten Babys zwischen dem sechsten und zehnten Lebensmonat.

Da dies ist eine recht große Zeitspanne ist, brauchst du dir keine Sorgen zu machen, wenn dein Baby krabbeln erst etwas später lernt, als andere Kinder. Manche Babys entwickeln zuvor ihre ganz eigenen Fortbewegungsart sind Po-Rutscher oder robben zum Beispiel noch eine längere Zeit auf dem Bauch umher. Dadurch wird auch die Arm-, Schulter- und Nacken-Muskulatur gestärkt und für das Krabbeln vorbereitet.

Bis Babys krabbeln: 5 wichtige Lernschritte

  • 1. Schritt: Baby liegt auf dem Bauch und drückt sich mit beiden Armen vom Boden ab
  • 2. Schritt: Baby kann stabil und ohne Hilfe sitzen
  • 3. Schritt: Baby lernt, aus dem Sitzen auf alle Viere zu gehen und auf Händen und Knien zu balancieren
  • 4. Schritt: Baby stützt sich auf Hände und Knie und schaukelt vor- und zurück
  • 5. Schritt: Baby bewegt Knie und Arme nach vorne und krabbelt schließlich

Und ab wann krabbeln Babys nun richtig? Üblicherweise beginnen die meisten Babys zu krabbeln, wenn sie gut und ohne Hilfe sitzen können, etwa mit sechs oder sieben Monaten. Zum Zeitpunkt des Sitzens kann dein Baby seinen Kopf gut genug hochhalten, um sich umzusehen. Seine Arm-, Bein- und Rückenmuskeln sind außerdem stark genug, um ein Umfallen zu vermeiden, wenn es sich auf Hände und Knie begibt.

Während der nächsten Monate lernt dein Baby sich aus dem Sitzen auf alle Viere zu begeben. Schon bald wird es erkennen, dass es seinen Körper vor- und rückwärts schaukeln kann, wenn es die Arme durchdrückt und den Körper parallel zum Boden hält. Das ist ziemlich lustig mit anzusehen.

Etwa um den neunten oder zehnten Monat wird das Baby erkennen, dass das Vorwärtsschieben der Knie genau das ist, was es braucht, um mobil zu werden. Außerdem wird es lernen, aus der Krabbelposition zurück in Sitzposition zu gelangen.

Jetzt wird dein Baby auch koordinierte Bewegungen beim Krabbeln ausführen: Rechter Arm, linkes Knie, linker Arm, rechtes Knie – die Gliedmaßen also nicht parallel, sondern diagonal bewegen. Diese diagonale Bewegung ist für die Gehirnreifung wichtig. Ab jetzt ist es noch eine Frage der Übung, ab wann Krabbeln zur liebsten Fortbewegungsart wird.

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Krabbeln lernen: Deine Aufgaben

Genau wie beim Erlernen des Greifens, ist es auch beim Krabbeln lernen der beste Weg, das Baby durch das Platzieren von Spielsachen, interessanten Dingen oder der eigenen Person knapp außerhalb von Babys Reichweite zu ermuntern.

Lass deinen Kinderarzt wissen, wenn dein Baby ausschließlich rückwärts krabbelt, ein Po-Rutscher ist oder das Krabbeln überspringt und direkt mit dem Laufen beginnt. Oft hilft schon ein wenig Krankengymnastik, um die Krabbelphase oder zumindest die entsprechende Bewegungs-Koordination nachzuholen. Das Auslassen des Krabbelns wird oft mit Lese-Rechtschreibschwäche und anderen Schulproblemen in Verbindung gebracht. Untersuchungen hierzu ergaben dazu jedoch kein klares Ergebnis.

Egal, ab wann Krabbeln Babys neuen Lieblingsbeschäftigung wird, sobald es beginnt, das Krabbeln zu lernen, solltest du mehr an seine Sicherheit denken. Ein krabbelndes Kind kann vieles anstellen und sich selbst in einige Schwierigkeiten bringen.

Mach dein Haus kindersicher:

  • Sichere Treppen durch Gitter/Türen denn die Treppe wird dein Kind anziehen wie der Mount Everest den Bergsteiger. Bevor dein Baby nicht gelernt hat Stufen hinauf oder hinab zu klettern sind sie gefährlich – und selbst wenn es das gelernt hat solltest du die „Treppen-Expeditionen“ streng im Auge behalten.
  • Sichere auch Steckdosen, spitze Möbelkanten und den heißen Backofen. Denke auch an heiße Kaminöfen, Schränke mit Putzmitteln, …
  • Dein Baby ist nun insgesamt stärker und kann sich besser balancieren, das ermutigt es vielleicht zu riskanten Manövern im Hochstuhl, Kinderwagen, auf dem Wickeltisch …

In Schuhe brauchst du dein Geld jetzt noch nicht zu investieren. Dein Baby benötigt Schuhe erst, wenn es frei zu laufen gelernt hat. Zum Schutz vor kalten Füßen eignen sich meistens warme weiche Krabbelschühchen, ABS-Socken oder Lederslipper.

Krabbeln auf glatten Böden

Holzfußböden, Laminat, Fliesen – glatte Böden machen für das Baby Krabbeln nicht unbedingt leichter, jedoch werden sie es auch nicht davon abhalten. Rote, wunde Knie sind dann allerdings oft die Folge und auch Hosen nutzen sich im Kniebereich schnell ab. Abhilfe schaffen spezielle Knieschoner für Babys.

Auch ein kleiner, weicher Teppich im Spielbereich ist vielleicht etwas einladender zum Üben. Mit ein paar kleinen, weichen Kissen darunter, wird er schnell zu einer interessanten „Wackelstrecke“ und sorgt für weitere Balance-Übungen.

Krabbeln ist anstrengend

Babys die krabbeln wachen nachts öfter auf, hat Dr. Dina Cohen von der Universität in Haifa herausgefunden. Die Babys blieben bei diesen Wachphasen auch länger wach (ca. 10 Minuten). Eine Veränderung des Schlafs konnte besonders bei Babys festgestellt werden, die recht früh das Krabbeln lernen. Dr. Cohen erklärt diese Veränderungen unter anderem mit einer Phase der Instabilität, bedingt durch psychologische Neuorganisation und einer gesteigerten Erregung durch die neue Fähigkeit. Auch erzeugt das Krabbeln oft eine größere Distanz zwischen Mutter und Baby, was Ängste hervorrufen kann und zu häufigerem Aufwachen führen könnte. Kleiner Trost: Diese Phase des häufigeren Aufwachens dauert nur etwa drei Monate an.

Krabbeln auf glatten Böden

Holzfußböden, Laminat, Fliesen – glatte Böden machen für das Baby Krabbeln nicht unbedingt leichter, jedoch werden sie es auch nicht davon abhalten. Rote, wunde Knie sind dann allerdings oft die Folge und auch Hosen nutzen sich im Kniebereich schnell ab. Abhilfe schaffen spezielle Knieschoner für Babys.

Auch ein kleiner, weicher Teppich im Spielbereich ist vielleicht etwas einladender zum Üben. Mit ein paar kleinen, weichen Kissen darunter, wird er schnell zu einer interessanten „Wackelstrecke“ und sorgt für weitere Balance-Übungen.

Krabbeln ist anstrengend

Babys die krabbeln wachen nachts öfter auf, hat Dr. Dina Cohen von der Universität in Haifa herausgefunden. Die Babys blieben bei diesen Wachphasen auch länger wach (ca. 10 Minuten). Eine Veränderung des Schlafs konnte besonders bei Babys festgestellt werden, die recht früh das krabbeln lernen. Dr. Cohen erklärt diese Veränderungen unter anderem mit einer Phase der Instabilität, bedingt durch psychologische Neuorganisation und einer gesteigerten Erregung durch die neue Fähigkeit. Auch erzeugt das Krabbeln oft eine größere Distanz zwischen Mutter und Baby, was Ängste hervorrufen kann und zu häufigerem Aufwachen führen könnte. Kleiner Trost: Diese Phase des häufigeren Aufwachens dauert nur etwa drei Monate an.

Krabbeln: Wie geht es weiter?

Wenn dein Baby krabbeln kann, steht nur noch eines zwischen ihm und der absoluten Mobilität: Das Laufen. Es wird ab jetzt schnell lernen, sich an allem hochzuziehen was es erreichen kann, egal ob es der Tisch oder dein Bein ist. Wenn es die Balance auf den Füßen gefunden hat, wird es an Möbeln stehen können und bald auch daran entlang laufen. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es freihändig geht, läuft und springt.

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Baby krabbelt nicht? Auffälligkeiten in der Entwicklung

Babys entwickeln ihre Fähigkeiten sehr unterschiedlich und einige Faktoren können sich auf den Zeitpunkt auswirken, ab wann Babys krabbeln. Hier ein paar Beispiele:

  • Jahreszeit der Geburt
    Ab wann Krabbeln erlernt wird, kann tatsächlich vom Geburtsmonat abhängig sein. So krabbeln Winter-Babys frühzeitiger als Sommer-Babys. Das behauptet zumindest eine Studie von 2014 der Universität von Haifa. 47 gesunde Babys mit durchschnittlicher Entwicklung wurden für die Studie beobachtet. Im Winter geborene Babys erreichen das Krabbelalter im Sommer, wenn weniger Kleidung getragen wird. Dies macht das Krabbeln für sie leichter als für Sommer-Babys, die im Winter mit mehreren Kleiderlagen krabbeln lernen.
  • Gewicht des Babys
    Babys mit überdurchschnittlich hohem Gewicht lernen laut einer Studie der University of North Carolina at Chapel Hill später krabbeln. Insgesamt ist die motorische Entwicklung bei diesen Kindern im Vergleich leichteren Babys doppelt so häufig verzögert. „Schon bei dicken Kleinkindern bremst das zusätzliche Unterhautfettgewebe anscheinend den Bewegungsdrang“, erklärt Monika Niehaus vom Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) das Fazit der Studie.

Wenn dein Kind jedoch bis zum 1. Geburtstag keinerlei Interesse daran zeigt, mobil zu werden (egal ob durch kriechen, krabbeln, rollen oder rutschen), wenn es noch nicht gelernt hat, Arme und Beine in koordinierten Bewegungen oder zumindest gleichzeitig zu benutzen, dann solltest du den Kinderarzt darauf hinweisen.

Wenn dein Baby das Krabbeln ganz auslässt und gleich beginnt zu laufen, ist auch dies wichtig für den Kinderarzt. Bedenke, dass Frühchen diese oder andere Fähigkeiten möglicherweise erst Monate später erreichen als andere Babys.

Quellen:

Ellis, M. (2014, September 12). „Winter babies crawl sooner than summer babies, study says.“ Medical News Today. Retrieved from http://www.medicalnewstoday.com/articles/282484.php.

University of Haifa. „If baby’s crawling, you’ll probably be up more at night, study reveals.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 2 January 2013. www.sciencedaily.com/releases/2013/01/130102104555.htm

University of North Carolina at Chapel Hill. (2010, March 31). „Too Much Weight May Delay Infants‘ Ability To Crawl, Walk.“ Medical News Today. Retrieved from http://www.medicalnewstoday.com/releases/183978.php

Jahn-Zöhrens, Ursula: Entspannt erleben: Babys 1. Jahr, Deutscher Hebammenverband (Hrsg.), Aufl. 3, Stuttgart-Feuerbach: Thieme 2014

Largo, Remo H.: Baby Jahre – Entwicklung uns Erziehung in den ersten vier Jahren, vollständig überarbeitete Neuausgabe, München: Piper Verlag GmbH 2017

Scheffler, Ingeborg: Strampeln. Krabbeln. Laufen.: So unterstützen Sie die motorische Entwicklung Ihres Babys, Stuttgart: TRIAS 2016