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Nasensauger Baby: Anwendung, Wirkung, Modelle

Wenn Babys Schnupfen haben, kriegen sie nur noch schwer Luft und trinken oft schlecht. Kann ein Baby-Nasensauger ihnen helfen, ihren Schnupfen zu erleichtern oder sind die Sauger eventuell sogar gefährlich? Hier findest du alle Infos über die Wirkungsweise von Nasensaugern, die richtige Anwendung und Risiken, sowie einen großen Vergleich der verschiedenen Sauger-Modelle mit Checklisten zu Vor- und Nachteilen..

Nasensauger Baby: Mit diesen Modellen kannst du deinem Kind bei Schnupfen helfen.
Nasensauger Baby: Mit diesen Modellen kannst du deinem Kind bei Schnupfen helfen.
© Bigstock / Kicsiicsi

Nasensauger Baby: Warum ist ein Nasenschleimentferner wichtig?

Das Problem bei schnupfenden Baby: Es ist auf die Nasenatmung angewiesen, denn die alternative Atmung durch den Mund funktioniert in dieser Entwicklungsphase nur rudimentär, also meist beim Schreien. Da der Schnäuzvorgang aber erst etwa ab dem dritten Lebensjahr funktioniert, sitzt das Sekret in der Nase fest und sorgt dafür, dass Atmung und Trinkvorgang zur Qual werden. Die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan erklärt: „Für Säuglinge, die ausschließlich durch die Nase atmen, ist eine verstopfte Nase besonders unangenehm. Das ist auch der Grund, warum Babys bei Schnupfen unruhig werden und schlechter trinken.“

Verminderte Nahrungsaufnahme, Schreiattacken, verschluckte Luft, die zu Bauchschmerzen führen kann, sowie schlaflose Nächte sind die Folge. Ein Nasensauger kann Baby helfen.

Was du sonst noch tun kannst, wenn dein Baby erkältet ist, liest du hier:

Das Baby ist erkältet - Was tun?

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Ein Baby-Nasensauger senkt das Risiko für Folgeerkrankungen

Der Nasensauger befreit das schnupfengeplagte Näschen deines Babys wirkungsvoll. Nicht nur Atmung und Nahrungsaufnahme funktionieren dann wieder besser, zudem werden Nase, Nebenhöhlen und Ohren besser belüftet und Keime können sich nicht so leicht ausbreiten. Das senkt das Risiko für Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen sowie Bronchitis deutlich.

Nasensauger Baby: Anwendung

Die Wirkungsweise von Nasensaugern ist stets gleich: Unterdruck sorgt dafür, dass das fließende oder festsitzende Sekret aus der Nase deines Babys entfernt wird. Richtig angewandt, ist dies ein Vorgang von wenigen Sekunden, der deinem Sprössling im Handumdrehen zu einer freieren Nase verhilft und ihm die Atmung erleichtert. Handelsübliche Nasensauger können bereits von Geburt an bis weit ins Kindesalter angewendet werden.

Zur effektiven, sicheren und hygienischen Anwendung von Nasensaugern bei deinem Baby musst du folgendes beachten:

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8 wichtige Regeln zur Nasensauger-Bedienung

  1. Lies die Packungsbeilage aufmerksam durch
  2. Halte dein Kind beim Absaugen in aufrechter Position, ein Nasenloch wird zugehalten, an das andere hältst du den Aufsatz des Saugers
  3. Stecke den Aufsatz nie direkt ins Nasenloch deines Babys
  4. Nach jeder Anwendung sollte der Nasensauger mit heißem Wasser gereinigt werden (kein Spülmittel!) und einmal am Tag sterilisiert. Manche Modelle lassen sich auch in der Spülmaschine waschen
  5. Niemals Druck oder Gewalt anwenden
  6. Die Saugkraft des Nasensaugers wird am besten am eigenen Unterarm getestet
  7. Harte Verkrustungen können zuvor mit Muttermilch oder für Babys geeigneter Salzlösung aufgeweicht werden
  8. Auch Rückstände vom Spielen im Sand oder in der Erde können mit Hilfe eines Nasensaugers entfernt werden

Nasensauger Baby: Gefährlich oder harmlos?

Korrekt angewendet, ist ein Nasensauger für Babys nicht gefährlich. Wichtig ist, dass du dir immer sorgfältig die Bediensungsanleitung durchliest, um das jeweilige Modell richtig zu bedienen.

Achte darauf, dass du den Sauger nicht zu tief in die Nase deines Babys steckst, um Verletzungen der Schleimhaut zu vermeiden, die bei starker Reizung noch mehr anschwellen können. Die meisten Kinder sind auch nicht besonders begeistert über die Anwendung, achte also außerdem darauf, dass sich dein Kind beim Zappeln nicht an dem Sauger verletzen kann.

Bei elektrischen Nasensaugern ist es wichtig zu testen, ob dein Kind auf das Brummen des Motors stark reagiert. Wenn dein Kind Angst bekommt und weint, verwende lieber einen manuellen Sauger.

Der Augsburger Kinderarzt Dr. med. Martin Lang warnt außerdem vor einem falschen Gebrauch der Sauger: Wenn Luft in die Nase gelangt, kann das zu Entzündungen der Nasennebenhöhlen führen. Allerdings ist das Risiko bei einem sachgemäßen Gebrauch gering.

Nasensauger Baby: Modelle

Zwar funktionieren alle Nasensauger nach demselben Prinzip, in Anwendung, Saugstärke und Preis variieren sie allerdings, je nachdem, welches Modell man wählt. Hier findest du einen Vergleich der häufigsten Nasensauger-Modelle mit Tipps zur Anwendung. Außerdem kannst du die Modelle gleich bestellen.

#1 Nasensauger mit Pumpenball

Diese Variante des Nasensaugers ist bereits für wenige Euros in Apotheken oder Drogeriemärkten erhältlich. Am Ende des Aufsatzes, den du an die Nase deines Babys hältst, befindet sich ein Pumpenball. Dieser wird manuell betätigt. Durch Loslassen der Pumpe entsteht Unterdruck. Manche Eltern empfinden die Sogwirkung manueller Nasensauger allerdings als zu schwach, sie ist aber eine der schonendsten Methoden der Sekretabsaugung.

Vorteile eines Nasensaugers mit Pumpenball

  • günstige Variante
  • einfache Bedienung

Nachteile eines Nasensaugers mit Pumpenball

  • Saugwirkung teils etwas schwach

#2 Elektrischer Nasensauger

Die Saugkraft wird hier elektrisch erzeugt. Elektrische Nasensauger sind effektiver als manuell betriebene, aber auch teurer. Außerdem funktionieren sie nicht geräuschlos, was schreckhaften Babys Probleme bereiten kann.

Vorteile eines elektrischen Nasensaugers:

  • starke Saugkraft
  • entfernt teifsitzendes Nasensekret

Nachteile eines elektrischen Nasensaugers:

  • Batteriebetrieben
  • Geräusch kann Kinder irritieren


#3 Nasensauger: Staubsauger

Diese Variante dieses Nasensaugers klingt gewöhnungsbedürftig, ist aber effektiv. Hier wird der Nasensauger einfach an einen handelsüblichen Staubsauger angebracht und so das festsitzende Sekret aus Babys Nase entfernt. Keine Sorge, die Saugkraft wird automatisch am Aufsatz reguliert und muss nicht am Staubsauger eingestellt werden. Durch den kontinuierlichen Sog und die starke Saugkraft ist diese Art des Nasensaugers besonders wirksam. Aber natürlich nur, wenn dein Baby das Geräusch des Staubsaugers mag!

Vorteile eines Nasensauger mit Staubsaugeraufsatzes

  • sehr effektiv
  • schnelle Sekretentfernung
  • günstig in der Anschaffung

Nachteile eines Nasensauger mit Staubsaugeraufsatzes

  • einige Babys fürchten sich vor dem Motorgeräusch
  • geübte Bedienung nötig
  • nicht für unterwegs geeignet, da man einen Staubsauger braucht

#4 Nasensauger: Sekretabsaugung mit dem Mund

An diesem Nasensauger befinden sich zwei Schläuche: einer für die Nase deines Babys und ein weiterer, an dem du mit dem Mund saugst und so den Sog erzeugst. Ekel ist übrigens unbegründet, ein Filter oder eine Auffangeinrichtung sorgen dafür, dass das Sekret nicht in deinen Mund gelangt.

Vorteile eines Nasensauger mit Mundstück

  • sanfte Sekretabsaugung
  • man hat die Hände frei, um das Kind festzuhalten

Nachteile eines Nasensauger mit Mundstück

  • Manche Eltern empfinden den Vorgang als eklig


Quellen:

  • Dr. med. Martin Lang: Säuglingsschnupfen, Babyschnupfen, Schnorcheln
    https://www.kinderarzt-augsburg.de/baby/gesundheit-in-den-ersten-wochen/saeuglings-schnupfen/ (letzter Abruf: April 2019)
  • Dr. med. Nadine McGowan: Schnupfen-Baby: Wenn die erste Erkältung da ist
    https://www.praxisvita.de/schnupfen-baby-wenn-die-erste-erkaeltung-da-ist-9481.html (letzter Abruf: April 2019)
  • Carolin Stollberg: Nasensauger: Kurzer Sog, freie Nase
    https://www.nasen-ratgeber.de/schnupfen/behandeln/nasensauger/  (letzter Abruf: April 2019)