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Nasensauger fürs Baby: Welcher ist der beste?

Baby mit Schnupfen benutzt einen Nasensauger
Nasensauger Baby: Mit diesen Modellen kannst du deinem Kind bei Schnupfen helfen.
© Bigstock / Kicsiicsi

Schnell und zuverlässig helfen Nasensauger Babys bei verstopften Schnupfen-Nasen. Manuelle, mundbetriebene oder elektrische Nasensauger? Oder als Aufsatz für den Staubsauger: ein kleines Pro & Contra zu den verschiedenen Modellen.

Wie hilft der Nasensauger Babys bei Schnupfen?

Das Problem bei verschnupften Babys: sie kriegen nur schwer Luft, weil sie noch nicht gezielt durch den Mund atmen können. Erst mit etwa einem halben Jahr können Kinder das steuern.

Die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan erklärt: „Für Säuglinge, die ausschließlich durch die Nase atmen, ist eine verstopfte Nase besonders unangenehm. Das ist auch der Grund, warum Babys bei Schnupfen unruhig werden und schlechter trinken.“

Eine verstopfte Nase ist für die Zwerge also wesentlich anstrengender als für uns. Nasentropfen oder Naturprodukte wie Engelwurzbalsam helfen zwar, noch effektiver sind aber Nasensauger. Damit lässt sich auch festsitzendes Sekret gut lösen.


Welcher ist der beste Nasensauger?

Ein guter Nasensauger fürs Baby gehört auf jeden Fall in eure Erstlingsausstattung. Aber welcher ist der beste? Die Auswahl ist groß. Zwar funktionieren alle Nasensauger nach demselben Prinzip, in Anwendung, Saugstärke und Preis variieren sie allerdings, je nachdem, welches Modell man wählt.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten von Nasensaugern:

Im Folgenden findest du einen Vergleich der häufigsten Nasensauger-Modelle mit Tipps zur Anwendung. Außerdem kannst du die Modelle gleich bestellen.

Manueller Nasensauger mit Pumpenball

Diese Variante des Nasensaugers ist bereits für wenige Euros in Apotheken oder Drogeriemärkten erhältlich. Am Ende des Aufsatzes, den du an die Nase deines Babys hältst, befindet sich ein Pumpenball. Dieser wird manuell betätigt. Durch Loslassen der Pumpe entsteht Unterdruck.

Ein generelles Problem von manueller Nasensaugern: die Sogwirkung ist verhältnismäßig schwach. Sie saugen das Sekret schonend ab, gegen tiefsitzenden Schleim können sie jedoch wenig ausrichten. Ein deutlicher Minuspunkt!

  • Vorteile: preiswert, sicheres & sanftes Absaugen, gut transportierbar
  • Nachteile: Saugwirkung schwach
  • Preis: ab ca. 4 Euro

Manuelle Nasensauger gibt es zum Beispiel von NUK oder von Drogerie-Eigenmarken: babydream von Rossmann oder babylove von dm.

Manueller Nasensauger von NUK

© Amazon/ NUK

Mundbetriebene Nasensauger

An diesem Nasensauger befinden sich zwei Schläuche: einer für die Nase deines Babys und ein weiterer, an dem du mit dem Mund saugst und so den Sog erzeugst. Ekel ist übrigens unbegründet, ein Filter oder eine Auffangeinrichtung sorgen dafür, dass Popel & Co nicht in deinen Mund gelangen.

In Sachen Preis-Leistung sind mundbetriebene Sauger unschlagbar. Weil sie ohne Batterie oder Strom funktionieren sind sie natürlich besonders leise. Das ist ein großer Vorteil, wenn er nachts zum Einsatz kommt.

Wir verstehen aber, wer vor der Vorstellung zurückschreckt, seinem Baby die Popel mit dem eigenen Mund aus der Nase zu ziehen.

  • Vorteile: sanfte Sekretabsaugung, einfache Handhabung, gut zu transportieren
  • Nachteile: Manche Eltern empfinden den Vorgang als eklig
  • Preis: ab ca. 10 Euro

Beliebte Modelle sind hier der Fuchsi-Nasensauger oder der Nasensekretsauger NoseFrida von Fridababy.

Mundbetriebener Nasensauger Fuchsi

© Amazon/ fuchsi

Mundbetriebener Nasensauger NoseFrida von frida baby

© Amazon/ frida baby

Elektrischer Nasensauger

Die Saugkraft wird hier elektrisch erzeugt – mit Batterien oder mit Strom. Elektrische Nasensauger sind besonders effektiv und befreien Babynasen auch von tief- oder festsitzendem Schleim.

Geräuschlos arbeitet die Pumpe der Sauger nicht. Die Lautstärke hält sich aber in Grenzen und wird von Kindern in der Regel gut angenommen.

Größter Nachteil ist bei diesen Modellen der Preis. Für gute elektrische Nasensauger musst du mit mindestens 50 Euro rechnen.

  • Vorteile: starke Saugkraft, entfernt auch tiefsitzendes Nasensekret,
  • Nachteile: Batteriebetrieben, Geräusch kann Kinder irritieren, je nach Modell sehr teuer und schlecht zu transportieren
  • Preis: ab ca. 50 Euro

Elektrische Modelle gibt es von vielen bekannten Anbietern, zum Beispiel braun. Nasensauger Olaf gehört zu den Eltern-Lieblingen.

Die Produkte von Nosiboo sind in dieser Kategorie mit Abstand die teuersten: sie kosten ca. 140 Euro aufwärts.

Elektrischer Nasensauger Olaf

© Amazon/ Binder Marketing

Elektrischer Nasensauger Nosiboo Pro

© Amazon/ Nosiboo

Nasensauger für Staubsauger

Klingt gewöhnungsbedürftig, ist aber effektiv: Hier wird der Nasensauger einfach an einen handelsüblichen Staubsauger angebracht und so das festsitzende Sekret aus Babys Nase entfernt.

Keine Sorge, die Saugkraft wird automatisch am Aufsatz reguliert und muss nicht am Staubsauger eingestellt werden. Durch den kontinuierlichen Sog und die starke Saugkraft ist diese Art des Nasensaugers besonders wirksam. Aber natürlich nur, wenn dein Baby das Geräusch des Staubsaugers mag!

Für einen nächtlichen Einsatz eignen sich diese Modelle nicht sonderlich gut. Weder die Nachbarn noch das Baby wird der Staubsauger-Lärm mitten in der Nacht freuen…

  • Vorteile: sehr effektiv, schnelle Sekretentfernung, günstig in der Anschaffung
  • Nachteile: geübte Bedienung nötig, nicht für unterwegs geeignet, für manche Staubsaugermodelle (z.B. von Vorwerk) braucht es einen extra Aufsatz
  • Preis: ab ca. 15 Euro

Gute Aufsätze für den Staubsauger sind der Nasensauger von Angel-Vac und das Modell von Medinaris.

Nasensauger Staubsaugeraufsatz Angel-Vac

© Amazon/ Angel-Vac

Nasensauger Staubsaugeraufsatz von medinaris

© Amazon/ medinaris

Wie funktioniert der Nasensauger? Tipps zur Anwendung

Die Wirkungsweise von Nasensaugern ist stets gleich: Unterdruck sorgt dafür, dass das fließende oder festsitzende Sekret aus der Nase deines Babys entfernt wird. Richtig angewandt, ist dies ein Vorgang von wenigen Sekunden. Handelsübliche Nasensauger können bereits von Geburt an bis weit ins Kindesalter angewendet werden.

: Extra-Tipp
Hilft bei verstopfter Baby-Nase

Harte Verkrustungen können zuvor mit Muttermilch oder für Babys geeigneter Salzlösung aufgeweicht werden. Der Schleim löst sich dann deutlich einfacher und das Absaugen geht effektiver und schneller.

Zur effektiven, sicheren und hygienischen Anwendung von Nasensaugern bei deinem Baby solltest du Folgendes beachten.

Wichtige Regeln: Nasensauger richtig benutzen

  • Lies die Packungsbeilage aufmerksam durch.
  • Halte dein Kind beim Absaugen in aufrechter Position, ein Nasenloch wird zugehalten, an das andere hältst du den Aufsatz des Saugers.
  • Stecke den Aufsatz nie direkt ins Nasenloch deines Babys.
  • Nach jeder Anwendung sollte der Nasensauger mit heißem Wasser gereinigt (kein Spülmittel!) und regelmäßig sterilisiert werden. Manche Modelle lassen sich auch in der Spülmaschine waschen.
  • Niemals Druck oder Gewalt anwenden.
  • Die Saugkraft des Nasensaugers wird am besten am eigenen Unterarm getestet.
  • Auch Rückstände vom Spielen im Sand oder in der Erde können mit Hilfe eines Nasensaugers entfernt werden.

Ist ein Nasensauger schädlich oder gefährlich fürs Baby?

Korrekt angewendet, ist ein Nasensauger für Babys nicht gefährlich. Wichtig ist, dass du dir immer sorgfältig die Bedienungsanleitung durchliest, um das jeweilige Modell richtig anzuwenden.

Achte darauf, dass du den Sauger nicht zu tief in die Nase deines Babys steckst, um Verletzungen der Schleimhaut zu vermeiden. Bei starker Reizung kann die noch mehr anschwellen. Nicht alle Kinder sind begeistert über die Anwendung. Achte also außerdem darauf, dass sich dein Kind beim Zappeln nicht an dem Sauger verletzen kann.

: Babys Körpertemperatur

Bei elektrischen Nasensaugern ist es wichtig zu testen, ob dein Kind auf das Brummen des Motors stark reagiert. Wenn dein Kind Angst bekommt und weint, verwende lieber einen manuellen oder mundbetriebenen Sauger.

Der Augsburger Kinderarzt Dr. med. Martin Lang warnt außerdem vor einem falschen Gebrauch der Sauger: Wenn Luft in die Nase gelangt, kann das zu Entzündungen der Nasennebenhöhlen führen. Allerdings ist das Risiko bei einem sachgemäßen Gebrauch gering.

Ein Baby-Nasensauger senkt das Risiko für Folgeerkrankungen

Der Nasensauger befreit das schnupfengeplagte Näschen deines Babys wirkungsvoll. Nicht nur Atmung und Nahrungsaufnahme funktionieren dann wieder besser, zudem werden Nase, Nebenhöhlen und Ohren besser belüftet und Keime können sich nicht so leicht ausbreiten. Das senkt das Risiko für Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen sowie Bronchitis deutlich.

Quellen

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