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Neugeborenenakne – Was tun gegen die Pickel?

Neugeborenenakne? Richtig, Akne kann auch schon die Kleinsten treffen. Aber keine Sorge, du hast nichts falsch gemacht: Babyakne kommt weder von der falschen Ernährung noch an mangelnder Pflege. Hier erfährst du, was du gegen Baby Pickel tun kannst.

Jedes fünfte Baby hat Neugeborenenakne
Jedes fünfte Baby hat Neugeborenenakne
© Bigstock/ Sopotniccy

Neugeborenenakne: Typisch für die ersten Wochen

Die Neugeborenenakne, auch Acne neonatorum oder Babyakne genannt, ist durchaus typisch für Säuglinge. Etwa jedes fünfte Baby – circa 20 Prozent der Neugeborenen – bekommt innerhalb der ersten vier bis sechs Wochen solche Pickelchen, vorzugsweise im Gesicht und dem Schulterbereich. Häufig bricht die Neugeborenenakne um die dritte Lebenswoche herum aus.

Wie sieht Neugeborenenakne aus?

Bei der Neugeborenenakne bilden sich im Gesichtsbereich deines Kindes kleine weiße, manchmal gerötete Pickel. Manchmal sind diese Pickel mit ein wenig hellem Eiter gefüllt. Sie treten häufig im Bereich der Wangen aus und können sich von da aus über das ganze Gesicht bis hin zu den Schultern verteilen. Es sieht zwar nicht schön aus, doch für dein Kleines ist die Babyakne absolut unbedenklich: Die Pickel schmerzen weder, noch jucken sie. Es wird das ganze also gar nicht mitbekommen.

Baby mit Neugeborenenakne

Typisches Hautbild bei Neugeborenenakne

 

Babyakne: Symptome und Hautbild

  • kleine rote Pusteln mit gelblichen Knötchen
  • vorwiegend auf den Wangen
  • tritt meist um die dritte Lebenswoche auf
  • Pickel jucken nicht
  • Jungs sind häufiger betroffen
  • Babyakne heilt von allein aus (meist nach wenigen Wochen)

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Verwechslungsgefahr: Säuglingsakne (Acne infantum) ab 3. Monat

Das Alter ist ganz entscheidend, wenn dein Baby Pickel bekommt. Denn treten die Pickel erst zwischen dem dritten und sechsten Monat auf, ist das keine Neugeborenenakne mehr. In diesem Fall spricht man von der sogenannten Säuglingsakne (Acne infantum). Diese sieht ähnlich aus, hat aber ganz andere Ursachen und sollte unbedingt von einem Arzt behandelt werden, da ein schwerer Verlauf möglich sein kann. Noch ist nicht eindeutig geklärt, woher diese Form der Akne kommt, allerdings geht man davon aus, dass die Säuglingsakne erblich bedingt ist.

Ursachen für die Neugeborenenakne

Neugeborenenakne wird meist mit einer hormonellen Umstellung in Verbindung gebracht. Während der neun Monate in deinem Bauch wird dein Kind von den Hormonen in deinem Blut beeinflusst. Nach der Geburt wird diese Verbindung gekappt und der Hormonhaushalt deines Kindes gerät kurzzeitig ins Ungleichgewicht. Die Folge ist eine erhöhte Talgproduktion. Du siehst, du kannst nichts dafür, wenn dein Baby Pickel bekommt. Das liegt weder daran, dass du einen Fehler beim Stillen machst, noch an falscher Babypflege – es ist ein normaler Prozess nach der Geburt.

Interessanterweise tritt die Babyakne häufiger bei Jungen als bei Mädchen auf. Es wird vermutet, dass bei Jungen die Hormonumstellung nach der Geburt größer ist. Kinder, deren Eltern selbst Akne hatten, tendieren eher dazu, Neugeborenenakne zu bekommen.

Wann verschwindet Neugeborenenakne wieder?

Sobald sich der Hormonhaushalt des Säuglings reguliert hat, verschwinden die Baby-Pickel genau so plötzlich, wie sie gekommen sind. In der Regel ist die Neugeborenenakne nach ein paar Wochen überstanden, fast als ob nie etwas gewesen wäre. Denn die Pickel und Pusteln heilem von alleine ab, ohne irgendwelche Narben auf der Haut deines Kindes zu hinterlassen.

Übrigens ist die Neugeborenenakne ist nicht die einzige mögliche Reaktion auf den Hormonwechsel. Auch Milien (weiße kleine Pickel um den Augenbereich) oder Kopfgneis (nicht verwechseln mit Milchschorf) können auftreten.

Neugeborenenakne behandeln

Die beste Behandlung bei einer Neugeborenenakne ist: gar keine Behandlung. Auf keinen Fall solltest du versuchen, Pickel auszudrücken. Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen rät in einem Beitrag über Babyakne auf de Website der Kinder- und Jugendärzte im Netz außerdem: „Eltern sollten auf keinen Fall rezeptfreie Mittel gegen Akne bei ihrem Baby anwenden. Diese schaden der empfindlichen Babyhaut.“ Die Haut deines Säuglings ist fünfmal dünner als deine und damit viel reizempfindlicher.

Babyakne was hilft?

  • Damit sich die Pickel nicht entzünden, ist es wichtig, dass du darauf achtest, dass dein Kind nicht anfängt, sich die Pickel aufzukratzen.
  • Ebenfalls wichtig ist es, das Gesicht des Kindes trocken zu halten. Kommt erbrochene Muttermilch oder Speichel auf das Gesicht, ist es möglich, dass sich die Babyakne verstärkt.
  • Das Gesicht am besten nur mit warmem Wasser waschen und nicht zu sehr mit dem Waschlappen oder dem Handtuch reiben.
  • Damit die Haut deines Kindes nicht zusätzlich gereizt wird, solltest du darauf achten, dein Kind keinem Zigarettenrauch auszusetzen.

Solltest du dir unsicher sein, ob dein es sich bei dem Ausschlag deines Kindes wirklich um Neugeborenenakne handelt oder nicht, dann suche zur Sicherheit lieber einen Arzt auf. Auch deine Hebamme kann dir helfen und hat sicher gute Tipps parat, was du gegen die Pickelchen tun kannst.

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Quellen: 

Nolte, Stephan Heinrich; Nolden, Annette (2013): Das große Buch für Babys erstes Jahr: Das Standardwerk für die ersten 12 Monate. Gräfe und Unzer Verlag. S. 182

Keicher, Ursula (2016): Kinderkrankheiten: Alles, was wichtig ist. Gräfe und Unzer Verlag. S.41

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. (2016): Patienteninformation – Babys Haut gesund Pflegen. https://www.dha-allergien.de/pdfs/babyhautpflege.pdf (letzter Aufruf 08.02.2019)

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (2012): Baby-Akne: Regelmäßige sanfte Gesichtsreinigung mit warmem Wasser reicht aus. In: Kinder- und Jugendärzte im Netz. https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/baby-akne-regelmaessige-sanfte-gesichtsreinigung-mit-warmem-wasser-reicht-aus/ (letzter Aufruf 08.02.2019)