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Schluckauf bei Babys: So kannst du helfen

vonCorinna Trube

Wenn Schluckauf Baby zum Hicksen bringt, klingt das unheimlich süß – aber kann das auch gefährlich sein? Lies hier die Ursachen für Schluckauf bei Babys und wie du deinem Kind helfen kannst, wenn das Hicksen nicht aufhören will.

vonCorinna Trube
In der ersten Monaten ist Schluckauf bei Babys typisch
In der ersten Monaten ist Schluckauf bei Babys typisch
© Pixabay/ fancycrave1

Woher kommt Schluckauf beim Baby?

Gerade in den ersten Lebensmonaten ist häufiger Schluckauf bei Neugeborenen nicht ungewöhnlich. Die Ursache dafür ist die noch unausgereifte Muskulatur des Zwerchfells – sie steuert die Atmung. Bei Säuglingen ist diese aber noch in einer Art Anpassungsprozess.

 

Schluckauf bei Babys entsteht, wenn sich das Zwerchfell unwillkürlich zusammenzieht. Das passiert zum Beispiel beim Stillen beziehungsweise Trinken aus der Flasche, wenn das Baby einatmet sich aber gleichzeitig der Kehlkopfdeckel schließt. Jetzt steckt die Luft irgendwie fest und dein Schatz muss Hicksen.

Warum hat mein Baby so oft Schluckauf?

Die Ursachen für das Hicksen können sehr unterschiedlich sein. Oft wird vermutet, dass der Schluckauf bei Babys aus ähnlichen Gründen wie bei Erwachsenen entsteht:

  • zu schnelle Nahrungsaufnahme
  • das Baby verschluckt beim Trinken viel Luft
  • sehr kaltes oder warmes Essen
  • psychische Ursachen (Aufregung, Angst, Lachen, etc.)

Aber das Hicksen ist mehr als nur ein amüsantes Geräusch: Der Schluckauf ist für dein Baby ein sehr nützlicher Schutzmechanismus. So wird verhindert, dass dein Baby sich verschluckt oder, dass versehentlich Muttermilch in der Lunge statt im Magen landet. Gleichzeitig werden Zwerchfell- und Rippenmuskulatur trainiert.

Neben Schluckauf haben Babys noch ein paar andere besondere Angewohnheiten, die wir dir im Video verraten.

5 merkwürdige Gewohnheiten von Babys

Schutzreflex Schluckauf: Baby hat ihn schon im Bauch

Babys besitzen diesen natürlichen Reflex übrigens schon im Mutterleib. Vielleicht kennst du es noch aus deiner Schwangerschaft, dass dein Ungeborenes im Bauch kleine Hickser von sich gegeben hat.

Meist passiert das ab der 25. SSW und kann bis zur Geburt immer wieder auftreten. Wenn du Glück hast, kannst du den Baby-Schluckauf sogar ganz deutlich bei einer Ultraschall-Untersuchung sehen – es sieht ein bisschen so aus, als würde dein Baby hüpfen.

 

Aber wie fühlt es sich für Schwangere an, wenn Babys Schluckauf haben? Der Schluckauf wird oft wie ein Zucken oder Klopfen im Bauch beschrieben, das ein paar Mal in regelmäßigen Abständen auftritt und dann wieder weg ist.

Warum passiert das? Im Grunde ist der Schluckauf für Babys im Bauch als eine Art Atemtraining sehen. Durch das Hicksen ziehen sich Zwerchfell, die Rippen- und die Nackenmuskulatur zusammen und die Lunge dehnt sich aus – der natürliche Atemvorgang wird imitiert.

Ist Schluckauf bei Neugeborenen gefährlich?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Neugeborene Schluckauf bekommen. Das ist einfach Teil der Baby-Entwicklung.

Die Kleinen empfindet den Schluckauf weder als schmerzhaft noch als störend. Manche Babys sind von dem Reflex sogar derart unbeeindruckt, dass sie trotz penetranter Hickser schlafen können.

: Antworten auf deine Fragen

Was tun, wenn das Baby Schluckauf hat?

Dein Baby hat Schluckauf und du hast das Gefühl, dass dein Baby das Hicksen als nervig oder irritierend wahrnimmt. Hier gibt es ein paar Methoden, wie du bei Schluckauf Baby sanft helfen kannst:

Tipps für Eltern: Babys Schluckauf stoppen

  • Bäuerchen machen lassen
    Nimm dein Baby nach jeder Mahlzeit auf den Arm und lass es ein Bäuerchen machen. So beförderst du überschüssige Luft nach draußen, was auch Blähungen vorbeugen kann.
  • Babymassage
    Massiere dein Baby, zum Beispiel an den Fußsohlen – es atmet dadurch ruhiger, sein Atemrhythmus wird gleichmäßiger und das Zwerchfell entspannt sich.
  • Ein Schluck Milch oder Wasser
    Du kannst deinem Kind etwas Milch, oder wenn es alt genug ist (ab dem 7. Lebensmonat) einen Schluck Wasser anbieten. Das kann den Schluckauf stoppen.
  • Wärme
    Ein warmes Kirschkernkissen (Vorsicht, dass es nicht zu warm ist!) auf dem Bauch kann ebenfalls helfen. Hat dein Baby oft nach dem Stillen Schluckauf kannst du schon während dem Stillen ein warmes Tuch auf seinen Bauch legen – das kann vorbeugend wirken.
  • Knie zur Brust drücken
    Versuche ganz sanft, das Knie deines Babys zur Brust zu drücken. Diese Übung kann den Schluckauf stoppen.
  • Ins Gesicht pusten
    Hans-Ulrich Neumann, Facharzt für Kinder-und Jugendmedizin hat noch einen echten Geheimtipp bei Schluckauf: Baby sanft ins Gesicht pusten. Dadurch ändert es seinen Atemrhythmus und das Zwerchfell entspannt sich.

Was NICHT tun bei Schluckauf

Wichtig: Versuche auf keinen Fall, den Schluckauf deines Babys wie bei Erwachsenen loszuwerden. Erschrecken solltest du es also genauso wenig wie ihm die Nase zuhalten.

Helfen sanfte Methoden wie oben beschrieben nicht, dann warte, bis das Hicksen von selbst verschwindet. Meist regelt der Körper deines Kindes den Reflex schon nach ein paar Minuten selbst.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

In der Regel ist Schluckauf bei Babys unbedenklich. Verschwindet das Hicksen nach einigen (mehr als drei) Stunden nicht von allein oder zeigt dein Baby zusätzlich andere Symptome wie Bauchschmerzen oder starkes Husten, dann solltest du das mit deinem Kinderarzt besprechen.

Quellen

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