Schmelzflocken: Ergänzungsnahrung für Babys oder Gefahr für die Gesundheit?

Schmelzflocken: Ergänzungsnahrung für Babys oder Gefahr für die Gesundheit?

Wenn das eigene Baby durch reine Mutter- oder Flaschenmilch nicht satt wird, stoßen Mütter manchmal an ihre Grenzen und überlegen, der Milch Schmelzflocken hinzuzufügen. Doch ist das eine gute Möglichkeit, um das Kind zu sättigen oder gibt es bessere Alternativen?

Ein Baby wird mit der Flasche gefüttert
Schmelzflocken - Wie gut sind sie wirklich für Babys? © Bigstock / romrodinka

Was sind Schmelzflocken?

Der Name „Schmelzflocken“ ist ein eingetragener Name der Marke Kölln. Bei anderen Herstellern findest du sie eher unter dem Begriff „lösliche Haferflocken“. Im Gegensatz zu Haferflocken werden Schmelzflocken aus einem gemahlenen Getreidekorn hergestellt.

Sie lösen sich deshalb besonders einfach in Flüssigkeiten auf und sind besonders leicht zu kauen und schlucken. Mittlerweile werden Schmelzflocken sogar extra für Kinder beworben. Manche Marken tun dies beispielsweise mit dem Zusatz „Ab dem 4. Monat bis ins Kinderalter“.

Schmelzflocken nicht bedenkenlos

Schmelzflocken kann man nicht nur der Milch hinzufügen um sie zu verdicken, man kann sie auch als eigenen Brei füttern. Doch die Flocken sind nicht unumstritten. Denn da das Verdauungssystem der Kinder noch nicht ausgereift genug ist, fällt es ihnen schwer, den Brei richtig zu verdauen.

Video-Empfehlung

Ärzte empfehlen die Flocken daher erst ab dem sechsten Monat. Ein weiterer Faktor ist der Mehrwert der Schmelzflocken. Zwar sättigen sie dein Kind vorerst, doch es fehlt ihnen an wichtigen Nährstoffen wie Eisen und Kohlenhydraten.

Alternative zu Schmelzflocken

Wird dein Kind vor dem sechsten Monat jedoch immer noch nicht satt und du auf Alternativen zu Schmelzflocken zurückgreifen willst, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Wenn du stillst, könntest du versuchen, die Trinkmenge deines Kindes zu erhöhen. Aber Vorsicht: Du solltest es nicht übertreiben.

Dreht dein Kind seinen Kopf eigenständig von deiner Brust weg, ist das ein klares Zeichen, dass es satt ist. Das solltest du respektieren.

Wenn du dein Kind mit der Flasche fütterst, kannst du überlegen, auf die nächsthöhere Babynahrung umzusteigen. Wenn du unsicher bist, frag deine Hebamme, sie kann dir bestimmt weiterhelfen und gute Tipps geben.