Storchenbiss: Woher kommt das Hautmal wirklich?

Storchenbiss beim Baby

Huch, hat der Storch zu fest zugepackt? Wir erklären, woher der Storchenbiss wirklich kommt und was alle Eltern darüber wissen müssen. Vor allem, wie du ihn vom echten Feuermal unterscheiden kannst. Wie verschieden der Storchenbiss aussehen kann, siehst du außerdem in einer kleinen Bildauswahl.

Baby mit Storchenbiss auf der Stirn
Ein Storchenbiss kann auch auf der Stirn auftreten © Unsplash/ Kelly Sikkema

Storchenbiss: harmlose Hautveränderung

Ein Storchenbiss ist wirklich harmlos. Etwa die Hälfte aller Kinder kommen mit dieser gutartigen Hautveränderung im Nacken oder im Gesicht auf die Welt. Du solltest dir daher keine Sorgen machen: der Storchenbiss verschwindet ganz von selbst wieder, bei den meisten Babys innerhalb der ersten Lebensjahre. Vor allem im Gesicht verblasst die Hautveränderung rasch wieder.

Daher ist eine Behandlung eigentlich nicht notwendig. Zumal der Storchenbiss für das Baby weder störend noch schmerzhaft ist. Möchtest du das Mal dennoch aus kosmetischen Gründen entfernen lassen, ist dein Kinderarzt der richtige Ansprechpartner. Inzwischen gibt es sanfte Behandlungsmethoden mit einem Hautlaser, die sich auch für Kinder eignen. Dabei werden die Adern verödet, welche die Rötungen verursachen.

Storchenbiss erkennen

  • hellrote, unregelmäßige Hautverfärbung; deutlich abgegrenzt
  • tritt nur im Nacken, auf der Stirn auf der Nasenwurzel oder auf den Augenlidern auf
  • nur temporär; verschwindet innerhalb der ersten drei Lebensjahre
  • verblasst, wenn du mit dem Finger darauf drückst
  • wird mit der Zeit nicht größer bzw. dehnt sich nicht aus
  • Kinder kommen damit schon auf die Welt

Woher kommt der Storchenbiss?

Die Mär, dass der Storch die Babys im Nacken packt und den Eltern vor die Türe setzt ist Namensgeber für den Storchenbiss. So einfach ist die Erklärung aber nicht. Ursache für die Hautveränderung ist eine Ansammlung von Blutgefäßen direkt unter der Haut. Daher ist der Hautfleck besonders deutlich sichtbar, wenn die Durchblutung erhöht ist: zum Beispiel, wenn das Baby sehr intensiv schreit oder bei Fieber beim Baby. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass der Storchenbiss verblasst, wenn du darauf drückst – das Blut weicht dann kurzzeitig aus den Äderchen.

Warum der Storchenbiss bei so vielen Babys auftritt, ist nicht eindeutig geklärt. Er wird weder vererbt noch gehen Ärzte davon aus, dass es sich um eine Entwicklungsstörung im Mutterleib handelt. Vorwürfe, dass du etwas falsch gemacht hast, solltest du dir also auf keinen Fall machen. Irgendwie ist es eben doch eine Laune der Natur.

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So unterschiedlich sieht ein Storchenbiss aus

Wie unterschiedlich ein Storchenbiss aussehen kann, zeigen diese Fotos. Übrigens: Tritt das Mal in der Mitte der Stirn auf, spricht man auch von dem sogenannten Lachsfleck. Da gefällt uns „Engelskuss“ als Synonym doch besser.

Storchenbiss im Nacken:

Storchenbiss auf der Stirn (Lachsfleck):

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Storchenbiss an oder auf der Nase:

Storchenbiss oder echtes Feuermal?

Beim Storchenbiss handelt es sich im Grunde um ein Feuermal – allerdings um eine schwächere Form. Daher ist es für dich wichtig, den Storchenbiss (Naevus flammeus simplex) von einem echten Feuermal (Naevus flammeus) unterscheiden zu können. Der deutlichste Unterschied ist, dass das Feuermal am ganzen Körper auftreten kann und ein Leben lang bleibt. Es kann sogar mitwachsen. Die Färbung ist etwas dunkler als der Storchenbiss und kann sogar etwas ins Violette gehen.

Unterschiede Storchenbiss und Feuermal:

Storchenbiss Feuermal
meist blasse, hellrote Färbung dunkle, rote Färbung; z.T. auch violette
vorwiegend im Kopfbereich; Stirn, Nasenwurzel, Philtrum, Nacken kann am ganzen Körper auftreten
wächst nicht; dehnt sich nicht aus wächst mit; kann sich ausdehnen
verschwindet wieder bleibt ein Leben lang
relativ häufig, Hälfte aller Neugeborenen haben Storchenbiss relativ selten, nur 2 von 100 Neugeborenen haben Feuermal

 

Zwar ist auch das Feuermal grundsätzlich eine gutartige und harmlose Hautveränderung, jedoch tritt es manchmal in Verbindung mit anderen Krankheiten auf, die Fehlbildungen von Gefäßen hervorrufen können. Beim Sturge-Weber-Syndrom sind zum Beispiel auch Gefäße innerhalb des Auges erweitert, was den Augeninnendruck verändert und damit das Risiko eines grünen Stars erhöht.

Storchenbiss entsteht nie spontan

Entsteht die Hautveränderung spontan und breitet sich schnell aus, handelt es sich vermutlich um ein Blutschwämmchen. Das ist eine plötzliche Wucherung von Blutgefäßen und kann einem wirklich etwas Angst machen! Was du darüber wissen solltest, haben wir in den Artikel zum Thema zusammengefasst: