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Taufe vorbereiten: wichtige Fragen zur Planung

vonBarbara Schniebel

Möchtet ihr euer Baby taufen lassen, sind im Vorfeld viele Fragen zu klären: Was ist das perfekte Alter? Welche Unterlagen braucht man? Hier findest du wichtige Infos, Tipps und eine Checkliste zur Planung.

vonBarbara Schniebel
© Pixabay / RoAll

Wichtige Fragen zur Taufe: warum, wann, wie?

Häufig werden Babys im Laufe des ersten Lebensjahres getauft. Tauffeiern können das ganze Jahr über statt finden. Beliebte Termine sind rund um Osten und Pfingsten. Früher wurde traditionell in der Osternacht getauft.

: Corona-Infos
Sind Taufen erlaubt?

Aktuell (März 2021) sind kirchliche Taufen nicht möglich. Wann sich daran etwas ändern wird, ist noch nicht abzuschätzen. Grundsätzlich kann euch das zuständige Pfarramt am besten Auskunft darüber geben, welche Regelungen aktuell in eurer Gemeinde gelten.

Die meisten Kirchen bitten um eine Anmeldung sechs bis acht Wochen vor dem Tauftermin. Vereinbart dafür in der Kirche eurer Wahl telefonisch einen Termin oder geht direkt ins Pfarrbüro.

Warum wird ein Baby getauft?

Mit der Taufe wird ein Mensch in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen. Sie ist das erste und grundlegende Sakrament der Kirche. Das Sakrament hat seinen Ursprung in der Taufe Jesu durch Johannes im Fluss Jordan.

Durch den Taufvorgang wird aus dem Geschöpf Gottes, das natürlich auch von ihm geliebt wird, ein Kind Gottes. In der Taufe bekennt sich Gott zu diesem Kind und will sein Begleiter sein.

Die Taufgeschichte

Zu den theologischen Hintergründen einer Taufe haben wir mit Pfarrer Dr. Scholz von der evangelischen Kirchengemeinde Elstorf gesprochen.

In welchem Alter sollten wir das Kind taufen lassen?

Es gibt für den Zeitpunkt der Taufe keine Vorgaben. Meist lassen Eltern ihr Kind zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat taufen. Laut dem Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland Katholisch.de ist die Taufe zu diesem Zeitpunkt besonders symbolträchtig, da durch die Säuglingstaufe sichtbar wird, dass „Gott den Menschen liebt, noch bevor er es sich durch eigene Leistung verdient“. Allerdings kann die Taufe auch erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Kleinkind- und Erwachsenentaufe

Klickt euch hier rein für mehr Infos dazu.

Wie möchtet ihr das Baby taufen lassen?

Für die Taufe ist die Konfession der Eltern wichtig. Wenn ihr als Eltern unterschiedlichen Konfessionen angehört, solltet ihr euch vorab Gedanken machen: Soll die Taufe katholisch oder evangelisch sein? Also: Welcher Konfession soll euer Kind einmal angehören?

Katholische oder evangelische Taufe?

Wir haben hier verschiedene Szenarien exemplarisch durchgespielt:

Wenn beide Elternteile der gleichen Konfession angehören?

Wenn die Eltern unterschiedlichen Konfessionen angehören?

Wenn nur ein Elternteil der Kirche angehört?

Wenn beide Eltern aus der Kirche ausgetreten sind?

Wer soll Taufpate/ Taufpatin werden?

Das ist eine weitere wichtige Entscheidung für die Taufe. Bei der Wahl solltet ihr einige wichtige Aspekte beachten. Denn nicht jeder darf Patin oder Pate werden.

Die wichtigsten Infos dazu haben wir hier für euch zusammengefasst: Taufpaten – Welche Aufgaben müssen sie übernehmen?

Was braucht man zur Taufe?

Die Taufe ist eines der heiligen Sakramente im christlichen Glauben. Daher nimmt es die Kirche sehr genau, welche Unterlagen nicht fehlen dürfen, wenn ihr euer Baby taufen lassen wollt. Um solche Details zu klären, ist ein Taufvorgespräch in eurer Kirchengemeinde sinnvoll. Grundsätzlich gilt Folgendes:

  • Taufe katholisch
    Für die Anmeldung werden das Familienstammbuch mit der Geburtsurkunde des Kindes benötigt. Außerdem wichtig sind Namen und Adressen des Paten/ der Patin. Wenn diese aus einer anderen Kirchengemeinde stammen als die, in der getauft wird oder einen anderen Wohnsitz haben, braucht ihr außerdem eine Bescheinigung über die Mitgliedschaft der Paten in der katholischen Kirche.
  • Taufe evangelisch
    Für die Anmeldung braucht ihr die Geburtsurkunde des Kindes und gegebenenfalls ein Familienstammbuch. In der Regel benötigen die Paten eine Patenbescheinigung des Pfarramts an ihrem Wohnort, dass sie berechtigt sind das Patenamt zu übernehmen.

Wie kann ich die Taufe persönlich gestalten?

Natürlich gibt es wie bei jedem Gottesdienst einen festen Ablauf für die Taufe. Trotzdem habt ihr natürlich Möglichkeiten, die Taufe persönlich zu gestalten. Ihr könnt zum Beispiel die Taufsprüche und Fürbitten zur Taufe selbst auswählen, wenn ihr möchtet sogar selbst schreiben. Auch Tauflieder sind eine schöne Möglichkeit, der Taufe eure persönliche Note zu geben.

Gottesdienst & Taufe vorbereiten: Checkliste

Natürlich soll eine Taufe möglichst individuell sein und zu euch passen. Eine Taufe ist eine Mischung aus christlicher Tradition und persönlicher Feier mit Familie und Freunden. Es muss also an viel gedacht werden, wenn ihr eine Taufe vorbereiten möchtet. Damit ihr nichts Wichtiges vergesst, findest du hier in der großen Checkliste.

: Checkliste für die Taufe

Aber bitte setzt euch bei der Planung der Taufe nicht zu sehr unter Druck: Gerade Mütter sind nach einer Geburt oft noch eine Zeit lang erschöpft. Sie müssen sich an körperliche und persönliche Veränderungen gewöhnen. Da ist es dann schwierig, eine Familienfeier zu organisieren. Einfacher ist es, wenn man einen Partyservice oder eine Gaststätte für die Taufe nutzen kann.

Gut zu wissen: Taufentscheidung nicht endgültig

Als Eltern trefft ihr nach bestem Wissen und Gewissen für euer Kind die Entscheidung, teil einer christlichen Gemeinschaft zu werden. Eine Taufe ist allerdings keine endgültige Entscheidung: Laut §5 des Gesetzes über die religiöse Kindererziehung sind Kinder erst mit 14 Jahren religionsmündig und können dann selbst entscheiden, ob und welcher Religion sie angehören wollen. Das gibt ihnen natürlich „im Blick auf die eigene Zukunft mehr Entscheidungsspielraum“, weiß auch Claudia Hofrichter, Referentin für Katechese am Institut für Fort- und Weiterbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Quellen

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