Taufe - Vorbereitung, Checklisten, Sprüche, Paten, Geschichte

Taufe – Vorbereitung, Checklisten, Sprüche, Paten, Geschichte

Viele Eltern möchten ihr Kind taufen lassen. Im Vorfeld der Taufe kommen dabei jedoch viele Fragen auf: Wann ist der perfekte Zeitpunkt für eine Taufe? Was muss ich alles vorbereiten? Wer sollen die Taufpaten werden? Welcher Taufspruche passt zu meinem Kind? Und woher kommt die Tauftradition eigentlich? Hier findest du alle Infos und Checklisten.

Ein Kind wird über dem Taufbecken getauft
Die Taufe ist nicht nur eine schöne Gelegenheit, die ganze Familie zusammenzubringen, sondern auch ein Bekenntnis zu Gott. © Pixabay / RoAll

Wann soll ein Kind getauft werden?

Es gibt für den Zeitpunkt keine Vorgaben. Meist lassen Eltern ihr Kind zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat taufen. Aber die Taufzeremonie kann auch zu jedem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden, selbst als Erwachsenentaufe im Erwachsenenalter. Erfahrungsgemäß gibt es im Kleinkindalter kleinere Komplikationen: Die kleinen Täuflinge zeigen oft wenig Verständnis dafür, dass sie während des Gottesdienstes an einem Platz sitzen und sich mit Wasser beträufeln lassen sollen und müssen für den Taufvorgang eventuell regelrecht „eingefangen“ werden.

Termin für Taufe finden

Neben den Erwägungen bezüglich des Alters, gibt es auch äußere Faktoren, die den Zeitpunkt beeinflussen. Es muss ein Termin gefunden werden, an dem die Familie und die Paten zusammenkommen können. Setze dich bei der Terminfindung und -planung nicht zu sehr unter Druck: Gerade Mütter sind nach einer Geburt oft noch eine Zeit lang erschöpft. Sie müssen sich an körperliche und persönliche Veränderungen gewöhnen. Da ist es dann schwierig, eine Familienfeier zu organisieren. Einfacher ist es, wenn man einen Partyservice oder eine Gaststätte für die Taufe nutzen kann.

Taufe: Taufsprüche, Taufpaten, Ablauf und Lieder

Was gehört alles zu einer Taufe dazu? Hier findest du alle wichtigen Punkte:

  1. Checkliste Tauforganisation

    Eine Taufe ist eine Mischung aus christlicher Tradition und persönlicher Feier mit Familie und Freunden. Was du alles brauchst, um diese Mischung zu verbinden, findest du hier in der großen Checkliste zur Taufe.

  2. Taufpaten

    Welche Aufgaben übernehmen die Taufpaten? Wer soll Pate werden und was macht der Pate bei der Taufe? Hier findest du alle Infos, die du zum Thema Taufpaten brauchst.

  3. Ablauf einer Taufe

    Wie läuft die Zeremonie ab, wie kann ich mich einbringen und wie organisiere ich die Feier danach? Das alles findest du hier im Tauf-Ablaufplan.

  4. Lieder zur Taufe

    Schöne Lieder machen den Taufgottesdienst zu einem unvergesslichen Erlebnis. Hier findest du eine Auswahl die beliebtesten und schönsten Lieder zur Taufe und hier das Vater Unser und das Glaubensbekenntnis.

  5. Taufgeschenke

    Was schenkt man zur Taufe? Hier gibt es viele schöne und individuelle Geschenkideen zur Taufe von Paten, Großeltern und Freunden.

  6. Taufsprüche

    Was sind die schönsten Sprüche zur Taufe? Hier findest du katholische, evangelische und moderne Taufsprüche, die wirklich zu deinem Kind passen oder lass dich im Video von den zehn schönsten Taufsprüchen inspirieren:

Video-Empfehlung

Welche Konfession müssen die Eltern haben?

[Auskunft von Dr. Künkel, Superintendet des Kirchenkreises Hittfeld]

Situation: Beide Elternteile gehören der gleichen Konfession an

Ideal ist es natürlich, wenn beide Eltern der gleichen Konfession angehören und ihr Kind eben diese Konfession annimmt. Es gibt aber auch eine wechselseitige Anerkennung der Taufen bei der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche. So können z.B. evangelische Eltern, die in einer katholischen Region wohnen und keine geeignete evangelische Gemeinde finden, ihr Kind auch in einer katholischen Gemeinde taufen lassen und andersherum.

Situation: Die Eltern gehören unterschiedlichen Konfessionen an

Gehört ein Elternteil der evangelischen und der andere Elternteil der katholischen Kirche an, müssen diese gemeinsam entscheiden, in welcher Konfession das Kind getauft und später erzogen werden soll.

Situation: Nur ein Elternteil gehört der Kirche an

In diesem Fall ist eine Taufe selbstverständlich möglich. Der Elternteil, der nicht der Kirche angehört, wird aber nicht während der Zeremonie nach vorn gehen und gefragt, ob er das Kind im christlichen Glauben erziehen will. Schwierig wird es, wenn die Eltern sich uneinig sind, ob das Kind getauft werden soll. In einem solchen Fall ist das beratende Gespräch mit dem Pfarrer gefordert. Evtl. sollte die Entscheidung aufgeschoben werden bis Einigkeit herrscht.

Situation: Beide Eltern sind aus der Kirche ausgetreten

Sind beide Eltern aus der Kirche ausgetreten, besteht grundsätzlich die Möglichkeit des Wiedereintritts. Dieser ist möglich im Pfarramt der Heimatgemeinde oder in einer anderen Kirchengemeinde (Umgemeindung). Jedoch sollten sich die Eltern fragen, ob sie wirklich wieder in die Kirche eintreten wollen und dies nicht nur wegen der Taufe machen. Sollten Eltern nach einem Kirchenaustritt den Wunsch haben, ihr Kind dennoch taufen zu lassen, wird in der Regel ein Gespräch mit dem Pfarrer der Gemeinde geführt. Dabei werden die Gründe für den Taufwunsch erörtert. Meist findet sich ein Weg, diesen zu erfüllen. Im Zweifel kommt es zu einem Aufschub, bis sich die Eltern klar geworden sind. Hierbei gibt es auch unter den Gemeinden eine unterschiedliche Handhabung. Es gibt in größeren Städten auch „Kircheneintrittstellen“

Die 10 schönsten Sprüche zur Taufe

Biblische Hintergrund der Taufe

Zu den theologischen Hintergründen einer Taufe haben wir mit Pfarrer Dr. Scholz von der evangelischen Kirchengemeinde Elstorf gesprochen. Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Scholz, dass er sich Zeit für die vielen Fragen genommen hat.

Die Taufgeschichte

Johannes der Täufer gehörte einer Gemeinde von Juden an, die sich „Essener“ nannten. Diese Gemeinde zeichnete sich durch eine mönchische Lebensweise aus und bereitete sich auf das Kommen des Messias vor. Als Vorbereitung wurde zur „Reinwaschung“ eine Bußtaufe vorgenommen. Die Bibel erzählt, dass Jesus ebenfalls zu Johannes kam, um sich taufen zu lassen. Dabei erkannte Johannes in Jesus den „Größeren“ und meinte, dieser müsse eher ihn taufen als umgekehrt. Jesus jedoch beharrte darauf, dass Johannes es beim ihm durchführt. Dabei sah Jesus den heiligen Geist wie eine Taube auf sich kommen. Er hörte eine Stimme: „Du bist mein lieber Sohn, an Dir habe ich mein Wohlgefallen“.

In dieser biblischen Wiedergabe finden sich zwei Elemente prophetischer Berufung: eine Vision (der Heilige Geist wie eine Taube) und eine Audition (die Stimme, die sprach) – Jesus wird bei dieser Taufe von Gott angenommen, gewissermaßen adoptiert.

Jesus selbst jedoch hat nie getauft. Nach der Auferstehung gab er aber den Auftrag an seine Jünger, dies zu tun (Matthäus 28, 18 – 20): „…darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Warum soll also nach christlicher Ansicht ein Kind getauft werden?

Durch den Taufvorgang wird aus dem Geschöpf Gottes (das natürlich auch von ihm geliebt wird) ein Kind Gottes. In der Taufe bekennt sich Gott zu diesem Kind und will sein Begleiter sein.

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