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Welcher Tee für Babys? Darauf solltest du achten

Tee für Babys – ein viel diskutiertes Thema! Ab wann darfst du deinem Baby Tee geben? Worauf musst du bei der Zubereitung achten? Und welche Teesorten eignen sich für Babys überhaupt? Antworten gibt es bei uns.

Tee für Babys: Ab wann und welche Sorten
Tee für Babys: Ab wann und welche Sorten
© Bigstock/ ananna

Tee für Babys: Ab wann Baby Tee anbieten?

Die ältere Generation schwört auf Tee für Babys! Lindert dieser doch ein Zwicken in Babys Bäuchlein auf natürliche Art und Weise. Doch was ist an dieser Weisheit dran?

Grundsätzlich sollte dein Baby Tee nicht zu früh bekommen. Experten sind sich einig: Zusätzliche Flüssigkeitsgabe ist bei gesunden Säuglingen, die vollgestillt oder mit Pre-Milch ernährt werden, nicht notwendig. Durch ihre salz- und eiweißarme Zusammensetzung reicht Milch für den Flüssigkeitsbedarf deines Babys vollends aus. Dafür hat Mutter Natur schon entsprechend gesorgt.

Im ersten halben Jahr kein Tee für Babys

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. weist in einem Artikel zur Säuglingsernährung darauf hin, dass Wasser oder eben Tee für Babys erst dann notwendig sind, sobald die dritte Breimahlzeit beim Beikost einführen an der Reihe ist. Also frühestens ab dem 7. Lebensmonat. Dann kann es seinen Flüssigkeitsmangel nicht mehr nur über die Milch decken, ein Flüssigkeitsmangel kann dann unter Umständen bei deinem Baby Verstopfung verursachen.

Tee für Babys stellt also in den ersten sechs Lebensmonaten keine Notwendigkeit dar. Anders sieht es natürlich aus, wenn dein Nachwuchs durch einen Magen-Darm-Infekt oder Fieber viel Flüssigkeit verliert. In diesem Fall kann Tee für Säuglinge durchaus sinnvoll sein. Lass dich diesbezüglich am besten von deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme beraten.

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Tee für Babys: Worauf muss ich achten?

Sobald du zufütterst, solltest du deinem Baby also zusätzlich zur Beikost auch Flüssigkeiten anbieten. Gewöhne es aber zunächst gut an Wasser, denn dieses ist und bleibt Durstlöscher Nummer Eins. Tee für Babys sollte demgegenüber sparsam zum Einsatz kommen. Von Zeit zu Zeit kannst du zur Abwechslung deinem Baby Tee anbieten. Dabei bekommen milde Sorten wie Kamillen- oder Fencheltee Baby am besten. Ist dein Sprössling krank oder fühlt sich unwohl, kann das gerne auch etwas öfter sein. Welche Trinkmenge für Babys und Kinder grundsätzlich angemessen ist, kannst du hier nachlesen: „Trinkmenge Baby – Wie viel sollen Kinder trinken?“

 

Beim Einkauf und bei der Zubereitung von Babys Tee solltest du aber einige Dinge beachten.

7 Tipps für Babys Tee:

  • Kaufe ausschließlich Bio-Tee für Babys: Tee sollte ohne Zusätze auskommen. Vor allem musst du auf zugesetzten Zucker achten, dieser versteckt sich gerne auch hinter Begriffen wie Laktose oder Maltose. In vielen Apotheken und Drogerien kannst du geeigneten Baby-Tee auch individuell zusammenstellen lassen.
  • Dementsprechend solltest du deinem Baby Tee natürlich nur ungezuckert anbieten.
  • Achte darauf, dass das Wasser, das du für die Zubereitung des Tees nutzt, tatsächlich sprudelnd kocht. Nur so werden Krankheitserreger effektiv abgetötet.
  • Tee für Babys verdünnst du am besten mit abgekochtem Wasser oder stillem Mineralwasser.
  • Lass den Tee unbedingt gut auskühlen. Babys sollten den Tee am besten lauwarm trinken. Manche Kinder mögen ihren Tee auch gerne kühl.
  • Tee für Babys sollten tatsächlich nur als optionaler Durstlöscher oder bei Unwohlsein zum Einsatz kommen und keinesfalls zwischendurch zum Nippen oder Nuckeln. Das schadet Babys Zähnchen nämlich nachhaltig.
  • Grundsätzlich kannst du deinem Baby Tee geben auch wenn du noch nicht ganz abstillen möchtest. Um einer Saugverwirrung vorzubeugen, solltest du allerdings auf einen möglichst brustähnlichen Sauger achten. Manche Kinder reagieren beim Wechsel von der mütterlichen Brust zu künstlichen Saugern nämlich mit Irritation. Ein Stillstreik kann die unangenehme Folge sein!

Welcher Tee für Babys? Gute und schlechte Sorten

Tee für Babys will richtig gewählt sein. Nicht alle Sorten sind für Babys nämlich gut geeignet. In jedem Fall sollte der Tee aus kontrolliertem, biologischem Anbau stammen und ohne Zuckerzusätze auskommen. Da die Geschmacksknospen deines Kindes noch sehr sensibel sind, macht es Sinn für das Baby Tee gut zu verdünnen. Außerdem sind Kräutertees Früchtetees vorzuziehen, da sie keinen Fruchtzucker beinhalten.

Baby-Tee: Diese Teesorten sind am besten geeignet

  • Fencheltee: Er steht an erster Stelle in der Hitliste für Babytee. Mild und leicht süßlich im Geschmack, lindert er Bauchschmerzen und entspannt. Mit Anis oder Kümmel lässt er sich gut mischen und wird dann zum echten Tausendsassa gegen Koliken beim Baby – Fencheltee ist immer eine gute Wahl.
  • Kamillentee: Der Klassiker gegen allerlei Entzündungen und unangenehmes Rumoren in Babys Bäuchlein!
  • Salbeitee: Vor allem bei Halsschmerzen kommt dieser antibakteriell wirkende Tee gerne zum Einsatz. Ältere Kinder können ihn auch zum Gurgeln verwenden.
  • Roiboos-Tee: Als Tee für Babys ist Roiboos besonders gut geeignet. Der afrikanische Tee ist süßlich im Geschmack, enthält viele Mineralstoffe, entkrampft und kommt ganz ohne Koffein aus.
  • Apfeltee: Auch wenn du den Früchtetee Baby nur sparsam anbieten solltest, ist Apfeltee Spitzenreiter! Vor allem bei Erkältungen, Koliken und Verstopfung kommt dieser Tee bei Babys gerne zum Einsatz. Aber auch Hagebutte ist als Baby-Tee beliebt.

Baby-Tee: Diese Teesorten sind NICHT geeignet

  • Pfefferminztee: Viele Erwachsene schwören auf Pfefferminztee, doch als Tee für Babys ist er keinesfalls geeignet! Das enthaltene Menthol kann nämlich schlimme Auswirkungen auf die Atmung deines Babys haben.
  • Schwarztee und Grüner Tee: Schwarztee und Grüntee beinhalten Koffein beziehungsweise Gerbstoffe. Klar, dass solcher Tee für Babys nicht geeignet ist!

Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Drängende Fragen junger Eltern zur Säuglingsernährung, URL: https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/bevoelkerungsgruppen/saeuglinge/update-saeuglingsernaehrung/ (Abrufdatum: 02.12.2018)

Pighin, Gerda; Simon, Bernd: Babys erstes Jahr, Gräfe u. Unzer, 2003

United Nations System Standing Committee on Nutrition. Linkages Project: Exclusive breastfeeding: The only water source young infants need, URL: http://www.unscn.org/layout/modules/resources/files/FAQ_Exclusive_breastfeeding.pdf (Abrufdatum: 02.12.2018)

Ute Alexy, Annett Hilbig: Die beste Ernährung fürs Baby und Kleinkind, Kösel 2014