Tipps für einen ruhigen Babyschlaf - Von Einschlafritual bis Frischluft

Tipps für einen ruhigen Babyschlaf – Von Einschlafritual bis Frischluft

Erholsame Nächte sind für Eltern in den ersten Monaten mit Baby ein rares Gut. Ungewöhnlich ist das aber nicht: Dass Babys häufiger aufwachen, hat sogar eine wichtige Schutzfunktion, denn der Körper prüft, ob alles in Ordnung ist. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen gelegentlichem Erwachen und puren Stressnächten. Die folgenden Punkte helfen Deinem Baby dabei, nachts besser zur Ruhe zu kommen.

Übermüdung vermeiden  

Ein müdes Baby schläft besser! Wenn Du es jetzt hinlegst, wird es Dich heute Nacht umso häufiger aufwecken!“ So oder so ähnlich klingt mancher Tipp, den sich frisch gebackene Eltern anhören müssen. Wird das Baby während des Tages müde, solltest Du es jedoch nicht wachhalten, sondern sein Schlafbedürfnis berücksichtigen. Sonst nämlich verkehrt sich wohlige Müdigkeit schnell in Übermüdung und die zeigt sich durch aufgedrehtes Verhalten, Schreien und Nervosität. 

Gönne Deinem Baby also auch mittags den Schlaf, den es braucht. Später ist immer noch genügend Zeit, um die Schlafperioden langsam auf die Nächte zu verlagern.  

Das Ritual: Auch für die Bindung wichtig  

Ein Einschlafritual signalisiert dem Baby, dass nun der Tag endet und mit ihm die Zeit der Ruhe beginnt. Gedämpftes Licht und leise Stimmen reichen dafür nicht unbedingt aus, denn um den gewöhnlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu erlernen, hat Dein Baby etwas mehr Hilfe nötig.  

Überlege Dir daher ein Ritual, das jeden Tag gleich aussieht, jedoch nicht zu lange dauert. Tolle Bestandteile können:  

  • Babymassage, 
  • Singen, 
  • das Abspielen eines Schlafliedes, 
  • behutsames Streicheln,  
  • oder auch das vorsichtige Waschen mit einem warmen Waschlappen 

sein. Ein Zeitrahmen von etwa zehn bis 15 Minuten sollte ausreichen. Dann stört das Ritual nicht, wenn einmal Besuch kommt.  

Mit Mama oder ohne? Eine individuelle Entscheidung 

Babys können sowohl im eigenen Bettchen als auch im Familienbett ganz dicht bei Mama und Papa schlafen. Soweit die Theorie. In der Praxis erfährst Du jedoch schnell, dass auch Babys bereits klare Präferenzen haben, was ihre Schlafumgebung betrifft. Manche mögen es ruhig und fühlen sich von Mitschläfern im Bett gestört, wiederum anderen gibt die Anwesenheit von Mama und Papa ein geborgenes Gefühl. 

Gehört Dein Baby zu jenen, die lieber alleine schlafen, ist das vollkommen okay. Sorge dafür, dass Bettchen und Zimmer eine sichere und wohlige Atmosphäre schaffen, in der sich das Kleine wohlfühlen kann. Steht das Bettchen nicht in Deinem Schlafzimmer, benötigst außerdem auch ein Babyfon, um Dein Kind nachts schnell hören zu können. Welche Aspekte bei diesen kleinen Geräten wichtig sind und was in Tests gelegentlich als Mangel gilt, zeigt babyfon.org 

Schläft Dein Baby im Familienbett, ist Sicherheit das A und O. Unbedingt verhindert werden muss, dass Du Dich nachts auf das Kleine legen könntest oder es unter die Decke rutscht. Mit einem Beistellbettchen, das direkt an das Elternbett geschoben werden kann, schaffst Du Nähe und Sicherheit zugleich.  

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Im Bettchen: Kuschelig, aber nicht zu voll  

Die Gestaltung des Bettchens ist wichtig, wenn es um ruhigen und sicheren Schlaf geht. Viele junge Eltern haben Angst vor dem plötzlichen Kindstod (SIDS), für den Aspekte wie  

  • viele Kissen,  
  • eine Bettdecke,  
  • eine zu weiche Matratze  
  • oder auch Stofftiere 

als Risikofaktor gelten. Sie könnten die Sauerstoffversorgung behindern. Wie Aerzteblatt.de berichtet, spielt Sauerstoff jedoch eine bedeutende Rolle, weswegen Babys in hohen Lagen sogar ein deutlich erhöhtes Risiko für SIDS haben. Achte daher darauf, diese Punkte zu berücksichtigen, denn zu viele Dinge im Bett können nicht nur gefährlich sein, sondern auch den Schlaf stören. 

Tipp: Kalt hat es kein Baby in der Nacht gerne. Verzichte dennoch auf eine Decke und verwende lieber einen gut sitzenden Schlaf- oder Pucksack. Diese können sich nicht auf das Gesicht legen und sorgen dennoch für ein wohliges Klima.

Bei nächtlichem Erwachen: „Leise“ Lichtquellen  

Der Hunger weckt viele Babys gleich mehrmals in der Nacht auf. Auch eine nasse Windel kann für plötzliches Weinen sorgen. Musst Du nachts aufstehen, um Dich um Dein Baby zu kümmern, solltest Du das helle Deckenlicht ausgeschaltet lassen. Der Grund: Das Schlafhormon Melatonin wird laut dasschlafmagazin.de ab einer Helligkeit von 2.500 Lux nicht mehr produziert. Es ist entscheidend für den Wechsel aus dem aktiven in den ruhenden Zustand des Körpers.  

Ist es nachts plötzlich zu hell, verlässt das Baby seinen „Schlummermodus“. Dann fällt es schwer, die notwendige Ruhe wiederherzustellen. Am besten also verwendest Du ein warm und nicht zu hell leuchtendes Licht. So findest Du Dich gut zurecht und Dein Baby schläft nach dem Stillen oder Wickeln zügiger wieder ein.  

Klima im Zimmer: Lüften tut gut  

Jeder kennt das: Wird es im Sommer auch nachts nicht richtig kühl, ist unruhiger Schlaf vorprogrammiert. Ein zu warmes Zimmer hält folglich auch Dein Baby davon ab, entspannt zu schlafen. Sorge dafür, dass die Temperatur im Zimmer nicht zu hoch klettert und lüfte regelmäßig. Das Lüften ist wichtig, um viel guten Sauerstoff in den Raum zu holen und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Das schützt auch die Schleimhäute, was vor Infekten schützt.

Die ideale Schlaftemperatur im Babyzimmer liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius. Die Luftfeuchte sollte vierzig bis sechzig Prozent betragen. Mit einem Thermometer inklusive eingebautem Hygrometer kannst Du das leicht überprüfen.

Damit das Zimmer im Sommer angenehm kühl bleibt, kann auch nächtliches Lüften helfen. Niemals jedoch sollte das Risiko entstehen, dass das Kind aus dem Fenster fällt. Mit steigendem Alter klettern manche Kinder durchaus selbst aus dem Bett. Ein offenes Fenster stellt dann eine große Gefahr dar. Lüfte am besten dann, wenn Du selbst anwesend bist und schließe das Fenster anschließend wieder.