Trinklernbecher: Ab wann umsteigen?

Trinklernbecher: Ab wann umsteigen?

Ob Still- oder Flaschenkind, die Frage bleibt: Ab wann sollte ich auf Trinklernbecher umsteigen? Außerdem findest du hier eine kleine Auswahl an Schnabeltassen und Co. mit denen andere Eltern bereist gute Erfahrungen gemacht haben.

Kleiner Junge mit Trinklernbecher
Welcher Trinklernbecher ist der richtige? © Bigstock/ Yastremska

Umstieg auf Trinklernbecher

Ab wann Trinklernbecher für dein Baby Sinn machen, lässt sich so pauschal nicht sagen. Denn der perfekte Zeitpunkt für den Trinklernbecher ist bei jedem Kind anders.

Voll gestillte Babys brauchen vorerst keine zusätzlichen Getränke, ihr Flüssigkeitsbedarf wird über die Muttermilch gedeckt. Spätestens mit der Beikosteinführung, also etwa um den 5. Lebensmonat, solltest du deinem Kind aber zusätzlich Wasser oder Tees anbieten. Denn mit der festen Nahrung bekommt es auch mehr Durst. Mit einem Trinklernbecher erleichterst du deinem Kind die Umstellung von Brust auf Becher.

Das bedeutet aber nicht, dass du sofort abstillen musst. Natürlich kannst du dein Kind nach der Breimahlzeit weiterhin an die Brust anlegen. Das hat den Vorteil, dass die Einführung neuer Nahrung unter dem Schutz der Stillmahlzeit das Risiko von Allergien reduziert.

Warum stoßen Kinder so oft versehentlich Gläser um?

Ab wann Trinklernbecher für Flaschenkinder?

Auch Flaschenkinder sollten mit der Einführung des Babybreis zusätzliche Flüssigkeit bekommen. Dafür kannst du natürlich erstmal weiterhin die Saugflasche verwenden. Doch langfristig können Kiefer und Zähne durch das Nuckeln Schaden nehmen. Daher sollte ein Übergang zum Trinklernbecher ebenfalls frühzeitig stattfinden.

Eltern berichten Unterschiedliches ab wann Trinklernbecher von ihren Kindern angenommen wurden. Die einen sagen, ihre Kinder hatten keine Probleme bei der Umstellung. Bei anderen war das mit Schwierigkeiten verbunden, da ihre Babys nur die bekannte und geliebte Flasche akzeptierten.

Einen festen Stichtag für die Umstellung gibt es also nicht. Als grundsätzliche Voraussetzung sollte das Baby auf jeden Fall den Kopf alleine aufrecht halten können, sich an Mahlzeiten interessiert zeigen und keine Schluckprobleme haben. Lass deinem Kind Zeit. Um es langsam auf den Geschmack zu bringen, kannst du etwas vom Getränk in Babys Mund, damit es merkt, wozu der Trinklernbecher benutzt werden kann. Flaschenkinder werden sich vielleicht etwas geschickter anstellen als Stillkinder, da sie auch ihr Babyfläschchen schon zum Mund führen können.

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Welcher Trinklernbecher ist der richtige?

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Trinklernbecher: Schnabeltassen, Becher mit 360-Grad Trinkrand oder offenem Rand. Nun gilt es, herauszufinden, welcher Becher von deinem Kind am besten angenommen wird. Da kann es helfen, sich den Erfahrungen anderer Eltern zu orientieren. Die nachfolgenden Produkte wurden auf mit gut bis sehr gut bewertet.

Schnabeltasse

Ergonomisch geformte Griffe und ein spezieller abgewinkelter, weicher Trinkschnabel machen diese Schnabeltasse von NUK zum guten Einsteigermodell. Die Flasche lässt sich gut greifen und ist auslaufsicher.

Das sagen Eltern:
„Unser kleiner übt fleißig mit dem Becher selbstständig zu trinken. Mit dem Sauger kommt er noch nicht so gut klar da er bisher nur Flasche und Brust gewohnt ist, Aber er ist immer ganz stolz, weil er diesen Becher dank der Griffe selbstständig halten kann. Das trinken kommt dann bestimmt auch noch. Ich finde den Becher klasse und unser Zwerg findet ihn auch ganz toll.“

Trinklernbecher mit 360-Grad Trinkrand

Auch der Munchkin Miracle Trinklernbecher eignet sich wegen der Griffe für kleine Kinder. Der Trinkrand ist schnabellos. Das Kind kann von jeder Seite des Bechers trinken. Trotzdem ist er auslaufsicher.

Das sagen Eltern:
„Ich habe diesen Trinkbecher für mein Enkelkind gekauft. Er ist mit 8 Monaten angefangen aus diesem Becher zu trinken! Ich wünschte, so einen tollen Becher hätte es zu der Zeit als meine Kinder klein waren auch gegeben! Nichts läuft aus, das Kind kann sich nicht bekleckern, da zum Trinken am Becher gesaugt werden muss.“

Ungeschlagener Amazon-Liebling bleibt aber der NUK Magic Cup. Da dieser Trinklernbecher keine Griffe mehr hat, wird er erst für Kinder ab acht Monaten empfohlen.

Das sagen Eltern:
„Der Becher ist genial, dass behaupte ich nur von wenigen Dingen aber hier trifft es zu! Wir verwenden den Becher sei unser Sohn ca. 6 Monate alt ist, er zeigt auch nach täglichem Einsatz nach mittlerweile ca. 7 Monaten keine Ermüdungserscheinungen hinsichtlich der Qualität. Vor allem wenn man unterwegs ist, lernt man ihn zu schätzen. Der Nebeneffekt, nach einigen Wochen trank unser Kleiner schon relativ gut auch aus normalen Gläsern.“

Becher mit offenem Rand

Die Modelle eignen sich natürlich weniger für Unterwegs, da sie nicht einfach in der Tasche verschwinden können. Dem normalen Trinken aus Becher oder Glas kommen sie aber am nächsten. Die Becher sind leicht zum Schnabel geformt, um das Trinken zu erleichtern. Der Doidy Cup und der CamoCup® bekommen besonders gute Kundenrezensionen.

Das sagen Eltern:
„Mein Sohn ist Stillkind und hat selbst abgepumpte Milch (Wasser oder Tee erst recht nicht) aus den Babyflaschen nicht getrunken. Als er vier Monate alt war, bin ich auf die Becher aufmerksam geworden und hab einen bestellt. Mein Sohn kam von Anfang an gut mit klar und trinkt gerne daraus. Man darf zu Beginn nur Mini-Schlucke in den Cup füllen, dass sich die Kinder nicht verschlucken können, dann klappt es super.“

Das sagen Eltern:
„Zur Breikosteinführung habe ich auf Anraten meiner Hebamme diesen Becher bestellt. Meine Kleine nimmt weder einen Nuckel, noch trinkt sie aus einer Flasche. Da sie aber dennoch auch anderes außer Mamas Milch trinken lernen sollte, habe ich ihr diesen Becher angeboten. Schon mit fünf Monaten liebt sie ihn.“

Richtig starten

Meist ist es besser, wenn in der ersten Zeit ein Mechanismus das Auslaufen des Bechers verhindert, sonst fließt das Getränk zu schnell und unkontrolliert in Babys Mund und es kann sich verschlucken. Außerdem wird es sicher einige „Unfälle“ mit umgekippten Bechern geben. Durch einen zu großen Widerstand des Mechanismus kann dem Baby allerdings der Sinn und Zweck des neuen Trinkgefäßes auch im wahrsten Sinne des Wortes verschlossen bleiben. Es weiß nicht, dass dort etwas herauskommen soll. Ein Tropfstopp-Mechanismus lässt sich meist entfernen oder lockern, so dass man das Auslaufen des Getränks bewusst herbeiführen kann, um dem Baby zu zeigen wie es funktioniert. Für den Transport des gefüllten Bechers sollte der Tropfstopp jedoch in jedem Fall fest eingebaut sein.

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