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Wachstumsschub Baby: Alle 8 Entwicklungsschübe im Überblick

Fast jeden Monat ein neuer Wachstumsschub: Babys machen in den ersten 14 Monaten eine erstaunliche Entwicklung. Lies hier alles, was du über Babys Schübe wissen musst.

Nicht viel Zeit? Im Video findest du eine Kurzzusammenfassung aller wichtigen Infos über die 8 wichtigsten Wachstumsschübe deines Babys.

Wachstumsschübe

Wachstumsschub Baby: Alle 8 Schübe im Überblick

In den ersten 14 Monaten gibt es im Grunde acht wichtige Wachstumsschübe. Babys sind in diesen Phasen meist unruhiger, weinen mehr, schlafen schlechter und haben vielleicht mehr Hunger. Zeitgleich – oder manchmal etwas später – zeigen sie aber auch neue Fähigkeiten. Während eines Sprungs braucht dein Kind vor allem mehr Nähe. Die Entwicklungsschübe treten etwa in folgenden Wochen auf – mit einem Klick landest du direkt bei der entsprechenden Woche:

Willst du lieber einen schnellen Überblick? Dann hol dir hier eine Kurzzusammenfassund über die Schübe von der 5. bis 26. Woche und von der 37. bis 55. Woche.

Unser Tipp: Wenn du dich Woche für Woche darüber informieren willst, welche Entwicklung dein Baby macht, dann klick dich durch unseren wöchentlicher Entwicklungskalender. Hier findest du kompakt zusammengefasst Infos & Tipps für die jeweilige Lebenswoche deines Kindes: Von der 1. Woche bis zur 52. Woche.

Wann muss ich mit einem Baby-Entwicklungsschub rechnen?

Grundsätzlich erwartet der jeweilige Wachstumsschub Babys im gleichen Alter meist etwa zum gleichen Zeitpunkt. Abweichungen gibt es unter anderem bei Kindern, die zu früh oder zu spät geboren wurden. Ist dein Baby zwei Wochen zu spät geboren, fangen die Sprünge vielleicht zwei Wochen früher an; kam es zum Beispiel vier Wochen zu früh, beginnen sie vier Wochen später.

Auch dies weist darauf hin, dass jeder Entwicklungsschub des Babys stark mit dem natürlichen Wachstum des Gehirns verbunden ist und weniger mit dem Zeitpunkt der Geburt.

Übrigens: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist darauf hin, dass der Mittagsschlaf in dieser Zeit ganz besonders wichtig für das Wachstum ist, da in dieser Zeit der Körper ein Wachstumshormon auschütte, so der Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley aus Regensburg.

Anzeichen Wachstumsschub: Veränderungen

Fast immer geschieht ein Entwicklungsschub in Babys Nervensystem und beschert ihm neue Möglichkeiten. Solch eine neue Fähigkeit beeinflusst das gesamte Verhalten des Babys. Mühevolle, weinerliche Phasen sind meist erste Anzeichen eines solchen Schubs. Weitere Anzeichen sind:

  • Baby hat mehr Hunger
  • Baby kann auch appetitlos sein
  • Baby schläft schlechter und wirkt unruhig
  • Baby schreit mehr
  • Baby reagiert sensibler auf seine Umwelt
  • Baby sucht deine Nähe und will viel getragen werden

Dein Baby ist in diesen Entwicklungsphasen vielleicht anstrengender und schwieriger als gewohnt, weil seine vertraute Welt plötzlich Kopf steht. Es erschrickt vor den neuen Fähigkeiten beziehungsweise der neuen Wahrnehmung. Man kann es sich so vorstellen, als würde man plötzlich auf einem fremden Planeten erwachen, auf dem alles ganz anders ist.

Das Baby ist so verwirrt, dass es nicht schlafen und entweder gar nicht oder ständig essen will. Es möchte sich an eine vertraute Person klammern und viel getragen werden, darum ist deine Nähe jetzt besonders wichtig. Natürlich gibt es auch Kinder, denen man einen Wachstumsschub emotional nicht anmerkt, die meisten haben aber doch merklich damit zu kämpfen. „Alle Babys machen diese schwierigen Phasen durch. Ein unkompliziertes, ruhiges Baby genauso wie ein schwieriges, temperamentvolles. Ein temperamentvolles Baby hat jedoch deutlich mehr Schwierigkeiten als ein ruhiges. Und seine Mutter uns ein Vater daher auch.“, erklären auch die Autoren im Ratgeber „Oje, ich wachse!“.

Babys Wachstumsschub: Wie lange dauert er?

Diese Phase ist so plötzlich zu Ende wie sie begonnen hat. Meist dauert sie eine Woche an, manchmal auch länger. In dieser Zeit weint dein Kind wahrscheinlich, ist unruhig und unzufrieden. Du bist vielleicht unsicher, ob das Baby krank ist oder ob es nicht satt wird. Tatsächlich ist es oft so, dass während eines solchen Wachstumsschubs Baby meist mehr Nahrung braucht und das bedeutet für stillende Mütter, dass sich die Milchproduktion durch häufigeres Anlegen an den gestiegenen Bedarf anpassen muss. Dies kann ein paar Tage dauern und muss kein Anlass sein, abzustillen oder zusätzlich Flaschennahrung zu geben. Auch die Stillexperten der La Leche Liga Deutschland e.V. bestätigen: „Durch die intensive Stimulation passt sich Ihre Milchmenge nach 2 bis 3 Tagen der erhöhten Nachfrage an. Wachstumsschübe sind manchmal anstrengende Zeiten. Versuchen Sie, sich in dieser Zeit möglichst von allen anderen Aufgaben zu entlasten und ruhen Sie sich zusammen mit Ihrem Baby aus.“

Nach dem Sprung folgt meist eine entspannte Phase, in der das Baby sehr fröhlich und ausgeglichen ist. Die neuen Fähigkeiten werden jetzt mit viel Eifer ausprobiert und du kannst dich erholen – bis zum nächsten Entwicklungsschub.

8 Wachstumsschübe: Jedes Kind ist anders

Der Begriff Wachstumsschub ist allerdings etwas irreführend. Tatsächlich sind Wachstumsschübe bei Babys nämlich nicht im Zusammenhang mit dem körperlichen Wachstum zu sehen. Es handelt sich vielmehr um Entwicklungsschübe.

Natürlich hat jedes Kind sein eigenes Entwicklungstempo. Trotzdem erwartet jeder Wachstumsschub Babys ungefähr zur gleichen Zeit. Diese, bei vielen Babys etwa zeitgleichen Entwicklungsschübe, werden unter anderem in dem Buch „Oje, ich wachse“ beschrieben. Die Autoren Hetty van de Rijt und Frans Plooij zeigen hier auf, wie dein Baby bei jedem Wachstumsschub sehr plötzlich und sehr schnell neue Fähigkeiten erlangt und seine Welt besser wahrnimmt und versteht. Absolute Lese-Empfehlung: Du kannst das Buch zum Beispiel auf Amazon kaufen – „Oje, ich wachse!“ von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij.

Wenn du mehr Infos zur Entwicklung deines Kindes bekommen möchtest, dann lies Woche für Woche unseren Baby-Entwicklungskalender


Quellen:

  • Van de Rijt, Hetty; Plooij Frans X.,: Oje, ich wachse!, Aufl. 18, München: Mosaik bei Goldmann 2005
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Das Baby – Informationen für Eltern über das erste Lebensjahr, https://www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit/das-baby/ (letzter Abruf: Februar 2019)
  • Jahn-Zöhrens, Ursula: Entspannt erleben: Babys 1. Jahr, Deutscher Hebammenverband (Hrsg.), Aufl. 3, Stuttgart-Feuerbach: Thieme 2014
  • Afgan, Julia; Bier, Anja; Both, Denise; Kästner, Andrea: Infoblatt – Trink mein Baby genug Milch?; La Leche Liga Deutschland e.V. 2012 https://www.lalecheliga.de/images/Infoblaetter/LLL_Trinkt_mein_Baby_genug_Milch.pdf (letzter Abruf: Februar 2019)
  • Kinder- und Jugenärzte im Netz. Ein Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Schlafforscher: Mittagsschlaf hilft Kindern beim Wachsen https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/schlafforscher-mittagsschlaf-hilft-kindern-beim-wachsen/
  • (letzter Abruf: Februar 2019)

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