Bookmark

Sonnenbrand: Baby richtig schützen

Bei hohen Temperaturen kommt es schnell zu einem Sonnenbrand. Babys, sowie Kleinkinder sind nicht selten davon betroffen. Dabei ist die Haut von Säuglingen besonders empfindlich. Was gegen einen Sonnenbrand hilft und was du tun solltest, wenn dein Säugling einen hat, liest du hier.

Ein Sonnenbrand kann je nach Intensität, langfristige Schäden hinterlassen.
Ein Sonnenbrand kann je nach Intensität, langfristige Schäden hinterlassen.
©Bigstock/ Antonio Gravante

Sonnenbrand Baby: So äußert er sich

Ist die Haut zu lang der Sonne ausgesetzt, kommt es zum Sonnenbrand. Babys erleiden genauso wie Erwachsene Hautschädigungen in Form von Verbrennungen. Ein Sonnenbrand ist an jeder Stelle des Körpers möglich. Generell gilt: Babys unter einem Jahr sollten die Sonne komplett meiden und so wenig UV-Strahlen wie möglich abbekommen.

So entwickelt sich ein Sonnenbrand:

  • Wenn die Haut etwa drei bis vier Stunden Sonnenstrahlen ausgesetzt ist, wird sie rot
  • Bei Berührungen schmerzt sie
  • Die verbrannten Stellen schwellen an und jucken
  • Je nach Schweregrad der Verbrennung, können Blasen entstehen. Diese signalisieren einen intensiven Sonnenbrand. Babys und Kleinkinder, die Brandblasen aufweisen, sollten umgehend von einem Kinderarzt untersucht werden!

Sonnenbrand Baby: Wann wird er gefährlich?

Wie gefährlich ein Sonnenbrand vor allem für Kinder werden kann, erklärt der Bundesarzt des Deutschen Roten Kreuzes, Prof. Dr. Peter Sefrin in einem Gespräch mit Hallo:Eltern: „Kinder vertragen Sonnenbrand weniger gut als Erwachsene. Häufig ist der Sonnenbrand nicht nur mit einer isolierten Schädigung der Haut verbunden, sondern auch mit einer vermehrten zusätzlichen Wärmeeinwirkung, die dann zu einem Hitzekollaps führen kann“.

Hat dein Baby Sonnenbrand, können Fieber und Schüttelfrost Nebenwirkungen sein. Prof. Dr. Peter Sefrin empfiehlt in diesem Fall sofort einen Arzt aufzusuchen. Da Säuglinge eine dünnere Haut als Erwachsene haben, ist die Widerstandfähigkeit der Haut geringer. „Kindern bekommen deswegen viel schneller einen Sonnenbrand. Wenn einmal ein Sonnenbrand stattgefunden hat, ist es sehr wichtig, dass das Kind auf jeden Fall mindestens eine Woche nicht mehr der Sonne ausgesetzt und auch davor geschützt wird“, so Prof. Dr. Peter Sefrin.

Die Haut erholt sich nach jedem Sonnenbrand. Babys und Kleinkinder, die jedoch häufig eine Hautverbrennung erleiden, haben ein höheres Risiko später an Hautkrebs zu erkranken. Denn die Haut merkt sich jede noch so milde Verbrennung.

Sollte dein Kind bewusstlos werden, dann hat es wahrscheinlich einen Hitzschlag. In dem Fall „handelt sich um eine lebensgefährliche Situation. In dem Moment, wo Krämpfe und Bewusstlosigkeit auftreten, sollte man grundsätzlich den Rettungsdienst (112) anrufen“, empfiehlt Prof. Dr. Peter Sefrin.

Was tun, wenn Baby Sonnenbrand hat?

Ein Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm, sondern auch schmerzhaft. Damit die Haut schneller heilt und die Schmerzen abklingen, solltest du schnell reagieren. Diese Tipps helfen gegen einen Sonnenbrand:

  • Kühlen
    Das erste was du machen solltest, ist die betroffene Stelle zu kühlen. „Ein Sonnenbrand ist immer mit erheblichen Schmerzen verbunden, die durch Auflegen von feuchten, kühlen Tüchern gemindert werden kann.“, rät Prof. Dr. Peter Sefrin. Du kannst aber auch ein Wickel mit kaltem Joghurt oder Quark machen und auf die betroffenen Stellen legen.
  • Ausreichend trinken
    Nach einem Sonnenbrand benötigt der Körper besonders viel Flüssigkeit. Daher sollte dein Kind versuchen viel Wasser zu trinken. Kühler Tee eignet sich ebenfalls.

Welche Trinkmenge für dein Baby die richtige ist, kannst du hier nachlesen.

  • Eincremen
    Aloe-Vera-Cremes haben einen besonders kühlenden Effekt und wirken zusätzlich entzündungshemmend. Auch Lotionen, die Dexpanthenol oder Ringelblume enthalten, beruhigen die Haut.

Vorsicht bei Hausmitteln

Es gibt Hausmittel, die du auf keinen Fall auf verbrannte Stellen geben solltest. Dazu gehören Mehl, Puder und Öl. Diese können nämlich die Infektionsgefahr erhöhen. Genauso sind Fettsalben und Hitze bei Sonnenbrand zu vermeiden.

Baby richtig schützen

Wenn du im vornherein Sicherheitsvorkehrungen triffst, kommt es erst gar nicht zum Sonnenbrand. Babys benötigten noch mehr Sonnenschutz als Erwachsene, weswegen du besondere Maßnahmen ergreifen solltest.

Prof. Dr. Peter Sefrin berät hinsichtlich der richtigen Bekleidung: „Auf jeden Fall sollte beim Kind bei einem Sonnenaufenthalt die Kopfbedeckung nicht fehlen. Ansonsten würde ich sagen leichte Kleidung, damit es nicht zu einem Wärmestau kommt. Dicke Kleidung sorgt eher für einen Wärmestau. Die Kleidung sollte auch aus natürlichen Materialien bestehen.“ Bei der Farbe der Kleidung solltest du auf helle Töne setzen.

Am Körper gibt es Hautpartien, die besonders anfällig für Sonnenstrahlungen sind. Diese nennt man Sonnenterrassen. Zu diesen empfindlichen Hautbereichen zählen die Schultern, Knie, Fußrücken, Wangen, Nasen und auch die Kopfhaut. Daher benötigten diese Stellen besonderen Schutz. Nicht nur soll Kleidung diese Bereiche abdecken, auch eine Creme mit Lichtschutzfaktor muss auf die Stellen aufgetragen werden.

Wie lange kann sich das Kind in der Sonne befinden, ohne dass es gefährlich wird?

„Es hängt einmal davon ab, wie widerstandsfähig die Haut des Kindes ist. Unter anderem hängt es auch vom Alter ab. Außerdem ist zu berücksichtigen, wie intensiv die Sonnenbestrahlung ist. Hier kann man keine Zeitangabe machen, sondern man sollte die Kinder eben ganz generell möglichst nicht direkt der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen“, so Prof. Dr. Peter Sefrin. Babys sollten generell nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden.

Quellen