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„Meine Zwillinge kamen zu früh auf die Welt“

vonAnnika Ritter

Am 17.11. ist Welt-Frühgeborenen-Tag. Mehr als 9 Prozent aller Geburten in Deutschland sind Frühgeburten. So auch die Zwillinge Jamila & Zahra. Ihre Mama Sabrina erzählt uns, von ihrem Erlebnis.

vonAnnika Ritter
Viele Frühchen müssen auf die Intensiv- oder Frühgeborenenstation
Viele Frühchen müssen auf die Intensiv- oder Frühgeborenenstation
© Unsplash / Sharon McCutcheon

Sabrina und ihre Zwillinge

Auf ihrem Instagram-Kanal (_doppelt.haelt.besser) teilt Sabrina Einblicke in ihr Leben als Dreifach-Mädchenmama. Ihre Zwillinge kamen im November 2013 sieben Wochen zu früh auf die Welt und Töchterchen Liya wurde im Februar 2019 geboren.

„Die Zeit auf der Intensiv- und auch auf der Frühgeborenenstation hat mich und meinen Mann wirklich sehr geprägt.“

Die Schwangerschaft mit ihren Zwillingsmädels war eine Risikoschwangerschaft, weswegen Sabrina schon sehr früh ins Krankenhaus musste. „Dadurch, dass die beiden sieben Wochen zu früh kamen, lag ich schon ab der 24. Schwangerschaftswoche mit Wehen und verkürztem Gebärmutterhals im Krankenhaus“ erzählt Sabrina. Jamila und Zahra wurden dort dann via Kaiserschnitt geholt.

„Sie mussten direkt auf die Intensivstation“, so die junge Mutter. Den Frühchen-Mädchen ging es nicht so gut: „Die beiden hatten Anpassungsschwierigkeiten, konnten ihre Temperatur nicht so gut halten, brauchten Sauerstoff, hatten Gelbsucht.“

@ Sabrina (privat)

 

Auch nach der Geburt lief nicht alles reibungslos: „Ich hatte damals abgepumpt und die Muttermilch den Zwillingen über die Flasche gegeben. Die bekamen auch Pre-Nahrung, da ich zu Beginn nicht sofort genügend Milch hatte und der Einschuss später kam.“

Die Zwillinge waren noch sehr klein und leicht. Jamila wog 1800 Gramm und Zahra gerade einmal 1600 Gramm. Am Anfang haben beide dann auch noch an Gewicht verloren, jeweils 400g. Eine Abnahme nach einer Geburt ist an für sich nicht ungewöhnlich. Für Frühchen birgt sie jedoch ein Risiko.

Umzug auf die Frühgeborenenstation

Nach einigen Tagen ging es den beiden zum Glück schon viel besser. So konnten sie von der Intensiv- auf die Frühgeborenenstation verlegt werden. „Das hat uns natürlich sehr gefreut, denn wir kamen dem Ziel, unsere Kinder mit nach Hause zu nehmen, ein Stückchen näher.“

Frühchen tragen nicht nur in der Kleidung eine besonders kleine Größe, auch die Windeln sind viel kleiner als herkömmliche Modelle. Zum Beispiel die Pampers Preemie Protection Windel in der Größe P3 für Babys unter 800 Gramm. Sie ist damit dreimal so klein, wie eine Neugeborenenwindel der Größe 0. Die besondere Bedeutung der Windelgröße beschreibt Sabrina folgendermaßen: „Ich weiß noch, wie froh ich darüber war, als ich die Größe 0 benutzen durfte, weil das einfach hieß, dass wir bald nach Hause dürfen.“

Quellen

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