Wie der Brutkasten Babys bei der Entwicklung helfen kann

Wie der Brutkasten Babys bei der Entwicklung helfen kann

Ein Brutkasten hilft Babys, die zu früh zur Welt gekommen sind, sich außerhalb von Mamas Bauch zurecht zu finden. Hier erfährst du, wie genau er dein Kind bei einer gesunden Entwicklung unterstützen kann.

Ein Frühchen liegt im Brutkasten
Brutkästen unterstützen Frühchen bei ihren ersten Wochen auf der Welt. © Bigstock / Martin Valigursky

Was ist ein Brutkasten?

Ein Brutkasten, auch Inkubator genannt, ist ein geschlossener Kasten aus Plexiglas, der ein Klima ähnlich wie in einer Gebärmutter erzeugt. Die Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit werden so reguliert, dass sich das Kind kontrolliert entwickeln kann.

An den Seiten hat der Brutkasten mehrere Öffnungen, durch die das Kind von Ärzten und Krankenschwestern versorgt werden kann. Bei einem Notfall kann der Inkubator auch in ein anderes Krankenhaus verlegt werden, da er durch Rollen mobil ist.

Welche Kinder müssen in den Inkubator?

Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen und deren Gewicht bei der Entbindung unter 2500 Gramm liegt, werden als Frühchen bezeichnet. Sie verbringen ihre ersten Tage und Wochen im sicheren Brutkasten, um die fehlende Entwicklungszeit in Mamas Bauch auszugleichen. Außerdem sind sie so vor Keimen viel besser geschützt. Wie lange ein Kind dort bleiben muss, lässt sich nur schwer vorhersagen.

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Manche Kinder sind schon nach wenigen Tagen oder Wochen stark genug, um ins Wärmebettchen verlegt zu werden, andere brauchen länger. Es kommt vor allem darauf an, wie viel Babybauchzeit ihnen fehlt.

So unterstützt der Brutkasten dein Kind

Wenn dein Kind im Inkubator liegt wird es rund um die Uhr überwacht: Atmung, Herzschlag und oft auch der Sauerstoffgehalt im Blut, all das zeichnen die Maschinen auf. Die Lufttemperatur in dem Brutkasten ist dem Entwicklungsstand des Frühchens angepasst. Die Kleinen besitzen noch keine Fettschicht und können ihre Körpertemperatur nicht alleine konstant halten, daher ist Wärme ganz entscheidend für ihre Entwicklung.

Oftmals müssen die Babys auch künstlich beatmet werden, weil die Lunge noch nicht selbstständig funktioniert. Auch das Stillen wird bei zu früh geborenen Babys ein Problem – eine Magensonde versorgt sie mit Muttermilch.

Wie du deinem Kind helfen kannst

Auch wenn du dich hilfslos fühlst, es gibt einige Sachen die du tun kannst, um dein Baby im Brustkasten zu unterstützen.

  • Pumpe Muttermilch ab. Muttermilch enthält die wichtigsten Nährstoffe, die dein Kind jetzt braucht um zu wachsen und stark zu werden.
  • Rede mit deinem Kind. Auch wenn du nicht rund um die Uhr bei deinem Kind sein kannst, ist es wichtig mit ihm zu reden. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass diese Kinder kürzer beatmet werden müssen, als Kinder, mit denen weniger geredet worden ist.
  • Körperkontakt ist wichtig. Auch wenn du noch sehr vorsichtig sein musst, aber die Eltern-Kind-Bindung kann auch in diesem frühen Stadium schon gestärkt werden.