Windelsoor beim Baby - So erkennst du den Windelpilz

Windelsoor beim Baby – So erkennst du den Windelpilz

Da kann die Windel noch so saugfähig sein, gegen Windelsoor schützen die wenigsten. Ein wunder und entzündeter Babypo ist für die Kleinen keine angenehme Angelegenheit. Was es mit der Krankheit auf sich Haut und wie du dein Baby ganz einfach davon befreien kannst.

Eine Mutter wickelt ihr Baby
Windelsoor oder Windeldermatitis, was hat mein Kind? © Bigstock/nd3000

Windelsoor – Was ist das überhaupt?

Einen Pilzbefall im Windelbereich bezeichnet man als Windelsoor. Der Erreger ist der sogenannte Hefepilz „Candida Albicans“. So ein Windelpilz tritt besonders dann auf, wenn Windeln nicht regelmäßig gewechselt werden und innerhalb der Windel Reibungen entstehen.

Der Urin bildet nach einiger Zeit Ammoniak, das die Haut reizt und wund werden lässt. Bakterien und Pilze, die durch Kot und Urin ausgeschieden werden, können sich so leichter an der Haut festsetzen. Ist die Haut deines Kindes bereits von Windeldermatitis befallen ist das Risiko eines solchen Pilzbefalls größer.

Symptome für Windelsoor

Die Symptome bei Soor sind relativ ähnlich wie bei einem Windelausschlag. Die Haut am Babypo wirkt wund und gereizt. Diese Rötungen können sich über den ganzen Intimbereich bis zu den Oberschenkeln ausbreiten. Ein deutliches Anzeichen für den Windelsoor sind gerötete Pusteln und schuppiger Ausschlag.

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Windelsoor oder Windeldermatitis?

Bei einem Windelpilz bilden sich auf der Haut am Po deines Babys zusätzlich weiße Beläge. Die treten bei einer Dermatitis nicht auf. Um ganz sicher zu gehen, solltest du euren Kinderarzt einen Blick auf den Ausschlag werfen lassen. Er kann den Windelsoor eindeutig diagnostizieren und eine weitere Behandlung empfehlen.

Auch wir Erwachsenen tragen den Pilz Candida albicans oft mit uns herum, nur im Vergleich zu unseren Kindern ist unser Immunsystem stark genug, um einen Ausbruch zu verhindern. Hat dein Kind also schon einen entzündeten Po ist es wichtig, dass du dir vor und nach dem Windeln wechseln die Hände wäschst, damit die Erreger des Pilzes nicht noch zusätzlich an die wunde Haut deines Kindes gelangen.

Windelsoor: Baby richtig behandeln

Wie bei jedem Ausschlag im Windelbereich ist es wichtig, die Windeln regelmäßig zu wechseln. Auch frische Luft tut gut, gönne deinem Baby also windelfreie Zeit. Je besser die Haut trocknen und atmen kann, desto schneller werden die Beschwerden zurück gehen.

Um einer erneuten Infektion vorzubeugen, benutze bei jedem Wickeln eine frische Unterlage und achte darauf, dir davor und danach die Hände zu waschen. Bei einem Windelpilz wird der Arzt deinem Kind zusätzlich spezielle Cremes, sogenannte nystatinhaltige Pasten, verschreiben, welche den Pilz abtöten. Auf keinen Fall darfst du fettende Salben zur Behandlung verwenden, die sind nur weiterer guter Nährboden für die Pilze.