Zigarettenrauch ist auch noch Monate später schädlich für dein Kind

Deswegen ist Zigarettenrauch auch noch nach Monaten schädlich für dein Kind

Rauchen und Passivrauchen sind gesundheitsschädlich – das ist nichts Neues. Eine australische Studie zeigt aber, wie gefährlich selbst „Rauch aus dritter Hand“ für Kinder sein kann.

Frau raucht eine Zigarette und sitzt auf einer Treppe
Die Kleinsten sind besonders gefährdet ©Unsplash/Rafał Opalski

Rauch auch noch nach mehreren Monaten schädlich

Dass Passivrauchen unserer Gesundheit und der unserer Kinder schadet, ist längst nichts Neues. Doch eine Studie aus Australien konnte jetzt nachweisen, dass der Rauch nicht nur unmittelbar schädlich ist, sondern sogar noch Monate nachdem die Zigarette geraucht wurde. Die Wissenschaftler sprechen vom sogenannten „Third Hand Smoke“. Ins Deutsche lässt sich das mit „Rauch aus dritter Hand“ übersetzen. Aber was ist das überhaupt?

„Third Hand Smoke“ beziehungsweise „Rauch aus dritter Hand“ ist der Teil des Zigarettenrauchs, der weder vom Raucher selbst noch vom Passivraucher eingeatmet wird, sondern sich an Oberflächen oder Textilien ablagert. Rauch aus dritter Hand lässt sich in geschlossenen Räumen finden, in denen geraucht wird oder wurde. Also in Wohnungen, Häusern aber auch in Autos.

Mehr Information zum Thema findest du hier: Studie: Wie schlimm ist Rauchen im Auto für Kinder.

Die Kleinsten sind besonders gefährdet

Forscher des australischen „Cancer Council Queensland“ fanden heraus, dass einige der mehr als 4.000 Inhaltsstoffe des Tabakrauchs monatelang in der Raumluft hängen bleiben können und somit ein potenzielles Gesundheitsrisiko für Kinder darstellen.

„Chemikalien vom Zigarettenrauch haften an Vorhängen, Hausstaub, Kleidung, Spielzeug und Fußböden – und kann als Rauch aus dritter Hand tatsächlich noch Monate nachdem in einem Zimmer geraucht wurde, auf den Oberflächen verbleiben“, warnt Katie Clift, Sprecherin des „Cancer Council Queensland“. Außerdem setze sich der Zigarettenrauch in den Haaren und auf der Haut der Raucher fest.

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Als besonders kritisch bewerten die Wissenschaftler, dass die festgesetzten Schadstoffe leicht aufgewirbelt werden können und so unfreiwillig eingeatmet werden – auch noch Monate, nachdem die Zigarette geraut wurde. Gerade Babys im Krabbelalter und Kleinkinder, die noch recht häufig ihre Hände aber auch Spielzeug und andere Gegenstände in den Mund nehmen, sind einem hohem Risiko ausgesetzt beim Spielen Rückstände einer Zigarette zu schlucken oder einzuatmen. Rauch aus dritter Hand sei für die Kleinsten daher besonders gesundheitsschädlich und erhöhe die Gefahr einer potenziellen Krebserkrankung, so das Fazit der Studie.

Innenräume sollten deswegen unbedingt rauchfrei bleiben. „Lüften oder am Fenster rauchen sind keine ausreichenden Vorsichtsmaßnahmen“, warnen auch die Gesundheitsexperten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf dem unabhängige Informationsportal rauchfrei-info.de. Doch Clift geht noch einen Schritt weiter: Für sie sei die einzige wirksame Weise seine Kinder vor dem gesundheitsschädlichen Zigarettenrauch zu schützen, sein Zuhause komplett rauchfrei zu machen und selbst mit dem Rauchen aufzuhören.