Daran erkennst du ob dein Baby überfordert ist

Hohlkreuz oder Fremdeln: Im Video zeigen wir dir, woran du erkennst ob dein Baby überfordert ist.

Wenn du merkst, dass es deinem Kind zu viel wird, solltest du gleich reagieren. Im Video zeigen wir dir 6 Anzeichen, dass dein Baby überfordert ist.

Asthma beim Baby: erste Symptome, Ursachen und Behandlung

Das Baby pfeift beim Atmen, hustet anfallsartig und bekommt schlecht Luft: Nachvollziehbar, dass das bei Eltern für Unruhe sorgt. Kann Asthma der Grund sein? Tatsächlich zählt Asthma bronchiale zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter und schon Babys können davon betroffen sein. Mehr zum Thema erfährst du hier.

Ärztin hört Lunge eines Kleinkindes ab
Asthma bei Babys und Kleinkindern ist nicht leicht zu diagnostizieren © Bigstock/ HannaKuprevich

Asthma: Babys können erste Symptome nach Infekten zeigen

In Deutschland leiden etwa zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren an Asthma. Statistisch gesehen treten etwa 70 bis 80 Prozent aller Asthmaerkrankungen bereits vor dem fünften Lebensjahr auf, ganze 30 Prozent der Kinder zeigen eine Symptomatik bereits vor dem ersten Geburtstag, meist in Folge einer Infektion der Atemwege, also einer Bronchitis. Weil bei Säuglingen und Kleinkindern die Bronchien noch sehr empfindlich sind, ist eine Verengung der Atemwege nicht untypisch. Ärzte sprechen dann von einer sogenannten obstruktiven Bronchitis oder von Infektasthma.

Was ist Asthma? Definition

Per Definition ist Asthma, genauer gesagt Asthma bronchiale, eine chronische Atemwegserkrankung, die eine Überempfindlichkeit der Bronchialschleimhaut bewirkt. Auf scheinbar harmlose Einflüsse reagiert das Kind mit einer Abwehrreaktion: Die Muskulatur der Bronchien verkrampft, zähflüssiger Schleim verstopft die Bronchialöffnung. Diese Reize können zum Beispiel Pollen, Milben, Infekte, kalte oder schlechte Luft sein. Auch Stress oder große Anstrengung können Auslöser sein. Typisch für Asthma: Symptome treten anfallsartig auf und werden danach wieder besser – bis zum nächsten Anfall.

Klassische Asthma-Symptome sind:

  • Atemnot, Kurzatmigkeit
  • Atemgeräusche (pfeifend oder brummend)
  • Engegefühl im Brustbereich
  • Reizhusten, manchmal wird zäher Schleim abgehustet

Asthma: Baby zeigt zusätzliche Symptome

Anders als ältere Kinder und Jugendliche können Babys ihre Beschwerden nicht äußern. Um Asthma bronchiale bei deinem Baby diagnostizieren zu können, sind Fachleute auf deine Beobachtungen angewiesen. Zusätzlich zur klassischen Symptomatik können möglicherweise noch weitere Anzeichen auftreten, wenn ein Baby Asthma hat:

  • Nasenflügeln des Babys beben, während es atmet
  • Beim Atmen zeigen sich im Bereich zwischen und unterhalb der Rippen Einziehungen. Das passiert, wenn die Atemhilfsmuskulatur eingesetzt wird.
  • Verweigerung des Trinkens beziehungsweise der Nahrungsaufnahme
  • generelle Schwäche und Apathie
  • wiederholte Infekte der Atemwege, die lange andauern und schwer ausheilen

Video-Empfehlung

Diagnose beim Baby: Asthma nur schwer nachweisbar

Ob ein Baby Asthma hat ist schwer eindeutig nachzuweisen. Denn für eine Messung der Lungenfunktion, die Asthma bronchiale bestätigen würde, sind Babys noch zu klein. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. erklärt auf der Website Lungenärzte im Netz: „Bei Säuglingen und jungen Kleinkindern (unter 2 Jahren) ist das Erkennen einer Asthma-Erkrankung natürlich recht schwierig. Eine Untersuchung ihrer Lungenfunktion ist sehr eingeschränkt und nur in Spezialeinrichtungen überhaupt messbar.“ Sollten jedoch folgende sechs Punkte auf dein Kind zutreffen, bestehe laut den Experten der begründetet Verdacht, dass das Baby Asthma hat:

  • mehr als 3 Phasen mit pfeifenden Atemgeräuschen in den letzten 6 Monaten
  • Einlieferung ins Krankenhaus wegen Atembeschwerden mit Luftnot
  • Heftige Nasenschleimabsonderung ohne gleichzeitigen Atemwegsinfekt
  • Neurodermitis
  • Asthma und Allergien in der Familie häufig
  • Nachweis einer erhöhten Bildung von Antikörpern (Ig E)

Wesentlicher als die letztendliche Diagnose ist aber ohnehin zunächst die engmaschige Kontrolle des Krankheitsverlaufes sowie eine entsprechende Behandlung der Beschwerden. Viele Kinder erhalten die Diagnose Asthma bronchiale erst verspätet, leiden aber schon im Baby- und Kleinkindalter an obstuktiver Bronchitis, die als Vorbote von Asthma gesehen wird.

Auslöser für Asthma: Baby vorbelastet?

Wodurch Asthma bronchiale grundsätzlich bedingt ist, ist nicht zur Gänze geklärt. Fachärzte unterscheiden jedoch zwischen zwei Arten von Asthma mit unterschiedlichen Ursachen:

  • allergisches Asthma
  • nicht-allergisches Asthma

„Das Asthma bronchiale ist eine komplexe Erkrankung, bei der genetische Faktoren und Umweltfaktoren zusammenspielen. Wenn eine schlechte Kombination von genetischem Risiko mit schlechten Umweltbedingungen, also zum Beispiel Rauchen in der Schwangerschaft oder viel Stress oder eine Allergenbelastung zusammenwirken, ist das der größte Risikofaktor einer Erkrankung“, erklärt die Kinderärztin und Allergologin Erika von Mutius in dem Vortrag „Asthma bronchiale im Kindesalter:Entstehung, Behandlung und Prognose“ während des 12. Forums Lunge im Oktober 2015.

Man geht also davon aus, dass die Entstehung multifaktoriell zu sehen ist. So nehmen genetische Faktoren ganz bestimmt Einfluss, denn Asthma tritt oft familiär gehäuft auf. Auch Umwelteinflüsse, eine Frühgeburt, ein zu geringes Gewicht des Babys bei der Geburt oder Passivrauchen sind begünstigende Faktoren für Asthma bronchiale im Kindesalter. Deutlich hervorheben muss man Allergien als Auslöser für Asthma bei Babys und Kindern. In etwa 70 Prozent aller Fälle handelt es sich nämlich um allergisches Asthma.

Hauptgründe für einen allergisch bedingten Asthmaanfall?

  • Pollen (vor allem Gräser und Birke)
  • Tierhaare
  • Lebensmittel (zum Beispiel Milch, Eier oder Nüsse)
  • Hausstaubmilbe
  • Schimmelsporen
  • seltener auch Lebensmittelzusätze oder Medikamente

Auch ein gemeinsames Auftreten von Asthma bronchiale und Neurodermitis wird bei Babys und Kindern häufig beobachtet.

Therapie bei Asthma: Baby und Kinder richtig behandeln

Eine Asthmatherapie bei Babys und Kindern zielt einerseits darauf ab, Beschwerdefreiheit herzustellen, andererseits soll sie die Lungenfunktion verbessern, um eine optimale Lungenentwicklung zu gewährleisten.

Durch Anwendung bestimmter Medikamente (Bedarfsmedikation und Langzeitmedikation) kann das erreicht werden. Diese Mittel entspannen die Muskulatur, erweitern die Atemwege deines Babys und bekämpfen Entzündungen im Bronchialsystem. Neben Beta-2-Sympathomimetika ist der Einsatz von Kortison häufig Mittel der Wahl.

Asthmamedikamente werden Säuglingen und Kleinkindern meist mit sogenannten Dosieraerosolen verabreicht. Darunter versteht man das klassische Asthmaspray. Bei Babys verordnen Ärzte manchmal auch Inhalationen mit Verneblern. Diese dauern im Vergleich aber länger und erzielen weniger Wirkung.

Generell gilt in Bezug auf die Asthmatherapie bei Babys und Kindern: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!

Bei Asthma Baby auch nicht-medikamentös behandeln

Auch abseits von einer Medikation gibt es einige Möglichkeiten, um Asthmaanfällen bei Babys und Kindern vorzubeugen. Viele Ärzte und Eltern setzen auf eine Kombination von medikamentöser und nicht-medikamentöse Therapie, um eine möglichst lange Beschwerdefreiheit zu erreichen und dem Kind so einen ganz normalen Alltag zu ermöglichen.

Das kannst du tun, um bei Asthma Baby zu helfen:

  • Faktoren meiden, die Asthma auslösen (zum Beispiel übermäßige Anstrengung, Kälte, Nebel, Abgase, …)
  • Allergene meiden, die Asthma auslösen (zum Beispiel Pollen, Hausstaubmilbe, etc.)
  • auf gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung achten
  • das Kind vor Passivrauchen schützen

Die Kinderärztin von Mutius kann Eltern beruhigen, deren Babys Asthma haben: Aller Wahrscheinlichkeit nach werden Kinder nicht ihr ganzes Leben darunter leiden. Sie erklärt: „Das Asthma im Kindesalter hat eine ganz gute Prognose. Viele Kinder mit nicht-allergischem Asthma verlieren es in der Schulzeit, Kinder mit allergischem Asthma haben auch in der Pubertät eine gute Chance es zu verlieren.“


Quellen:

  • Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrum München hat in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL): Asthma bronchiale (2018) In: lungeninformationsdienst.de. https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/asthma/index.html (letzer Zugriff März 2019)
  • Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. und Deutsche Lungenstiftung e.V.: Asthma bei Kindern. In: Lungenärzte im Netz. https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/asthma-bei-kindern/wie-haeufig-ist-asthma-bei-kindern/ (letzer Zugriff März 2019)
  • Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. und Deutsche Atemwegsliga e.V.: S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/s-0043-119504.pdf (letzer Zugriff März 2019)
  • Hellstern, Gerald ; Bald, Martin ; Blattmann, Claudia; Bosse, Hans Martin: Kurzlehrbuch Pädiatrie (2017). Thieme, S. 294 – 301

Warum du deinem Baby schon in den ersten Monaten vorlesen solltest

Ein Buch ist für Kinder mehr als nur Bilder und Worte. Erfahre hier, warum Vorlesen so wichtig für die Eltern-Kind-Beziehung ist und welche Bücher die Entwicklung deines Kindes besonders fördern – und hier kannst du sogar ein Buch aus der neuen Edition Piepmatz von Ravensburger gewinnen.

Mutter liest Kind vor
Welche Bücher fördern die Entwicklung deines Kindes besonders? © Ravensburger

Rituale geben Kindern Sicherheit

Kinder brauchen Zeit, zur Ruhe zu kommen, damit sie den aufregenden Tag auch verarbeiten können. Daher wird Vorlesen auch immer wieder als ruhiges, abendliches Ritual empfohlen. Und sind das nicht auch unsere schönsten Kindheitserinnerungen: Sich gemeinsam mit Mama und Papa ins Bett kuscheln, zusammen ein Buch lesen und mit dem Gefühl einschlafen, geliebt zu werden. Doch nicht nur unsere Kleinen profitieren davon, auch wir Eltern: Oft sind die Tage stressig und als Erwachsener erlaubt man sich ruhige Minuten nur selten. Und was gibt es Schöneres, als den Tag mit unseren Liebsten eingekuschelt im Bett mit einem schönen Kinderbuch zu beenden? Da ist der Alltagsstress ganz schnell vergessen! Und dein Kind wächst mit dem Vertrauen auf, dass Mama und Papa da sind. Dieses Urvertrauen hilft ihm, eine stabile Persönlichkeit zu entwickeln und voller Zuversicht die Welt zu entdecken.

Darum ist Vorlesen das beste Ritual

Das Vorlesen hat aber noch viel unmittelbarere Auswirkungen für dein Kind: Spielerisch und wirklich ganz nebenbei unterstützt es seien Sprachentwicklung. Die Stiftung Lesen hat erst jüngst ihre „Vorlesestudie 2018“ vorgestellt. Demnach fällt vier von fünf Kindern das Lesen- und Schreibenlernen in der Grundschule leichter, wenn ihnen regelmäßig vorgelesen wurde und immer noch wird. Die Stiftung Lesen empfiehlt Eltern, so früh wie möglich mit dem gemeinsamen Betrachten und Vorlesen von Büchern zu beginnen. Studien zur Wirksamkeit des Vorlesens zufolge sollte es bereits im ersten Lebensjahr des Kindes zu einem festen Bestandteil des Tagesablaufs werden. Aber welche Bücher unterstützen die Eltern-Kind-Bindung und fördern noch spielerisch die Sprachentwicklung?

Liebevoll und hochwertig gestaltete Vorlesebücher machen Eltern und Kindern Spaß. © Ravensburger

Die neue Edition PIEPMATZ von Ravensburger

Um das Vorlesen für Eltern und Kinder gleichermaßen zum Erlebnis zu machen, hat Ravensburger die Bilderbuchreihe Edition PIEPMATZ entwickelt. Pädagogische Grundkonzepte wie Reime und eine klare Bildsprache, die an die kindliche Entwicklung angepasst sind, werden mit frischen und modernen Bildern kombiniert. So blättern auch Mama und Papa immer wieder gerne durch das Buch.

Das Bilderbuch „Leise, leise, sagt die Meise“ eignet sich zum Beispiel ideal für abendliches Vorlesen. Darin bringen Mama-Meise, Mama-Kuh oder Mama-Schnecke ihre Kinder liebevoll zu Bett: „Unter die Decke! Sagt die Schnecke.“ Und das gleiche kann jetzt auch dein kleiner Schatz machen.

So schön sind die Vorlesebücher der Edition Piepmatz von Ravensburger

Durch ein einheitliches Farbkonzept in Pastelltönen haben die verschiedenen Bilderbücher der Edition Piepmatz  von Ravensburger einen guten Wiedererkennungswert. Das bringt Abwechslung in das Vorleseritual, ohne dass die Kontinuität verloren geht, die gerade Babys und Kleinkinder noch sehr schätzen. Echte Lieblingsbücher!

 

Durch Vorlesen lernen Kinder spielerisch Wörter - das unterstützt ihre Entwicklung. ©2019, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH

Wir folgen dem Aufruf der Stiftung Lesen also gerne: Heute Abend bleibt der Fernseher aus,  stattdessen kuscheln wir uns zu unseren Kindern ins Bett und genießen die gemeinsame Zeit – viel zu bald werden sie ihre Bücher schon ohne uns lesen wollen. Aber bis es soweit ist, sagt die Meise: Leise, leise.

Wer mehr erfahren will, kann auch Ravensburger hier auf Instagram folgen.

GEWINNE JETZT EIN BUCH AUS DER EDITION PIEPMATZ:

Wir verlosen unter allen Teilnehmern 10 Bücher aus der Edition Piepmatz – trage dich hier ein, um deinen Gewinn zu sichern.

© Ravensburger

Deswegen ist Zigarettenrauch auch noch nach Monaten schädlich für dein Kind

Rauchen und Passivrauchen sind gesundheitsschädlich – das ist nichts Neues. Eine australische Studie zeigt aber, wie gefährlich selbst „Rauch aus dritter Hand“ für Kinder sein kann.

Frau raucht eine Zigarette und sitzt auf einer Treppe
Die Kleinsten sind besonders gefährdet ©Unsplash/Rafał Opalski

Rauch auch noch nach mehreren Monaten schädlich

Dass Passivrauchen unserer Gesundheit und der unserer Kinder schadet, ist längst nichts Neues. Doch eine Studie aus Australien konnte jetzt nachweisen, dass der Rauch nicht nur unmittelbar schädlich ist, sondern sogar noch Monate nachdem die Zigarette geraucht wurde. Die Wissenschaftler sprechen vom sogenannten „Third Hand Smoke“. Ins Deutsche lässt sich das mit „Rauch aus dritter Hand“ übersetzen. Aber was ist das überhaupt?

„Third Hand Smoke“ beziehungsweise „Rauch aus dritter Hand“ ist der Teil des Zigarettenrauchs, der weder vom Raucher selbst noch vom Passivraucher eingeatmet wird, sondern sich an Oberflächen oder Textilien ablagert. Rauch aus dritter Hand lässt sich in geschlossenen Räumen finden, in denen geraucht wird oder wurde. Also in Wohnungen, Häusern aber auch in Autos.

Mehr Information zum Thema findest du hier: Studie: Wie schlimm ist Rauchen im Auto für Kinder.

Die Kleinsten sind besonders gefährdet

Forscher des australischen „Cancer Council Queensland“ fanden heraus, dass einige der mehr als 4.000 Inhaltsstoffe des Tabakrauchs monatelang in der Raumluft hängen bleiben können und somit ein potenzielles Gesundheitsrisiko für Kinder darstellen.

„Chemikalien vom Zigarettenrauch haften an Vorhängen, Hausstaub, Kleidung, Spielzeug und Fußböden – und kann als Rauch aus dritter Hand tatsächlich noch Monate nachdem in einem Zimmer geraucht wurde, auf den Oberflächen verbleiben“, warnt Katie Clift, Sprecherin des „Cancer Council Queensland“. Außerdem setze sich der Zigarettenrauch in den Haaren und auf der Haut der Raucher fest.

Video-Empfehlung

Als besonders kritisch bewerten die Wissenschaftler, dass die festgesetzten Schadstoffe leicht aufgewirbelt werden können und so unfreiwillig eingeatmet werden – auch noch Monate, nachdem die Zigarette geraut wurde. Gerade Babys im Krabbelalter und Kleinkinder, die noch recht häufig ihre Hände aber auch Spielzeug und andere Gegenstände in den Mund nehmen, sind einem hohem Risiko ausgesetzt beim Spielen Rückstände einer Zigarette zu schlucken oder einzuatmen. Rauch aus dritter Hand sei für die Kleinsten daher besonders gesundheitsschädlich und erhöhe die Gefahr einer potenziellen Krebserkrankung, so das Fazit der Studie.

Innenräume sollten deswegen unbedingt rauchfrei bleiben. „Lüften oder am Fenster rauchen sind keine ausreichenden Vorsichtsmaßnahmen“, warnen auch die Gesundheitsexperten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf dem unabhängige Informationsportal rauchfrei-info.de. Doch Clift geht noch einen Schritt weiter: Für sie sei die einzige wirksame Weise seine Kinder vor dem gesundheitsschädlichen Zigarettenrauch zu schützen, sein Zuhause komplett rauchfrei zu machen und selbst mit dem Rauchen aufzuhören.

4 Dinge, die beim zweiten Kind anders werden

Ein Hoch auf #2!

4 Dinge, die beim zweiten Kind anders werden

Beim ersten Kind will man noch alles perfekt machen, beim zweiten… naja… mach dir selbst ein Bild im Video 😉  Wetten, das kennen alle Eltern mit mehr als einem Kind?

MMR-Impfung: Was du über die Dreifachimpfung wissen musst

Junge Eltern möchten auch in Gesundheitsfragen alles richtig machen! Impfen ist ein stets brisantes Thema, das viel Information erfordert. Die wichtigsten Fakten über die MMR-Impfung für dein Baby haben wir für dich zusammengefasst.

Kleines Mädchen bekommt MMR-Impfung
Die MMR-Impfung gehört zu den wichtigsten Schutzimpfungen © Bigstock/ andrianocz

MMR-Impfung von der Ständigen Impfkommission empfohlen

Die MMR-Impfung ist eine kombinierte Schutzimpfung gegen Masern, Mumps & Röteln – also eine Dreifachimpfung. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut (RKI) empfohlen. Und nicht nur bei Kindern und Jugendlichen sollte der Impfschutz im Fokus stehen! Die Masern-Mumps-Röteln-Impfung wird ebenso ausdrücklich allen Erwachsenen empfohlen, die ungeimpft sind, in der Vergangenheit nur eine einmalige Immunisierung erhalten haben oder bei denen der Impfstatus unklar ist.

Lässt du dein Baby impfen, wird ihm bei dieser Impfung ein Lebensimpfstoff verabreicht. Das heißt im Klartext: Es werden Erreger gespritzt, die ihre krankmachende Wirkung bereits eingebüßt haben. Dennoch reagiert das Immunsystem deines Kindes und es bildet Antikörper. Auf diese Weise wird Immunität aufgebaut, eine Ansteckung mit Masern, Mumps oder Röteln kann nicht mehr erfolgen. Um einen bestmöglichen Schutz gegen eine Erkrankung zu gewährleisten, sind allerdings zwei Gaben der MMR-Impfung notwendig!

Warum zwei Mal gegen MMR impfen?

Vielleicht fragst du dich, weshalb dein Kind gleich zwei Mal geimpft werden muss. Vor allem, wenn Babys stark auf die MMR-Impfung reagieren, sind Eltern unsicher. Ist das wirklich nötig? Die Antwort ist einfach: Ja, ist es! Erst durch die zweimalige Gabe des Impfstoffes gegen MMR ist der größtmögliche Impfschutz gewährleistet. Nach der ersten Gabe sind im Schnitt fünf bis zehn Personen von 100 nicht ausreichend geschützt. Nach der zweiten Impfung trifft dies nur mehr auf etwa eine Person zu.

Das erklärt auch, weshalb du dich unbedingt nachimpfen lassen solltest, wenn du nur eine einmalige Masern-Mumps-Röteln-Impfung bekommen hast oder deinen Impfstatus nicht kennst. Denn gerade bei Masern ist ein ausreichend großer Herdenschutz maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die gefährliche Krankheit nicht ausbreiten kann. Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können sowie Babys, die noch zu jung für die MMR-Impfung sind, profitieren von diesem Herdenschutz maßgeblich

MMR-Impfung: Wann soll mein Kind sie bekommen?

Vielleicht bist du unsicher, wann dein Baby die MMR-Impfung bekommen soll? Welche Impfung wann erfolgen sollte, das kannst du auch im Impfkalender des Robert Koch-Instituts nachlesen.

Grundsätzlich bekommen Kindern die Impfung gegen Masern, Mumps & Röteln zum ersten Mal zwischen dem elften und dem 14. Lebensmonat. Um einen dauerhaften Schutz gegen die Krankheiten gewährleisten zu können ist die zweite Impfung zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat notwendig. In manchen Fällen ist allerdings eine frühzeitige Gabe der Dreifachimpfung anzuraten.

So beispielsweise, wenn:

  • dein Kind bereits vor dem elften Lebensmonat eine Betreuungseinrichtung besucht
  • in unmittelbarer Umgebung deines Babys Masern, Mumps oder Röteln auftreten

Hier ist eine MMR-Impfung bereits ab dem neunten Lebensmonat, in Ausnahmefällen gar ab dem sechsten Lebensmonat möglich. Nutzen und Risiko müssen aber natürlich entsprechend gegeneinander abgewogen werden. In jedem Fall ist dein Kinderarzt der geeignete Ansprechpartner!

Video-Empfehlung

MMR-Impfung: Nebenwirkungen können auftreten

Viele Eltern kennen durchwachte Nächte nach Impfungen nur zu gut. Und so sind auch bei der MMR-Impfung Nebenwirkungen möglich, wenngleich sich diese in Grenzen halten. Das liegt daran, dass die MMR-Impfung eine aktive Impfung ist, also das Immunsystem deines Kindes zur Produktion von Antikörper anregt. Schlimme Nebenwirkungen sind bei der Immunisierung gegen MMR aber eher nicht zu erwarten.

Bekannte Nebenwirkungen MMR Impfung:

  • Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle
  • Anschwellen von Lymphknoten in der Nähe der Einstichstelle
  • Mattigkeit und leichtes Fieber
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • selten: hohes Fieber, Fieberkrämpfe, allergische Reaktionen

Autismus durch MMR-Impfung? Nebenwirkung nicht bewiesen

Eine der größten Fehl-Informationen über die MMR-Impfung ist, dass die Schutzimpfung angeblich im Zusammenhang mit Autismus bei Kindern steht. Obwohl inzwischen zahlreiche Studien belegen konnten, dass autistische Störungen keine Nebenwirkung der Masern-Mumps-Röteln-Impfung sind, hält sich das Gerücht hartnäckig. Die Annahme geht auf einen Artikel von Andrew Wakefield zurück, der bereits 1998 erschienen ist. Inzwischen konnte nachgewiesen werden, dass seine Studie massive methodische Fehler aufweist beziehungsweise Daten sogar gefälscht wurden.

Auch der Berufsverband bezieht dazu klar Stellung: „Diese Behauptung wurde in mehreren epidemiologischen Studien eindeutig widerlegt. Demnach gibt es keinen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus. Erbliche Faktoren gelten als eine der Hauptursachen für autistische Störungen. Auch verschiedene biologische Faktoren spielen als Erkrankungsauslöser eine bedeutsame Rolle“, schreiben sie auf Kinder- & Jugendärzte im Netz in einem Dossier über das Impfen.

Einen weiteren wissenschaftlichen Beweis lieferte erst jüngst ein dänischer Wissenschaftler, wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet – es wird von der Bundesärztekammer und der Kassenärztliche Bundesvereinigung herausgegeben. Anders Hviid vom Statens Serum Institut in Kopenhagen hat die Daten von 657.461 Kindern ausgewertet, die in den Jahren von 1999 bis 2010 geboren wurden. Auch er konnte keinen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus erkennen. Tatsächlich stellte er sogar fest, „dass die geimpften Kinder sogar etwas seltener an Autismus erkrankten.“ Anlass für seine Untersuchungen waren übrigens die steigenden Masern-Erkrankungen in Europa, als Folge einer gewissen Impfmüdigkeit.

Masern trotz Impfung? Keine Angst vor „Impfmasern“

Erschrecke nicht, wenn in den Wochen nach der MMR-Impfung bei deinem Baby Fieber, aber nur leichtes und ein masernähnlicher Ausschlag auftreten. Diese Impfreaktion, die umgangssprachlich auch als Impfmasern bezeichnet wird, tritt vor allem nach der ersten Immunisierung gerne auf, ist aber völlig harmlos und nicht ansteckend.

Dass dein Kind echte Masern trotz Impfung bekommt, ist sehr unwahrscheinlich. Das Robert Koch-Institut erklärt: „Keine Impfung kann eine 100%ige Wirksamkeit garantieren. Die zweifache MMR-Impfung verhindert jedoch bei 93-99% der Geimpften den Ausbruch einer Erkrankung und führt bei diesen erfolgreich Geimpften in der Regel zu lebenslanger Immunität“.

_________________

Quellen: 

Robert Koch-Institut (2017): Schutzimpfung gegen Masern: Häufig gestellte Fragen und Antworten. In: Website des Robert Koch-Instituts. https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/MMR/FAQ-Liste_Masern_Impfen.html#FAQId2407234 (letzter Zugriff März 2019)

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.; Dr. Terhardt, Martin (2019): Fragen zu den empfohlenen Impfungen. In: Kinder- & Jugendärzte im Netz. https://www.kinderaerzte-im-netz.de/impfen/haeufige-fragen/fragen-zu-den-empfohlenen-impfungen/ (letzter Zugriff März 2019)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Allgemeine Informationen über die MMR-Impfung. In: impfen-info.de. https://mmr-entscheidung.impfen-info.de/informationen/mmr-impfung/ (letzter Zugriff März 2019)

Deutsches Ärzteblatt (2019): Kein Hinweis auf Autismus durch MMR-Impfung in Dänemark. In: aerztebaltt.de. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101453/Kein-Hinweis-auf-Autismus-durch-MMR-Impfung-in-Daenemark (letzter Zugriff März 2019)

Hviid, Anders; Vinsløv Hansen, Jørgen; Frisch, Morten; Melbye, Mads (2019): Measles, Mumps, Rubella Vaccination and Autism: A Nationwide Cohort Study. In: Annals of Internal Medicine. https://annals.org/aim/fullarticle/2727726/measles-mumps-rubella-vaccination-autism-nationwide-cohort-study (letzter Zugriff März 2019)

Karges, B. & Wagner, N.: Pädiatrie in 5 Tagen, Springer-Verlag, 2. Auflage, 2017

Die 5 gefährlichsten Dinge im Haushalt die dein Kind verschlucken kann

Vorsicht, tödliche Fallen!

Die 5 gefährlichsten Dinge im Haushalt die dein Kind verschlucken kann

Natürlich versuchen alle Eltern, die Wohnung kindersicher zu machen. Doch meist sind es gerade die unauffälligsten Dinge, die für Kinder am gefährlichsten sein können. Im Video siehst du 5 Dinge, die beim Verschlucken für Kinder sogar tödlich sein können.

Tipps für einen ruhigen Babyschlaf – Von Einschlafritual bis Frischluft

Erholsame Nächte sind für Eltern in den ersten Monaten mit Baby ein rares Gut. Ungewöhnlich ist das aber nicht: Dass Babys häufiger aufwachen, hat sogar eine wichtige Schutzfunktion, denn der Körper prüft, ob alles in Ordnung ist. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen gelegentlichem Erwachen und puren Stressnächten. Die folgenden Punkte helfen Deinem Baby dabei, nachts besser zur Ruhe zu kommen.

Übermüdung vermeiden  

Ein müdes Baby schläft besser! Wenn Du es jetzt hinlegst, wird es Dich heute Nacht umso häufiger aufwecken!“ So oder so ähnlich klingt mancher Tipp, den sich frisch gebackene Eltern anhören müssen. Wird das Baby während des Tages müde, solltest Du es jedoch nicht wachhalten, sondern sein Schlafbedürfnis berücksichtigen. Sonst nämlich verkehrt sich wohlige Müdigkeit schnell in Übermüdung und die zeigt sich durch aufgedrehtes Verhalten, Schreien und Nervosität. 

Gönne Deinem Baby also auch mittags den Schlaf, den es braucht. Später ist immer noch genügend Zeit, um die Schlafperioden langsam auf die Nächte zu verlagern.  

Das Ritual: Auch für die Bindung wichtig  

Ein Einschlafritual signalisiert dem Baby, dass nun der Tag endet und mit ihm die Zeit der Ruhe beginnt. Gedämpftes Licht und leise Stimmen reichen dafür nicht unbedingt aus, denn um den gewöhnlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu erlernen, hat Dein Baby etwas mehr Hilfe nötig.  

Überlege Dir daher ein Ritual, das jeden Tag gleich aussieht, jedoch nicht zu lange dauert. Tolle Bestandteile können:  

  • Babymassage, 
  • Singen, 
  • das Abspielen eines Schlafliedes, 
  • behutsames Streicheln,  
  • oder auch das vorsichtige Waschen mit einem warmen Waschlappen 

sein. Ein Zeitrahmen von etwa zehn bis 15 Minuten sollte ausreichen. Dann stört das Ritual nicht, wenn einmal Besuch kommt.  

Mit Mama oder ohne? Eine individuelle Entscheidung 

Babys können sowohl im eigenen Bettchen als auch im Familienbett ganz dicht bei Mama und Papa schlafen. Soweit die Theorie. In der Praxis erfährst Du jedoch schnell, dass auch Babys bereits klare Präferenzen haben, was ihre Schlafumgebung betrifft. Manche mögen es ruhig und fühlen sich von Mitschläfern im Bett gestört, wiederum anderen gibt die Anwesenheit von Mama und Papa ein geborgenes Gefühl. 

Gehört Dein Baby zu jenen, die lieber alleine schlafen, ist das vollkommen okay. Sorge dafür, dass Bettchen und Zimmer eine sichere und wohlige Atmosphäre schaffen, in der sich das Kleine wohlfühlen kann. Steht das Bettchen nicht in Deinem Schlafzimmer, benötigst außerdem auch ein Babyfon, um Dein Kind nachts schnell hören zu können. Welche Aspekte bei diesen kleinen Geräten wichtig sind und was in Tests gelegentlich als Mangel gilt, zeigt babyfon.org 

Schläft Dein Baby im Familienbett, ist Sicherheit das A und O. Unbedingt verhindert werden muss, dass Du Dich nachts auf das Kleine legen könntest oder es unter die Decke rutscht. Mit einem Beistellbettchen, das direkt an das Elternbett geschoben werden kann, schaffst Du Nähe und Sicherheit zugleich.  

Video-Empfehlung

Im Bettchen: Kuschelig, aber nicht zu voll  

Die Gestaltung des Bettchens ist wichtig, wenn es um ruhigen und sicheren Schlaf geht. Viele junge Eltern haben Angst vor dem plötzlichen Kindstod (SIDS), für den Aspekte wie  

  • viele Kissen,  
  • eine Bettdecke,  
  • eine zu weiche Matratze  
  • oder auch Stofftiere 

als Risikofaktor gelten. Sie könnten die Sauerstoffversorgung behindern. Wie Aerzteblatt.de berichtet, spielt Sauerstoff jedoch eine bedeutende Rolle, weswegen Babys in hohen Lagen sogar ein deutlich erhöhtes Risiko für SIDS haben. Achte daher darauf, diese Punkte zu berücksichtigen, denn zu viele Dinge im Bett können nicht nur gefährlich sein, sondern auch den Schlaf stören. 

Tipp: Kalt hat es kein Baby in der Nacht gerne. Verzichte dennoch auf eine Decke und verwende lieber einen gut sitzenden Schlaf- oder Pucksack. Diese können sich nicht auf das Gesicht legen und sorgen dennoch für ein wohliges Klima.

Bei nächtlichem Erwachen: „Leise“ Lichtquellen  

Der Hunger weckt viele Babys gleich mehrmals in der Nacht auf. Auch eine nasse Windel kann für plötzliches Weinen sorgen. Musst Du nachts aufstehen, um Dich um Dein Baby zu kümmern, solltest Du das helle Deckenlicht ausgeschaltet lassen. Der Grund: Das Schlafhormon Melatonin wird laut dasschlafmagazin.de ab einer Helligkeit von 2.500 Lux nicht mehr produziert. Es ist entscheidend für den Wechsel aus dem aktiven in den ruhenden Zustand des Körpers.  

Ist es nachts plötzlich zu hell, verlässt das Baby seinen „Schlummermodus“. Dann fällt es schwer, die notwendige Ruhe wiederherzustellen. Am besten also verwendest Du ein warm und nicht zu hell leuchtendes Licht. So findest Du Dich gut zurecht und Dein Baby schläft nach dem Stillen oder Wickeln zügiger wieder ein.  

Klima im Zimmer: Lüften tut gut  

Jeder kennt das: Wird es im Sommer auch nachts nicht richtig kühl, ist unruhiger Schlaf vorprogrammiert. Ein zu warmes Zimmer hält folglich auch Dein Baby davon ab, entspannt zu schlafen. Sorge dafür, dass die Temperatur im Zimmer nicht zu hoch klettert und lüfte regelmäßig. Das Lüften ist wichtig, um viel guten Sauerstoff in den Raum zu holen und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Das schützt auch die Schleimhäute, was vor Infekten schützt.

Die ideale Schlaftemperatur im Babyzimmer liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius. Die Luftfeuchte sollte vierzig bis sechzig Prozent betragen. Mit einem Thermometer inklusive eingebautem Hygrometer kannst Du das leicht überprüfen.

Damit das Zimmer im Sommer angenehm kühl bleibt, kann auch nächtliches Lüften helfen. Niemals jedoch sollte das Risiko entstehen, dass das Kind aus dem Fenster fällt. Mit steigendem Alter klettern manche Kinder durchaus selbst aus dem Bett. Ein offenes Fenster stellt dann eine große Gefahr dar. Lüfte am besten dann, wenn Du selbst anwesend bist und schließe das Fenster anschließend wieder.

Neurodermitis Baby: erste Anzeichen erkennen und behandeln

Bekommt ein Baby Neurodermitis, stellt das Eltern vor eine große Herausforderung. Starker Juckreiz, entzündete Hautstellen und ein Baby, das vor Schmerz nicht zur Ruhe kommt – kein leichtes Los! Hier erfährst du, wie du bei einer Neurodermitis Baby das Leben erleichtern kannst und welche Ursachen die Hautkrankheit hat.

Baby mit Neurodermitis im Gesicht
Typisch für Neurodermitis: Baby hat rote, schuppige Haut im Gesicht © Bigstock/ leadenpork

Neurodermitis Baby: Erkrankung ab wenigen Monaten möglich

Eine Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, kann grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten. Häufig macht sich die Hautkrankheit aber schon bei Babys ab dem dritten Lebensmonat bemerkbar. Milchschorf kann ein erstes Anzeichen für eine beginnende Neurodermitis beim Baby sein.

In vielen Fällen bessert sich die Neurodermitis bei Kindern vor dem Schulalter oder bis zur Pubertät, manchmal bleibt sie aber bis ins Erwachsenenalter bestehen. Laut den aktuellen Daten aus der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS), die vom Robert Koch-Institut durchgeführt wird, sind sieben Prozent der deutschen Mädchen und Jungen derzeit von Neurodermitis betroffen: Das sind etwa 900.000 Kinder und Jugendliche.

Was ist Neurodermitis?

Bei einer Neurodermitis ist die schützende Hautbarriere chronisch gestört. Die Hautzellen teilen sich zu schnell, ohne sich vollständig zu entwickeln. Dadurch bekommt die Haut feine Risse und verliert zu viel Feuchtigkeit. Gleichzeitig kann sie sich nicht mehr richtig gegen eindringende Krankheitserreger schützen. Weil Neurodermitiker zudem ein überempfindliches Immunsystem haben, reagiert die Haut zum Teil heftig auf äußere Einflüsse. Schübe, bei denen dein Kind besonders unter der Neurodermitis leidet, sind daher typisch. Oftmals gibt es konkrete Auslöser, die aber gar nicht so leicht auszumachen sind.

Eine atopische Dermatitis zeigt sich durch eine trockene, schuppige Haut, starke Rötungen, Nässen und Entzündungen von Hautarealen (Ekzeme). Dabei ist es jedoch stark vom Alter abhängig, wo genau die Hautkrankheit auftritt. Das heißt, eine Neurodermitis bei Babys kann sich durchaus von einer Erkrankung bei Jugendlichen oder Erwachsenen unterscheiden. Daher sollte sich im Zweifel immer ein Arzt die betroffenen Hautpartien anschauen.

Neurodermitis Baby: typische Symptome

Hat ein Baby Neurodermitis wird häufig beobachtet, dass sich der klassische Milchschorf vom Kopf ausgehend ausbreitet und in weiterer Folge die typischen Hautveränderungen entstehen. Die Neurodermitis zeigt sich beim Baby dann zunächst meist am Kopf, wandert ins Gesicht und ist dort vorwiegend an den Wangen und Ohren sichtbar.

Bei Krabbelkindern ist das atopische Ekzem in weiterer Folge auch häufig an den Streckseiten der Arme und Beine zu sehen. Ab dem Kleinkindalter breitet sich die Neurodermitis dann meist zusätzlich an den klassischen Stellen wie Ellenbogen, Knie, Handgelenken, Händen sowie Hals- und Nackenbereich aus.

  • Neurodermitis Baby: Gesicht, Kopf, Vorderseite von Armen und Beinen sind betroffen.
  • Neurodermitis Kinder: Oft sind Armvorder- und Beinrückseiten betroffen.

Die Veränderungen an der Haut deines Babys sind meist von starkem Juckreiz begleitet. Die Haut schuppt, spannt und nässt. Es ist kaum zu verhindern, dass sich die Kinder kratzen und so die Entzündungen noch begünstigen. Gerade bei Babys und Kleinkindern mit Neurodermitis stehen schlaflose Nächte bei akuten Schüben an der Tagesordnung.

Video-Empfehlung

Warum hat mein Baby Neurodermitis? Ursachen

Die genauen Gründe warum eine Neurodermitis entsteht sind nach wie vor nicht ganz geklärt. Sicher ist jedoch, dass die Hautkrankheit vererbt wird. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass dein Baby an Neurodermitis leidet ist höher, wenn ein Elternteil ebenfalls betroffen ist. Sind sogar Mutter und Vater betroffen, liegt die Krankheitsrisiko sogar bei 67 Prozent.

Weitere Auslöser für Neurodermitisschübe können Umweltfaktoren, Kleidung, Waschmittel, Pflegeprodukte, Infekte, Impfungen, belastende Situationen sowie Allergene wie Pollen, Lebensmittel oder Tierhaare sein. Langes Stillen und ein Beikoststart nach dem vierten Monat sollen einer Neurodermitis beim Baby entgegenwirken können.

Neurodermitis beim Baby diagnostizieren

Vermutest du aufgrund von entzündlichen Hautveränderungen bei deinem Baby Neurodermitis, solltest du dies beim Kinderarzt oder Dermatologen abklären. Die Diagnose Neurodermitis wird gestellt, indem andere Hauterkrankungen wie etwa Allergien, toxische Ekzeme, Schuppenflechte oder Pilzerkrankungen ausgeschlossen werden.

Nachdem etwa jedes dritte Kind, das an Neurodermitis leidet, ebenfalls von einer Lebensmittelallergie betroffen ist, sollte eine entsprechende Testung nicht ausbleiben, um gegebenenfalls die Ernährung anpassen zu können.

Neurodermitis Baby: Behandlung

Hat dein Baby Neurodermitis ist eine individuelle Therapie notwendig, die ganz nach seinen Bedürfnissen ausgerichtet ist. Im Vordergrund stehen immer die Linderung von Beschwerden, das Erreichen von beschwerdefreien Phasen sowie eine entsprechende Stabilisierung. „Eine regelmäßige konsequente Basistherapie ist in jeder Krankheitsphase der Grundpfeiler der Neurodermitisbehandlung. Gemeint ist damit die tägliche Hautpflege. Ziel ist es, die gestörte Hautbarriere so zu stabilisieren, dass Krankheitsschübe hinausgezögert, abgemildert oder sogar verhindert werden“, erklärt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. in ihrer Patienteninformation „Hautpflege – die Basistherapie bei Neurodermitis“.

Grundsätzlich wird Neurodermitis auf der Grundlage von drei Pfeilern behandelt. Die Therapie ist bei Babys, Kindern und Erwachsenen in der Regel dieselbe:

  • Basistherapie, um die natürliche Hautfunktion zu unterstützen (rückfettende Reinigungs- und Pflegeprodukte werden angewendet)
  • Bekannte Auslöser meiden (beispielsweise Allergene, zu enge Kleidung, Schwitzen, …)
  • Medikation gegen Entzündungen und Juckreiz (im Akutfall)

Neurodermitis bei Babys: Das kannst du tun

Um bei einer Neurodermitis Baby das Leben zu erleichtern, gibt es einige Dinge, die du tun kannst:

  • Die Basistherapie aus feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Pflegeprodukten muss sorgfältig angewendet werden.
  • Ab einem gewissen Alter solltest du dein Kind besser duschen statt baden, da so der Haut weniger Feuchtigkeit entzogen wird.
  • Zu enge Kleidung und Kleidung aus Wolle, Seide oder Kunstfasern solltest du lieber meiden. Besser ist weite Kleidung aus Baumwolle oder Leinen.
  • Die Kleidung deines Babys solltest du zudem vor dem ersten Tragen mehrmals gründlich waschen.
  • Du solltest hautschonende Waschmittel verwenden.
  • Sorge für gute und frische Luft. Vor allem sollte dein Kind keinem Zigarettenrauch ausgesetzt sein.
  • Die Fingernägel deines Kindes solltest du immer kurz schneiden, bei Babys helfen auch spezielle Fäustlinge, um das Kratzen zu verhindern.
  • Ablenkung gegen den Juckreiz und Alternativen zum Kratzen (zum Beispiel ein gekühlter Löffel) können schon bei ganz kleinen Kindern wirkungsvoll sein.
  • Du kannst ein Neurodermitis-Tagebuch führen und so möglichen Auslösern für die Schübe deines Babys auf die Schliche kommen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass du auch als Elternteil entsprechende Unterstützung erfährst. Ein guter Kinderarzt oder Dermatologe ist bei einem Baby mit Neurodermitis Gold wert. Darüber hinaus können Selbsthilfegruppen oder Internetforen zum Austausch mit anderen betroffenen Eltern genutzt werden. Außerdem ist es wichtig, dass sich die Eltern durchwachte Nächte teilen, sodass ausreichend Kraft für den Alltag getankt werden kann.

___________

Quellen:

Thamm, Roman; Poethko-Müller, Christina; Hüther, Antje; Thamm, Michael (2018): Allergische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends. IN: Journal of Health Monitoring 03/2018

Deutsche Dermatologische Gesellschaft (2015): S2k Leitlinie „Neurodermitis“ [atopisches Ekzem; atopische Dermatitis]

Hellstern, Gerald; Bald, Martin; Blattmann, Claudia; Boss, Hans Martin (2012): Kurzlehrbuch Pädiatrie. Thieme. S. 488-489

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. (2018): Patienteninformation Hautpflege – die Basistherapie bei Neurodermitis

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (2017): Neurodermitis (Atopisches Ekzem). In: Kinder- & Jugendärzte im Netz. https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/neurodermitis-atopisches-ekzem/was-ist-eine-neurodermitis/ (letzter Zugriff: Februar 2019)